Wie gefällt euch Blackout von Audible Studios?

      Markus G. schrieb:

      Ich hoffe dass es dazu doch ein paar Wochen und nicht erst ein paar Tage ohne Strom bräuchte.


      Ich weiß nicht... etwas stutzig hatte mich gemacht, dass die Lebensmittel so schnell ausgingen. Wir haben doch eine massenhafte Überproduktion und da denke ich schon, dass wir genug Konserven in der Hinterhand haben. Ansonsten glaube ich, dass die Situation in Großstädten schnell kippen kann. Hochhäuser ohne funktionierende Toiletten, das wird ganz schnell übel. Auf dem Land ist man in so einem Fall sicher besser dran. Außer man wohnt in der Nähe eines AKW...
      Bin noch in der Mitte des ersten Teils.
      Muss sagen, dass mir Blackout jetzt beim zweiten Anlauf deutlich besser gefällt.

      @Markus G. schrieb...
      Wobei ich das Verhalten der Menschen nach so kurzer Zeit des Blackouts doch für übertrieben halte.

      Das richtig gruselige an dieser Geschichte ist, dass sie einem erst mal deutlich bewusst werden lässt, WIE abhängig wir wirklich vom Strom sind und was alles nicht mehr funktioniert, wenn er längere Zeit ausfällt. Sehr erschreckend gezeichnet! Ich weiß jetzt zwar nicht, was noch alles im Rest und zweiten Teil geschildert wird, bis jetzt fand ich es noch nicht übertrieben. Kann mir sogar gut vorstellen, dass in Wirklichkeit die Panik der Menschen extrem groß ist.

      Seit diesem Hörspiel bin ich von Dietmar Wunder als Hörbucherzähler nicht mehr begeistert.

      Warum?
      Ja, dass mit der Abhängigkeit vom Strom ist mir erst durch das Hörspiel bewusst geworden!

      Dietmar Wunders Art zu lesen, kann mich nicht fesseln. Zu salbungsvoll, zu wenig „hart“, zu wenig Unzerschiede in der Betonung. Ich habe mir einige Male gedacht, wie toll das Hörspiel wäre wenn Wolfgang Pampel lesen könnte.
      Mit erledigt meine ich nicht, dass ich das Hörspiel durchgehört habe :D . Ich wollte von den audible-Hörern wissen, wie die Aufteilung der 10,5 Stunden ist. Ob es Kapitelansagen o.ä. gibt. Die drei mp3-CDs haben insgesamt 344 Tracks und die wollte ich etwas zusammenfassen. Ich habe mir jetzt die Anfänge der Tracks angehört und festgestellt, dass das Hörspiel in Tage unterteilt ist und so werde ich es aufteilen. Daher war meine Anfrage obsolet. Hintergedanke war der, dass sich niemand mehr die Mühe machen sollte das herauszufinden.
      Blackout, CD1, 107 Tracks
      • Tag 0: 001-032, 01:43:38
      • Tag 1: 033-067, 01:58:06
      • Tag 2: 068-107, 02:17:48



      In Track 1 ist auch der Vorspann enthalten, bevor Tag 0 angesagt wird.


      Blackout, CD2, 110 Track
      • Tag 3: 001-015, 00:55:41
      • Tag 4: 016-036, 01:08:39
      • Tag 5: 037-052, 00:53:09
      • Tag 6: 053-087, 01:55:35
      • Tag 7: 088-110, 01:16:18



      Der Tag 6 wird zwei Mal angesagt. Bei Track 53 und 58.


