Gewaltdarstellung im Hörspiel

      Gewaltdarstellung im Hörspiel

      Als ich gestern die Vorschau auf das neue Fitzek Hörspiel "Der Augensammler" sah, war ich erst erfreut, dass hier ein weiterer Roman von Fitzek als Hörspiel vertont wird. Die vergangenen Fitzek Hörspiele fand ich super spannend und wirklich klasse gemacht. Allerdings habe ich auch damals schon das Hörspiel „Das Kind“ ausgelassen, weil es mir vom Thema her immer sehr nahe geht, wenn in Hörspielen gerade Kinder die Opfer sind. Seit ich selber Vater bin, kann ich mir so einen Thriller gar nicht mehr anhören. Davon mal abgesehen, dass es im Hörspiel oft noch viel „plastischer“ in der Darstellung zu sich geht, was ja die Geräusche mit sich bringen.

      Im Hörgruselforum bahnt sich dazu gerade eine Diskussion an. Ich wollte daher auch hier mal in die Runde Frage, wie ihr zu dem Thema steht? Könnt ihr solche Thriller trotzdem hören? Wo sind bei euch Grenzen, die nicht „überschritten“ werden sollten?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hoerspielkassette“ ()

      Ich pflichte Ascan bei -- im Talk geht es schon seit geraumer Zeit nicht mehr um Inhaltsdiskussionen. No offense, habe ich so beobachtet. Das ist bei den Gruslern etwas anders.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

      hoerspielkassette schrieb:

      Ich wollte daher auch hier mal in die Runde frage, wie ihr zu dem Thema steht? Könnt ihr solche Thriller trotzdem hören? Wo sind bei euch Grenzen, die nicht „überschritten“ werden sollten?


      Ich kann alles hören/lesen, die Frage ist eher, ob ich das will. Solange es Fiktion bleibt und der Autor nicht wirklich Leute umbringt, gibt es keine Grenzen. Sehe da auch nicht wirklich Diskussionspotenzial.

      Aber der Fitzek ist für mich kein Easton Ellis.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      @hoerspielkassette

      Das ist eine gute Frage wo fängt es an und wo hört es auf.

      Gewaltdarstellung des alltags ist es die körperliche oder physische Gewalt
      Nur ein Beispiel aus vielen “Jussi Adler-Olsen - Schändung - Carl Mørck Sonderdezernat Q, Fall 2” wo der Mann ein Rundgang macht und seine Mitarbeiter begrüßtund lobt in der Wäscherei schnappt er sich eine Dame und man bekommt es erklärt warum.

      Leider gibt es auch in wirklichen Leben so wo ich immer wieder schockiert bin.
      Ich Frage mich was solche Menschen denken.
      @Ascan von Bargen und @Fader
      Was ich insgesamt SEHR schade finde, den ich mag den Talk.
      Noch mehr Hörspiel Hörer trifft man mittlerweile bei Facebook an und ja irgendwie scheint die große Zeit der Foren wirklich vorbei zu sein. Was ich aber schade finde, weil ich sie als Diskussionsplatform besser finde.
      Vielleicht reichen die übrig gebliebenen Hörer einfach nicht mehr aus um 3 große Foren zu füllen? Sind halt schon viele zum Grusel abgewandert. Ich würde mir dann aber schon eher ein großes gemeinschaftliches Hörspielforum wünschen. Zusammen könnte man gegen Facebook & Co auf die Dauer Dauerüberleben.
      Nur so ein paar Gedanken meinerseits. ^^
      Ich selbst benötige keine Gewalt oder Grausamkeiten gegen Menschen in Hörspielen.

      Und wem der Grusel eher Zusagt, als der Talk, nun, noch sind wir ein freies Land. Ich habe für mich festgestellt, dass ich eher das nüchterne, informative bevorzuge. Was will man denn großartig über ein 70 Minuten Hörspiel mit Standardsprechern, Retortenmusik und lausigen Skript dis·ku·tie·ren?
      Ich habe die Hörbücher von Simon Beckett und Cody McFadyen sehr gerne gehört. Da stimmte das Gesamtkonzept. Brutale Gewalt um der Gewalt willen, mag ich gar nicht. Weder in Filmen noch in Hörspielen. Die erste Szene im Labor vom END OF TIME fand ich beispielsweise schon hart. Orangener Bereich würde ich sagen. Bei Fitzeks Hörbüchern ist mir Gewalt nie so stark aufgefallen oder über aufgestoßen. Da fand ich Blutlinie oder Menschenmacher schon "schlimmer". Ein reines Splatter-Hörspiel wäre so gar nicht mein Ding. Kennt ihr das Hörbuch CLOSER von Donn Cortez? Das war für mich ebenfalls eine gute Mischung aus Story und Thrill. Ein Serienmörder jagt andere Serienmörder...

