Die astrologische Symbolik des Christentums

      Die astrologische Symbolik des Christentums

      "Er machte den Großen Bären, den Orion und die Kammern des Südens ("den südlichen Sternenhimmel"). Er tut große Dinge, die unerforschlich sind, und Wunderwerke ohne Zahl." (Hiob 9, 9-10)

      Es gibt nichts Ermüdenderes und Überflüssigeres als "theologische Debatten" über das, was manche Menschen "den rechten Glauben" nennen. (Der sich in der Regel lediglich dadurch auszeichnet, dass man Anhänger anderer Glaubenskonzepte oder Konfessionen jeweils im heißesten Höllenfeuer schmoren sieht. Die Hölle ist bezeichnenderweise immer mit Mitgliedern "des anderen Vereins" bevölkert. Ergo: Entweder völlig überfüllt -- oder komplett leer, weil ein jeder ja "dem wahren Glauben" angehört, wenn's denn stimmt...)

      Damit will ich mich hier also nicht lange aufhalten, sondern ein paar Anregungen und Informationen geben, die die astrologische Symbolik in den allegorischen Geschichten der Bibel betreffen. (Angeregt durch daneels kurzen, und mit einem Augenzwinkern versehenen Kommentar: "Heidnisch", in dem Weihnachtsgrüße-Thread.)

      Die Hebräer nannten die Milchstraße "nehar ha-esh", (aramäisch: "nehar di-nur") = "Feuerstrom" = "großer, breiter Fluss aus Feuer". (vgl. Daniel 7,10; Hesekiel 1,4; Psalm 29,7)

      Der Zodiak, auch "Tierkreis" genannt, (hebräisch: Mazzaroth), setzt sich aus 12 Tierkreis-Zeichen zusammen, die auch als "Haus", bzw. "Häuser" bezeichnet werden. Als lebensspendendes Symbol der Gottheit thront "in der Mitte", (bildlich gesprochen), die SONNE. (Sie durchläuft diesen Kreis, den wir uns als "Maßband" von 360° vorstellen können - "EKLIPTIK" genannt - wobei jedes Tierkreiszeichen einen Abschnitt von 30° auf der Ekliptik einnimmt.)

      So ist es nicht weiter verwunderlich, dass im Alten Testament symbolisch auch von den "12 Stämmen Israels" die Rede ist. Derselbe Verweis auf die 12 Sternbilder des Zodiak findet sich im Neuen Testament durch die "12 Jünger Jesu". Er selbst repräsentiert die Sonne, um die sich die anderen gruppieren.

      Wie im Weihnachts-Thread angesprochen, folgten die "Heiligen Drei Könige" oder genauer gesagt: Die drei Weisen aus dem Morgenland, dem berühmten "STERN ÜBER BETHLEHEM". Ob es nun Männer aus Indien waren oder Chaldäer -- in jedem Fall waren es Astrologen und Sterndeuter. Denn nur so konnten sie "in der Nacht" ihren Weg zum Erlöser finden. Die "Nacht" ist wiederum nur ein Symbol für menschliche Unwissenheit, geistige Dunkelheit. (So kommt auch der gelehrte Nikodemus, ("Eroberer des Volkes"), später "in der Nacht" zum Herrn, um sich von ihm belehren und unterweisen zu lassen, (Johannes, Kapitel 3). Denn der Herr ist "der Vater der Lichter", "das Licht dieser Welt", usw.)

      Um durch die Nacht der Unwissenheit und geistigen Dunkelheit ihr Ziel zu finden, nutzen die Weisen also ihr astrologisches Wissen. Und es führt sie wie ein präzise ablaufendes Uhrwerk, geradewegs zu jenem Ort, wo der Erlöser geboren wird: Bethlehem. (Beth bedeutet "Haus" und "lehem" bedeutet "Brot". Das "Haus des Brotes" also. Das "Haus" ist, wie gesagt, ein astrologischer Abschnitt des Zodiaks. Das "Haus des Brotes" bezeichnet die Zeit der Ernte; August / September. Das bedeutet astrologisch betrachtet, dass sich die Sonne (von der Erde aus gesehen) zu dieser Zeit "in" diesem Haus befindet) und aus diesem Haus hervorgeht. Das entsprechende Tierkreiszeichen dieser Zeit wird genannt: JUNGFRAU. Die Heilige Jungfrau ist es ja auch, die Christus -- das Licht der Welt -- im "Haus des Brotes" gebiert. Buchstäblich zwischen Ochs' und Esel -- Taurus und Equuleus; stellvertretend für den TIER-Kreis. -- Es ist alles rein astrologische Symbolik.)