      Blackout, CD3, 127 Tracks
      • Tag 8: 001-022, 01:09:10
      • Tag 9: 023-048, 01:28:24
      • Tag 10: 049-063, 00:52:24
      • Tag 11: 064-079, 00:51:41
      • Tag 12: 080-091, 00:29:15
      • Tag 13-18: 092-124, 01:39:20
      • Tag 19-22: 125, 00:02:23
      • Tag 23: 126-127, 00:06:17



      Bei Tag 13-18 wird lediglich Tag 13 im Track 92 angesagt die nächste Tagesansage erfolgt dann bei Track 125 mit Tag 19 und danach Tag 23 bei Track 126. Track 127 ist der Abspann. Da ich nicht gespoilert werden wollte, habe ich nicht nachgehört, ob mitten in den Tracks noch die Tage 14-18 und 20-22 angesagt werden.
      Ich habe nun fertig gehört. Eine großartige Geschichte, die recht nüchtern im positiven Sinne akustisch aufbereitet wurde. Ich finde es aber gut dass man kein Actionspektakel ala Oli Döring fabriziert hat. So bleibt es für mich sehr realistisch und ging mir auch an manchen Stellen ziemlich nahe. An die hohen Erzähleranteile habe ich mich gewöhnt. Weniger wäre aber in meinen Ohren besser gewesen. Trotzdem ein gutes Hörspiel und wegen der Geschichte ein Highlight, das nachhallt und sehr, sehr zu denken gibt. Ich für mich glaube aber, dass die Reaktion der Masse vielleicht länger gebraucht hätte, als es hier geschildert wurde. Aber vielleicht täusche ich mich auch.
      Ich hoffe wirklich sehr, dass du du Recht hast. Heute bin ich mit dem ersten Teil fertig geworden.
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      Wirklicher Wahnsinn... 5 Tage ohne Strom und schon gibt es eine Athosmphäre wie zu Kriegszeiten. =O
      Es ist erschreckend, wie STARK wir mittlerweile vom Strom und der Computertechnik abhängig geworden sind.
      Mit dem zweiten Teil habe ich auch schon angefangen. Der beginnt schon richtig mega spannend.
      Den zweiten Teil von Blackout habe ich nun auch gehört.
      Insgesamt gefiel mir dieser deutlich besser. Im zweiten Teil habe ich auch die längeren Erzählerparts gar nicht mehr so wahrgenommen. Dies lag mit daran, dass hier vor allem die Geschichte rund um Manzano an Tiefe gewinnt und die Story rasant an Tempo zunimmt. Ich kam mir zeitweise wie in einem immer schneller fahrenden Zug vor. Die Helden wurden schon arg durchgebeutelt. Ein Pausieren viel mir nur noch extrem schwer. Teilweise fühlte ich mich im zweite Teil wie beim Angstmann. Das lag nicht nur an Matthias Koeberlin, der auch hier einen Ermittler spielt und dessen Stimme ich gerne höre, sondern an der streckenweise bedrückende Stimmung in der Geschichte, die auch problemlos zu Zeiten des zweiten Weltkrieg spielen könnte. Die immer mehr entstehende Probleme in den Atomkraftwerken verleihen dann noch zusätzlich eine gewisse Hoffnungslosigkeit, die sich auch nicht mehr ohne weiteres umkehren lässt.

      Auch ich habe mich immer wieder gefragt, ob ein solches Szenario nach so wenigen Tagen möglich ist. Wenn man aber bedenkt, wie stark wir mittlerweile vom Strom und der Computertechnik abhängig sind und dies ist in den letzten Jahren wirklich rasant mehr geworden, befürchte ich allerdings, dass hier absolut nicht übertrieben wurde. Auch muß man ja sagen, dass in der heutigen Zeit kaum noch jemand auf eine Notsituation vorbereitet ist. Hand aufs Herz, wer hat einen großen Wasservorrat, ausreichend Konserven oder überhaupt noch ein batteriebetriebenes Radio im Haus? Ich hoffe jedenfalls, wir müssen es niemals „austesten“.

      Auch wenn ich den ersten Teil etwas schwächer empfand, ist für mich Blackout als Gesamtstory ein würdiger Anwärter für das „Hörspiel 2019“. Blackout ist richtig großes Kopfkino! Ein sehr erschreckendes Szenario, welches hier absolut realistisch geschildert wird. Am Ende des zweiten Teils mußte ich erst mal Luft holen und die Story hallte noch eine ganze Weile in meinem Kopf nach.
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