      Zu der Foren-Problematik: Als Moderator eines anderen Forums (Grafikdesign) kenne ich die Dynamik und Shitstorms die sich über die Zeit so entwickeln. Foren verwaisen immer mehr, der aktive Kreis wird immer kleiner und die Alternativen sind andere Social-Media-Kanäle. In Foren war der Austausch bisher deutlich gehaltvoller, da nicht nur einfach mit 1-Zeilern kommentiert wurde. Meinungsverschiedenheiten sind völlig ok. Aber wenn es ausschließlich um die eigene Befindlichkeit geht, sind auch die neuen Kanäle keine wirkliche Alternative.

      hoerspielkassette schrieb:

      @Ascan von Bargen und @Fader
      Was ich insgesamt SEHR schade finde, den ich mag den Talk.
      Noch mehr Hörspiel Hörer trifft man mittlerweile bei Facebook an und ja irgendwie scheint die große Zeit der Foren wirklich vorbei zu sein. Was ich aber schade finde, weil ich sie als Diskussionsplatform besser finde.


      Siehstewohl, wenn man den Leuten hier gut zuredet, bewegen sie sich manchmal ... ^^ (Und wenn auch nur, weil ich das Gegenteil in den Raum geworfen habe.)

      Ich stimme dir und Fader zu. Vermutlich ist das so, dass sich viele Leute "mal eben schnell" über dieses und jenes bei facebook oder so informieren. Ob es da einen wirklichen Austausch gibt, weiß ich nicht. Nehme aber an, dass es sich auf Ein- bis Zweizeiler reduziert, was da als Feedback kommt. Zum Diskutieren und Austauschen ist so ein Forum wie der Talk, die Freunde oder die Hörgrusler doch besser geeignet. Woran es aber genau liegt, dass der große Austausch und die rege Beteiligung arg zurückgeschrumpft ist ... das müsste man einmal genauer analysieren. Zum Beispiel ist dieser Thread hier ja von der Fragestellung prinzipiell sehr interessant. Daran allein kann es also nicht liegen.

      Zum Inhaltlichen würde ich übrigens sagen, dass es stark von den sonstigen Hör- oder Sehgewohnheiten der Leute abhängt, was sie mögen und was nicht. Vielleicht gibt es auch welche, die sich problemlos krasse Splatter- und Horrorfilme reintun, die aber "Hörspiel" unter "heile Welt"-Erinnerung abgespeichert haben, wo der krasseste Krimi irgendwas von ??? oder TKKG zu sein hat. Wenn dann was kommt, was die "heile Welt"-Sache auf Links krempelt, dann ist man erst einmal verstört. (Zum Thema "Fitzek" kann ich aber nicht viel beitragen, weil ich seine Sachen nicht kenne. - Abgesehen von dem Trailer zu "Passagier 23", der letztens im TV lief. Aber den Film selbst habe ich mir nicht angesehen...)

      Als ich damals die Umsetzung von Ascans 2. Hollms gehört hatte, fand ich das auch heftig. Aber Ripper ist halt kein Kindergeburtstag. (wer mag, direkt zu Anfang der Hörprobe bei YT unter watch?v=SQXbVZxZHVU)

      Oh... Ehrlich? War mir nicht bewusst, dass man das so empfinden könnte... Zumal ich bei dieser Art von Krimi eher auf "Nah- und Detailaufnahmen" verzichte; die eigentlichen, wenig erfreulichen Umstände, die sich bei manchen Szenen ereignen, nicht explizit "ausmale", sondern bewusst vage und "leichter verdaulich" halte. Eben mit Blick auf die sonstigen Hörgewohnheiten und Erwartungen der Leute.

      Sie lassen einem Cor Liewens nämlich andere Sachen durchgehen, als z.B. einem Pater Brown oder Sherlock Holmes.

      Was will man denn großartig über ein 70 Minuten Hörspiel mit Standardsprechern, Retortenmusik und lausigen Skript dis·ku·tie·ren?