      Über die Heilige Jungfrau steht in der Bibel auch zu lesen, dass sie umkleidet ist "mit 12 Sternen", die ebenfalls auf den Tierkreis verweisen.

      "Und die Elohim sprachen: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht; sie sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre; und als Leuchten an der Wölbung des Himmels, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah so."
      (1. Mose 1, 14-16)


      (Auf dieses Zitat sollte man vielleicht jene Scheuklappenträger hinweisen, die immer noch dem Aberglauben verhaftet sind, die Deutung der Sternenzeichen und die daraus sich ableitende Bestimmung von Zeiten, Tagen, Jahren, etc. -- kurz: Astrologie genannt, sei irgendwie un-christlich oder gar verboten, weil "dämonischen Ursprungs". Die sieben Elohim selbst, ("die Götter / Schöpfermächte"), bestimmten es so, wie sie es angewiesen, geplant und beabsichtigt hatten.)

      Jesus selbst sagte ja, er sei gekommen "zu verkünden das Gnadenjahr des Herrn" (Lukas 4,19). Die Sonne wandert in einem Jahr einmal durch den gesamten Zodiak. Es sind also astrologische Besonderheiten, die Jesus zu verkünden kam. Die Sonne wird, in symbolischer Überlieferung, von der Jungfrau geboren - und wandert dann durch den gesamten Tierkreis. (Wir wissen, dass die Sonne in Wahrheit nirgendwohin wandert; sondern, dass es von der Erde aus betrachtet nur so erscheint.)

      Von König Herodes ist gesagt, dass er "Bethlehem" (also den Sternenhimmel Ende August / Anfang September im Tierkreiszeichen JUNGFRAU) absuchte, Jesus dort aber nicht finden konnte. Denn der "wahre Geburtstermin" ist ja heute; der 25. Dezember, seit die Sonne am 21. / 22. Dezember, (Wintersonnenwende), am tiefsten Punkt ihrer "Jahresreise" angelangt ist; sie befindet sich dann am südlichen Wendekreis; 23,44 Grad südlicher Breite; der "Winterpunkt" liegt bei 270 Grad auf der Längenskala. Von diesem Punkt aus "erhebt" sich die Sonne nun nach drei Tagen, am 25. Dezember, und "steigt" sozusagen wieder "auf"; die Tage werden länger, die Nächte kürzer.

      Am 25. Dezember aber steht die Sonne im Tierkreiszeichen "Steinbock", wo sich nun also das "Lamm" Gottes befindet = die Sonne. Nach 30 Jahren (also symbolischen 30 Tagen = ein Monat) beginnt es sein Wirken und wird getauft, denn die Sonne steht dann im "Wassermann" (Johannes, der Täufer). In dieser Zeit regnet es viel, (Wasser vom Himmel); der Nil in Ägypten steigt übers Ufer, sodass Pflanzen wachsen können, usw.

      Anschließend geht Jesus durch die "Wildnis", für weitere 40 Tage, wo er "vom Teufel versucht" wird. Die Sonne wandert ins Tierkreiszeichen "Fische", das durch ZWEI FISCHE symbolisiert wird; und so trifft Jesus die beiden Fischer Simon und Andreas. Der Fisch wird zum Symbol der frühen Christenheit. (Auch durch eine Art Wortspiel, denn das griechische Wort ICHTYS bedeutet: Fisch. Die Anfangsbuchstaben bilden wiederum die Initialen "I"(esous) und "CH"(ristos).) Mit nur ZWEI Fischen und fünf Broten speist Jesus symbolische oder allegorische "5000" Menschen -- also: Eine ungeheure Vielzahl von Menschen.

      Ostern, Tierkreiszeichen: WIDDER, wird in März / April gefeiert; auch hier wieder: "Das Lamm Gottes". -- Am "Frühlingspunkt" der Sonne, wenn die Sonne direkt im OSTEn aufgeht, feiert man "OSTErN", und ruft in den Kirchen laut aus: "Er ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!" Da die Sonne nun ständig weiter aufwärts strebt, werden die Tage länger und länger; die Nächte aber immer kürzer. Bis die Sonne den Himmelsäquator kreuzt. Dies ist die erste "Kreuzigung" des Jahres, wenn die Sonne den Himmelsäquator "passiert". An diesem Tag, bzw. am ersten Vollmond nach diesem Tag, feiern die Juden daher das "Passah-Fest", im Englischen treffend "pass-over" genannt: von "überqueren", "überkreuzen". Auch der hebräische Begriff "Pessach" bedeutet "Übergang".)

      Es folgt im Mai das Tierkreiszeichen: STIER -- das Symbol der Sündenvergebung und des Sühneopfers im Alten Testament. (Wir erinnern uns z.B. an "das goldene Kalb", etc.)

      Die Sonne wandert nun weiter ins Tierkreiszeichen ZWILLINGE, "Castor und Pollux", (vgl. Apg. 28,11)

      Es folgt der KREBS, eine Krabbe, die rückwärts läuft - denn am 21. Juni ist die Sommersonnenwende, von hier an "läuft die Sonne rückwärts", d.h. sie steht immer tiefer am Himmel; die Tage werden kürzer, die Nächte länger. -- Nun kommt der LÖWE, der KÖNIG des Tierkreises und der Tierwelt; Jesus wurde daher auch symbolisch "der Löwe von Judah" genannt. Gleichsam der KÖNIG des Zodiaks -- auf der Höhe seiner Macht und Kraft.

      Nun folgt die JUNGFRAU im "Haus des Brotes", traditionell mit einem Bündel Weizenähren dargestellt. Sie "gebiert" die Sonne, die sie passiert, bleibt dabei jedoch immerwährende Jungfrau. Es ist Jesus' triumphaler Einzug in Jerusalem. Matthäus 21,7 beschreibt uns, dass Jesus sich "auf die Eselin und ihr Füllen" setzt, um auf beiden in die Stadt zu reiten. Wörtlich genommen, wäre das ziemlicher Unfug. Betrachtet man aber, dass die Sonne zu dieser Zeit, Anfang September, scheinbar auf den beiden oberen Sternen des Equuleus = "Fohlen / Füllen" 'reitet', ergibt es plötzlich Sinn. -- Die "Zeit der Ernte" ist da. Nun gibt es für die Menschen "frisches Brot des Lebens" und das "Fleisch der Früchte", ("mein Leib / mein Fleisch"), und auch Wein aus frisch geernteten Weintrauben, ("mein Blut").

      Ende September erscheint die Sonne im Sternbild WAAGE. (Bildlich bzw. symbolisch gesprochen: Die Göttliche Gerechtigkeit. Jesus stürzt nun symbolisch die Waagen der Geldwechsler im Tempel um. Am 23. September ereignet sich die "Tag- und Nachtgleiche" und die Sonne KREUZT erneut den Himmelsäquator. Ja, es gibt sozusagen ZWEI astrologische "Kreuzigungen". Diese hier markiert jene, mit der Jesus "in die Hölle hinabsteigt", denn die Tage werden nun immer kürzer, die Dunkelheit nimmt zu. Die Sonne aber ist in dieser Jahreshälfte größtenteils "da unten", "unter der Welt" oder in der "Unterwelt", wo es nun entsprechend "heiß und feurig" ist.)

      Im Oktober ist die Sonne im SKORPION, der sie gewissermaßen "sticht" und so ihren "Tod" verursacht. Symbolisch ist dies Judas Ischariot, der durch seinen heimtückischen Verrat den Tod Jesu "verschuldet".

      Nun folgt der SCHÜTZE, ein Bogenschütze auf einem Pferd, denn es ist Jagdsaison; die Tiere sind voll ausgewachsen und die Jäger freuen sich darauf, in den Wald zu ziehen. Ist es ein Zufall, dass ausgerechnet ein Mann namens "PILATUS", ("Speerträger" / "der mit einem Speer bewaffnete"), Jesus als letzter noch "lebendig" sieht, ehe er "stirbt"? (Ist damit am Ende in Wahrheit jener legendäre "Longinus" gemeint, der dem gekreuzigten Jesus seinen Speer in die Flanke stößt? -- Aber auch an den blinden Hödur der germanischen Mythologie erinnern wir uns, der "den Tod des Sonnengottes" Baldur verursachte; mit einem magischen Mistelzweig des bösen Gottes Loki, den der SCHÜTZE auf seinen Bruder Baldur abschoss. Da aber Baldur nur sein vorherbestimmtes Schicksal auf sich nahm und der All-Vater Odin versicherte, dass auch Hödur nur seine Bestimmung erfüllte, blieben Loki und auch der Mörder von der Rache der Götter verschont.)