      Vorausgesetzt, dass man es überhaupt kennt, natürlich. (Ich könnte jetzt z.B. eben nicht über den Inhalt einer Geschichte des oben erwähnten Autors sprechen, weil ich seine Sachen schlichtweg nicht kenne.) -- Aber es ist schon so, dass ein Austausch hier nur noch selten bis gar nicht zustande kommt. Da werden Threads eröffnet, gehen entspannt unter, ohne irgendeine Rückmeldung; dann werden neue Threads eröffnet, gehen entspannt unter, ohne irgendeine ... etc. p.p. Das kann man schon so attestieren; das hatten wir ja auch schon dann und wann einmal angesprochen und überlegt, woran das liegen könnte.
      Es mag ja chic sein, hier und da mehr oder weniger interessante Beiträge einfach nur still und kommentarlos zu lesen. Aber im Sinne eines Austauschs ... hmm... das war mal anders. Es mag aber sein, da gebe ich MeinOhrenKino recht, dass das eine Vorgeschichte hat, wobei gewisse Dynamiken & "Shitstorms" oder so eine Rolle spiel(t)en.

      Leider gibt es auch in wirklichen Leben so wo ich immer wieder schockiert bin.
      Ich Frage mich was solche Menschen denken.

      Das ist nun wieder eine etwas andere Baustelle. Das eine ist nämlich Kunst & Fiktion. Das andere aber ist das wahre Leben.
      Beides sollte man, wenn irgend möglich, nicht miteinander vermischen. Bei diesen gewissen Menschen, wo du dich fragst, was sie eigentlich denken -- da ist die spannendste Frage vielleicht eher: Wer oder was lässt sie so denken; schaltet ihr Denken vorübergehend aus und lenkt ihre Worte, Handlungen und Taten? Das führt letztlich in die wissenschaftliche Diskussion: "Hat der Mensch einen freien Willen -- und ist vollumfänglich für all seine Entscheidungen, Taten, usw. verantwortlich (zu machen)?" -- Die Wissenschaft sagt dazu ganz klar: Jein.

      Aktuelles Beispiel: Jener Menschenmörder, der auf der anderen Seite der Grenze kürzlich niedergeschossen wurde.
      Sein Geist war beherrscht von jenem Bild, das er sich selbst von einer gewissen "übergeordneten Instanz" gemacht hat. Verknüpfte sich mit den Bildern, Gedanken, Emotionen, die andere sich schon vorher von derselben "Instanz" machten. Bis diese in seinem Kopf ein gewisses "Eigenleben" entwickelte, und alles GUTE und EHRBARE in ihm ausschaltete, was Logik, Ethik, Menschlichkeit, usw. lehren. Dieses selbstkreierte, mit vielen Tentakeln, Ganglien und Dendriten ausgestattete "Gespenst" (Hirn-Gespinst), was er sich selbst geistig zusammenbastelte und ernährte, und teils auch von anderen basteln und bestärken ließ, übernahm schließlich mit unwiderstehlicher Macht die Kontrolle über ihn, führte zur Zerstörung von Menschenleben -- und am Ende zu seiner eigenen Vernichtung, die ihm in seinem Wahn sogar als etwas Segensreiches vorgegaukelt wurde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Oh, es geht ja doch was! Freue mich, vielleicht doch voreilig gewesen zu sein?

      Was Gewalt angeht -- die ist im Hörspiel ja doch nur begrenzt vertreten; vorzugsweise in den Serienkiller-, Giallo- und Horrorgenres. Andere, sehr reale Gewalt findet hingegen nicht statt, ich nenne ein Beispiel:
      Ich las gerade tief erschüttert vom Fall Amanda Hawkins. Diese jetzt 20jährige Mutter zweier Kleinkinder aus Texas wurde gerade zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Warum? Sie hatte sie in einem SUV gelassen, um dann auf eine Party zu gehen. Das war aber nicht alles: --> Zeitungsbericht

      Die Story ist unfassbar -- wie ist ein solcher Mensch gebaut? Wie kommt man dazu, so empathiefrei zu handeln? Das ist auch Gewalt -- aber findet man sowas als Hörspiel? Das wäre doch mal etwas ...

      Nein, lieber nochmal einen DÄMONEN AUS DER SIEBTEN HÖLLE aufsteigen lassen.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

      Fader schrieb:

      Oh, es geht ja doch was! Freue mich, vielleicht doch voreilig gewesen zu sein?


      Ausnahmen bestätigen die Regel. :D

      Fader schrieb:

      Nein, lieber nochmal einen DÄMONEN AUS DER SIEBTEN HÖLLE aufsteigen lassen.