      Schließlich ist die Sonne im Sternbild "Steinbock" angelangt, wo das "Lamm Gottes" nach "drei Tagen in der Hölle" am 25. Dezember zu neuem Leben aufersteht, nachdem es am 23. September "gekreuzigt" wurde, (als die Sonne den Himmelsäquator "KREUZTE".) Die Sonne ist wiedergeboren, erhebt sich nun mit täglich wachsender Kraft und kündet uns von einem neuen "Gnadenjahr des Herrn", (Lukas 4,19).

      Wer sich also vielleicht schon einmal gefragt hat, weshalb die Monstranz in der katholischen Kirche stets die Form einer golden-strahlenden Sonne hat, der wird die zugrundeliegende, astrologische Symbolik nun sicher besser verstehen.

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      Präzession und Tierkreis

      Als Ergänzung zum oben Gesagten:

      Die Sonne bewegt sich scheinbar, von der Erde aus gesehen, innerhalb von 12 Monaten einmal durch die 360° des gesamten Tierkreises. Es gibt jedoch ein Phänomen, das man "Präzession" nennt, was ebenfalls eine wichtige Rolle fürs Verständnis der Altvorderen spielt. Es bedeutet folgendes: Da die Erde an den Polen abgeflacht ist, um den Äquator herum jedoch wie ein Wulst etwas nach außen gestülpt -- also keine perfekte Kugel bildet -- "eiert" die rotierende Erdachse wie bei einem Kreisel. Die Erdachse beschreibt dabei einen Kegel um den festliegenden Ekliptikpol. (Ekliptik = Jahresumlauf der Sonne durch den Tierkreis, 360°. Jeder 30°-Abschnitt der Ekliptik wird "Tierkreiszeichen" genannt. Die "Tierkreiszeichen" sind nicht identisch und nicht zu verwechseln mit tatsächlichen Sternbildern, die in Größe, Breite und Ausdehnung am Himmel sehr unterschiedlich sein können.)

      Um nun eine gesamte Umrundung dieses "eiernden", kreiselnden Kegels zu bewerkstelligen, benötigt es rund 26.000 Jahre.

      Durch die "eiernde Taumelbewegung" der Erdachse kommt es äußerst langsam, aber stetig, zu einer Verschiebung des oben erwähnten Frühlingspunktes Richtung Westen - (in Relation zu den Tierkreiszeichen) - den die Sonne (heutzutage) am 20. März eines Jahres erreicht; der Tag-und-Nachtgleiche (Äquinoktium). Diese Verschiebung lässt den Frühlingspunkt "wandern" -- und zwar in entgegengesetzter Richtung zum Sonnenlauf durch den Tierkreis. Um den 30°-Abschnitt eines Tierkreiszeichens auf diese Weise, "rückwärts", ganz zu "durchwandern", benötigt der Frühlingspunkt ca. 2160 Jahre.

      In der hellenistischen Antike befand sich der Frühlingspunkt exakt an der Grenze zwischen den Sternbildern (Konstellationen) WIDDER bei 0° und FISCHE, (die vor 2000 Jahren noch mit den gleichnamigen Abschnitten des Tierkreises deckungsgleich waren.) Daher wird er noch heute als "Widderpunkt" bezeichnet, obwohl durch die Präzession der Frühlingspunkt längst weitergewandert ist, und sich nun tatsächlich zwischen FISCHE und WASSERMANN befindet. (Der Begriff "Widderpunkt" ist in der Astrologie aber weiterhin gebräuchlich, da er den Beginn des Tierkreises - sozusagen den Nullpunkt des Ekliptikbandes bei Widder
      0°- markiert.)



      (Im Jahresverlauf wandert die Sonne von Steinbock zu Wassermann zu Fische... usw.
      Der Frühlingspunkt aber bewegt sich, unendlich langsam, durch die Präzession der Erdachse
      entgegengesetzt; von Stier zu Widder zu Fische...)


      Die alten Kulturen der Sumerer, Ägypter, der Griechen usw. kannten und berücksichtigten die Präzession der Erdachse, und das jeweils vorherrschende Zeitalter - "AEON" - brachte dies in verschiedenen Ritualen, Bauwerken etc. zum Ausdruck. Als der Frühlingspunkt im STIER (Taurus) stand, herrschte das "Minoische Zeitalter", und sein "heiliges Tier" war der STIER (Taurus). Zahlreiche Bräuche, Legenden usw., in denen der "Himmelsstier" und auch der Minotaurus eine Rolle spielte, wurden in dieser Zeit geprägt. Auch entsprechende Statuen und "Götterbilder". (Manche sagen, dass sogar der Stierkampf seine Ursprünge in dieser Epoche hatte.)

      Insbesondere die Ägypter zerstörten weitestgehend jene alten Tempel und Bildnisse, sobald ein neues Zeitalter anbrach. (Ausnahme: Die gewaltige Sphinx aus dem Zeitalter des LÖWEN. Sie lag zudem Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende, unter Wüstensand begraben. Als Napoleons Soldaten dorthin kamen, [1798 - 1801], ragte nur der Kopf der Sphinx aus dem Sand, wie diese Gravur aus dem 19. Jahrhundert zeigt.)

      So wanderte der Frühlingspunkt "rückwärts", nach rund 2160 Jahren, weiter ins Tierkreiszeichen WIDDER. Nun wurde der WIDDER als "Götterbild" in Stein verewigt; der "Sündenbock" wurde als Brauch erfunden und nicht mehr Stiere, sondern Widder und Lämmer wurden rituell geopfert. -- Dies ist die Zeit, als Moses vom Berg Sinai herabstieg, um die 10 Gebote jenes [der] Elohim zu verkünden, mit dem er einen Pakt geschlossen hatte, und dem mittels magischer Riten, Anrufung, Blutopfer (Beschneidung), Tieropferungen, Räucherungen und der Bundeslade Zugang aus der Unendlichkeit in die Zeitlichkeit ermöglicht wurde, sodass dieser Elohim sich sichtbar als "Wolkensäule" oder auch als "Feuersäule" manifestieren und in der materiellen Welt wirksam eingreifen konnte.

      Künstler wie Michelangelo stellen Moses daher nicht ohne Grund mit Hörnern am Kopf dar. -- Das Volk, aber, das er zurückließ, befand sich in Angst vor dem Neuen und Unbekannten; es wollte zurückkehren zu dem, was es kannte und was ihm daher Sicherheit gab.

      So kam es zu der berühmten Szene mit dem "Goldenen Kalb". Moses sah, dass die Unwissenden - obwohl das WIDDER-Zeitalter angebrochen war und das "magische Blut des Lammes an den Türpfosten", (WIDDER-Symbolik), ihre Erstgeburt in Ägypten vor dem tödlichen Zugriff des Elohim bewahrt hatte - der Prophet sah nun also, dass sein unwissendes Volk einem "rituellen Rückfall" in die Epoche des "STIERS" erlegen war; einer Erinnerung an die Vergangenheit, wo es in Ägypten noch die Göttin Hathor mit ihren (dem damaligen Zeitalter entsprechenden) Stierhörnern und auch den Apis-Stier (Seele des Osiris) verehrt hatte; und Moses entbrannte darüber so sehr vor Zorn, dass er die heiligen Gesetzestafeln seines hebräischen Stammes-Elohim zerschlug. (Was er jenen sagen würde, die noch heute den rituellen Kulten aus dem längst überlebten WIDDER-Zeitalter nachhängen, man kann es sich denken...)

      Die Sünde seines Volkes war nicht etwa "Götzendienst", wie es von manchen proklamiert wird. Seine große Sünde war der Rückfall in Vergangenes, der aus Unwissenheit erfolgte. Und mangelnder Glaube in die heilige Weisheit und Magie der Ägypter, in der Moses als "Prinz von Ägypten" am Hofe des Pharaos und in den Amun-Tempeln der Priester in Memphis und Theben ja unterrichtet worden war, und wo er in die "Mysterien von Amenti" eingeweiht wurde.

      Der Stammes-Elohim wiederum wäre verloren gewesen, und auch sein wirksamer Zugang zur materiellen Welt, wenn sein rituell an ihn gebundenes Volk abtrünnig würde. Daher veranlasste er mit beispielloser Grausamkeit Moses dazu, ein entsetzliches Massaker unter jenen anzurichten, die sich wieder einem anderen Elohim aus dem Stierzeitalter zuwandten. (Der gnadenlose Machtkampf verfeindeter Elohim und die Macht, mit der sie in die Zeitlichkeit hinein zu wirken vermochten, wird im "Duell der Magier" am Hof des Pharaos beschrieben, wo Moses' Elohim gegen die Elohim der ägyptischen Priestermagier kämpft. -- Er macht zwar keinen Hehl daraus, dass es noch andere Elohim gibt; aber er verlangt von seinen Bundesgenossen, dass sie diese nicht (mehr) anbeten oder verehren sollen. Und er achtet "eifersüchtig" darauf, dass alle Anhänger seines Bundes / Kultes seine rituellen Vorschriften befolgen, damit niemand von ihnen seiner Einflußsphäre entrinnt. Wie anders ließe es sich erklären, dass er den neugeborenen Sohn des Mose direkt töten will, bloß weil das Baby noch nicht "vorschriftsmäßig" beschnitten wurde? Moses' schwarze Frau Zippora aus Äthiopien verhindert das Unheil in letzter Sekunde, beschneidet das Kind, presst dessen Vorhaut an die Genitalien der machtvollen Intelligenz, die sich vor ihnen in Menschengestalt manifestierte, und schleudert ihr anklagend entgegen: "Du bist mir ein BLUT-Bräutigam!", vgl. 2. Mose 4, 24-26. - Damit sagt sie: "Nur durch rituell dargebrachte Blut-Opfer sind wir mit dir 'verheiratet' / verbunden." -- Das war aber immerhin ein zivilisatorischer Fortschritt, denn es gab, bzw. gibt, auch Elohim, die Menschenopfer von ihren Kultanhängern einforderten. Das darf man dabei nicht vergessen.)

      Fortan wurden Altäre unter Moses rituell mit Widderhörnern geschmückt; Widderhörner wurden als Trompeten verwendet, etc. - Aber auch in Ägypten war, verständlicherweise, das Aeon des Widders angebrochen. Ammon und Amun-Ra wurden z.B. mit Widderhörnern als Symbol göttlicher Macht abgebildet. Der nordafrikanische Orakel- und Fruchtbarkeitsgott Baal-Hammon ebenso.

      Nach dem WIDDER-Zeitalter wanderte der Frühlingspunkt nun weiter "rückwärts" durch den Tierkreis, diesmal ins Zeitalter der FISCHE; wie in obigem Beitrag bereits erwähnt, war dies die prägende Epoche Christi - und der FISCH wurde zum geheimen, astrologischen Symbol der Ur-Christen.

      Nun nähert sich das von Schwarmgeistern, Esoterikern und anderen "New Age"-Verfechtern hochgelobte "WASSERMANN"-Zeitalter, das irgendwann zwischen dem Jahr
      2100 n.Chr. und 2500 n.Chr. anbrechen wird. Das bedeutet: Auf seiner Weiterreise wird der Frühlingspunkt als nächstes in "das Haus des Wassermanns" eintreten.

      Und, ja, Jesus verkündete dieses Wissen (und noch viele andere Geheimnisse) seinen Schülern, als er sagte: "Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen WASSERKRUG; folget ihm nach in DAS HAUS, da er hineingeht." (Lukas 22,10) -- Das "HAUS" des "WASSERMANNS" (Aquarius mit dem Wasserkrug) bezeichnet, astrologisch gesprochen, jenen 30°-Abschnitt der Ekliptik, den das Tierkreiszeichen WASSERMANN bildet. (Nochmals: Und welches nicht mit dem gleichnamigen STERNBILD "Wassermann" zu verwechseln ist, auch wenn beide vor rund 2000 Jahren in etwa deckungsgleich waren.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 24 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Ascan von Bargen schrieb:

      Auf dieses Zitat sollte man vielleicht jene Scheuklappenträger hinweisen, die immer noch dem Aberglauben verhaftet sind, die Deutung der Sternenzeichen und die daraus sich ableitende Bestimmung von Zeiten, Tagen, Jahren, etc. -- kurz: Astrologie genannt, sei irgendwie un-christlich oder gar verboten, weil "dämonischen Ursprungs".

      Jaja, mein gefährliches Halbwissen :D

      Ascan, ich bin echt beeindruckt von Deinen Beiträgen. Dieser ist für mich persönlich einer der Interessantesten; dafür vielen Dank! Als Agnostiker lasse ich mich gerne überzeugen, wenn auch mehr in wissenschaftlicher Hinsicht, das es eine höhere Existenz und einen Sinn hinter unserem Dasein gibt. Alleine die Tatsache, dass es eine Unendlichkeit gibt (bezogen auf das Weltall), beweist für mich, dass wir nicht in der Lage sind, das Universum zu verstehen und wie könnte es da keinen Gott geben? Wenn er eines Tages vor mir stehen sollte, bin ich nicht abgeneigt Buße zu tun.

      daneel schrieb:

      Jaja, mein gefährliches Halbwissen

      ;) "Halbwissen" ist grundsätzlich gefährlich. Allerdings meinte ich nicht dich mit dem von dir zitierten Abschnitt. Es gibt "christliche" Gruppierungen, die jede Menge Unsinn bis abergläubischen Unsinn verbreiten. Das ging eher an deren Adresse.

      daneel schrieb:

      Ascan, ich bin echt beeindruckt von Deinen Beiträgen.

      Na, das ist ein Ding ... irgendwie freut einen das, so etwas zu lesen, wobei: Meine Absicht war (und ist) es, zu informieren, aufzuklären; nicht "beeindrucken" zu wollen oder so etwas. Schließlich geht es hierbei um große und wichtige Dinge, die ja nicht "auf meinem Mist gewachsen" sind. Soll heißen: Ich bin ja selbst ein ständig Lernender und äußerst dankbar für BRAUCHBARE und SINNVOLLE Informationen.

      daneel schrieb:

      Dieser ist für mich persönlich einer der Interessantesten; dafür vielen Dank!
      Das freut mich wirklich sehr, wenn es mir gelungen ist, die Informationen auf eine interessante oder ansprechende Weise zu transportieren.

      daneel schrieb:

      Als Agnostiker lasse ich mich gerne überzeugen, wenn auch mehr in wissenschaftlicher Hinsicht, das es eine höhere Existenz und einen Sinn hinter unserem Dasein gibt.
      Meine Aufgabe ist es nicht, anderen Menschen zu sagen, was sie denken oder glauben sollen. Das liegt mir fern. Ich will dich (oder andere) also gar nicht von irgendetwas "überzeugen". Wenn mein Beitrag aber dich (und andere) zum Nachdenken angeregt hat, so hat das auch sein Gutes.

      daneel schrieb:

      Alleine die Tatsache, dass es eine Unendlichkeit gibt (bezogen auf das Weltall), beweist für mich, dass wir nicht in der Lage sind, das Universum zu verstehen
      Da bin ich hundertprozentig bei dir. Niemand sollte sich einbilden, er (oder sie) wüsste "es alles". So etwas auch nur anzunehmen, ist die Definition reiner Hybris. (Und zieht augenblicklich "die Rache der Götter" nach sich. Und ich garantiere dir: Spaß geht anders...) - Man darf aber immer Fragen stellen; Dinge hinterfragen usw. Aber man muss auch demütig genug sein, zu akzeptieren, dass nicht alle Antworten sich mit der Ratio, Logik und Vernunft, basierend auf dem Zeugnis unserer beschränkten fünf physischen Sinne, finden lassen.

      daneel schrieb:

      wie könnte es da keinen Gott geben? Wenn er eines Tages vor mir stehen sollte, bin ich nicht abgeneigt Buße zu tun.
      Im Alten Testament stehen gleich zu Beginn jene zwei Überlieferungen des Schöpfungsaktes, wovon eine deutlich auf jener Schöpfungsgeschichte basiert, die schon im antiken Babylon bekannt war und in Keilschrift niedergeschrieben wurde.

      In unseren deutschen Übersetzungen wird in jenen Texten gern das Wort "Gott" verwendet, was aber im Hebräischen n i c h t dort steht, denn es würde heißen: "EL" (Gott) oder "ELOHA" (Gottheit), [womit übrigens auch das arabische Wort 'ilah (Gottheit) sprachlich verwandt ist. Mit dem Artikel "al" (der, die, das) davor gesetzt, wird daraus "al 'ilah", gesprochen: "Allah"]

      Im Originaltext der Genesis steht das Pluralwort "ELOHIM", was man in etwa mit "GÖTTER" oder "GOTTHEITEN" übersetzen könnte. (In der alten Sprache von Sumer: AN.UN.NA.KI.= "jene, die vom Himmel [AN] zur Erde [KI oder GI] herab stiegen". Das biblische "Land Sinear" ist das alte Reich Sumer, eigentlich: "Schumer" gesprochen. Dieses Wort bedeutet: "Land der Wächter". Interessanterweise bezeichneten die alten Ägypter die irdische Heimat ihrer Götter als: "Ta Neter" = "Land der Wächter" = Sumer / Sinear.
      Die Erde bezeichneten die Pharaonen als "Amen-Ta", bzw. "Amen-Ti" = "Land des Amen / Amun".)

      Aber weise Männer wiesen darauf hin, dass es dem Wunder keinen Abbruch tut, ob es nun EINER war, der sein "ES WERDE!" aussprach, oder ob es letztlich die Elohim waren, von denen die Bibel spricht. (Manche versuchen sich rauszureden, indem sie behaupten, dieses Wort sei ein "Pluralis Majestatis", wie Könige oder Kaiser von sich selbst gerne in der Mehrzahl sprachen: "Wir beschließen hiermit..." Nur gab es diesen Majestätsplural damals noch gar nicht, und er war auch den Schreibern der Bibel daher völlig unbekannt.)


      "Buße tun" - das ist ein weiteres Mißverständnis, an dem die Kirchen und ihre weltliche Machtpolitik Schuld tragen. Im Altgriechischen des Neuen Testaments ist von "Metanoia" die Rede. Dies bedeutet "Umdenken". Wenn Jesus seinen Jüngern und allen, die ihn hören wollen, sagt: "Metanoiete!", dann heißt das: "Denket um! Ändert euer Denken, eure Sichtweise / Perspektive!" -- und nicht: "Vergehet vor Reue, kleidet euch in Sack und Asche und kriecht fortan auf allen vieren durch den Staub, ihr elenden Sünder!"

      Ich danke dir in jedem Fall für deine freundliche Rückmeldung.

      Und es freut mich ehrlich und aufrichtig, wenn ich mit meinen kleinen Beiträgen hier etwas Sinnvolles beisteuern konnte. Als Anregung oder Zusatz würde ich noch erwähnen, dass das große kosmische Drama, das oben beschrieben steht, sich im Großen (Makrokosmos, Weltall) und, gleichsam "gespiegelt", auch im Kleinen (Mikrokosmos, Mensch) vollzieht. Der große Menschheitslehrer, den die alten Ägypter als Gottheit namens "Thot" verehrten, von den Griechen "Hermes Trismegistos", ("Hermes, der Dreimalgroße"), genannt, hinterließ die weltberühmte "Tabula Smaragdina" ("Smaragdtafel"), deren Inschrift lautet:

      "Das, was unten ist, ist wie das, was oben ist;
      und das, was oben ist, ist wie das, was unten ist;
      ein ewig dauerndes Wunder des Einen."

      Dieses Wort findet sich noch heute in Steinmonumenten verewigt, auf dem Plateau von Gizeh, wo die Altvorderen die drei Sterne des ORION-Gürtels als exakte Wiederspiegelung in Stein errichteten: die drei berühmten Pyramiden von Gizeh. (Nein, das waren keine "Grabstätten" der Pharaonen. Die "Grabstätten" der Pharaonen befinden sich im "Tal der Könige" und in der Nekropole ("Totenstadt") von Sakkara.)

      Der Oberste und Erstgeborene der "Bene Elohim" ("Söhne / Kinder der Götter") kennt und ist alle Weisheit, und er berücksichtigt daher die Worte des Hermes Trismegistos auch in seinen Lehren, wenn er sagt: "(Dein Wille geschehe) Wie im Himmel, so auf Erden."

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      ^^ Glauben heißt bekanntlich nicht wissen. Sollte der von dir beschriebene Umstand irgendwann einmal eintreten, mit der "Begegnung", dann w e i ß t du es ja mit Sicherheit - und ein Dasein als "Gläubiger" erübrigt sich. Du bist dann ein Wissender.

      ...und auf Gnade hoffen

      Die ist ja - laut Bibel - ohnehin eine "unverdiente". Der Mensch kann nicht aktiv etwas dafür tun, sie zu erlangen. Aber die Gottheit wird auch als "Allerbarmer" bezeichnet, die in weiser Voraussicht alles hervorragend geordnet hat, und zwar so: "Denn Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarmt." (Römer 11,32) Klingt nach ganz guten News für dich. ;)

      Habe eine gesunde Sozialkompetenz, auch mit Göttern.

      ^^ Sehr gut! Da bist du in recht guter Gesellschaft. Denn du bist ja (in gewisser Weise) einer von ihnen:
      "Steht nicht in eurem Gesetz: 'Ich habe gesagt: Ihr seid Götter'? " (Johannes 10,34)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

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