      Apropos "siebte Hölle" ... die Altvorderen beobachteten die "Wandelsterne" und zählten jene, die man mit bloßem Auge erkennen kann, so:

      1.) Sonne (Sonntag, Sonne)
      2.) Mond (Montag, Mond)
      3.) Mars (Dienstag, Tyr / Tyr's Day = "Tuesday")
      4.) Merkur (Mittwoch, Merkur / Odin / Wotan = Wotan's Day, Alt-Englisch: wōdnesdæg
      = "Wednesday")
      5.) Jupiter (Donnerstag, Donar (Donars Tag) / Thor (Thor's Day / Thursday) / Jove / Jupiter)
      6.) Venus (Freitag / Freya (Freyas Tag) / Venus / Aphrodite)
      7.) Saturn (Sat _ n / Saturday)

      Ist also nicht ganz so weit hergeholt, dieser Begriff...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      @Ascan von Bargen

      Ich behaupte mal , das deine Vorstellungskraft auf Grenzen stößt um sowas zu schreiben.
      Um nicht immer und immer wieder Blümchenfälle zu erzählen.
      Da tust du erst recherchieren und wo machst du das !!!

      Und je mehr du erfährst und die Geschichte dazu scheibst erahnst du erst das Grauen dahinter.
      Oder Zensiert du es schon in voraus ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „SchattenMan“ ()

      Ich gehe erfahrungsgemäß davon aus, dass die Leute aus der "Hörspielgemeinde" sich durch Hörspiele bloß "nett unterhalten" lassen wollen, mehr nicht. Da "zensiere" ich, wenn angebracht, sehr gerne im voraus, sicher; ich liefere dann also "nette Unterhaltung", ("Blümchenfälle"), und mache einen weiten Bogen um unerfreuliche Sachen, wie z.B. um die erschütternde Tragödie von Texas, die Fader in der Zeitung entdeckte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      @Ascan von Bargen

      Bitte nicht falsch verstehen ich wollte dich nicht verärgern.
      Hätten solche Autoren überhaupt so einen Erfolg gehabt wenn sie klassische schablonen genutzt hätten.
      Um überhaupt aufzufallen wie kann man das noch überbieten deswegen finde ich Blümchenfälle als ( #blinker# und sage nicht , das du darüber nicht geschmuselt hast) einfache und leichte Kost.
      Und das alles nur als Unterhaltung zu verstehen ist gehe ich mal von aus.

      Wäre schön wenn du was erzählen würstest wie du was zensiert und warum liegt es an der Geschichte vielleicht nennst du Beispiel.

      Tragödien wenn man das alles vorher wüsste.
      Nein, alles gut! Hier ist niemand verärgert! Schon gar nicht wegen dem lustigen Ausdruck "Blümchenfälle" -- ich weiß ja, was du damit meinst und sagen willst.

      Wäre schön wenn du was erzählen würstest wie du was zensiert


      Damit meinte ich die berühmt-berüchtigte "Schere im Kopf", die immer aktiv ist. Das kann manchmal eine einzelne Formulierung, ein bestimmtes Wort sein, das man durch ein anderes ersetzt, etc.

      und warum liegt es an der Geschichte vielleicht nennst du Beispiel.


      Ich weiß nicht, ob ich dich jetzt recht verstehe. Ich fasse es so auf: Weshalb ich z.B. nicht so etwas als Story schreiben würde, was da in Texas passiert ist, (in dem oben erwähnten Artikel, den Fader beisteuerte)?
      Da könnte man einen Justiz-Thriller draus machen, à la David Baldacci oder John Grisham. Man könnte auch ein Melodram draus machen. Beides ist aber nicht mein Metier. Und, schau, der geneigte Hörspielfan mag seine gemütliche, ca. 50 Minuten dauernde Krimi-Unterhaltung. Diese sollte -- genau wie du es sagst -- "einfache und leichte Kost" sein. Nichts Bedrückendes oder sonst wie Niederziehendes.

      Tragödien wenn man das alles vorher wüsste.

      Ja. Ein wahres Wort. -- Aber wir lernen dazu, wir entwickeln uns weiter.

      Du meinst damit sicherlich: "Wenn man manches vorher gewusst hätte, hätte man da und dort anders entschieden, um ein Unheil zu verhindern"?

      Da könnte man jetzt sicher drüber philosophieren, was DANN geschehen würde, oder was DANN statt dessen geschehen wäre / hätte / könnte ... Das ist aber nutz-, sinn- und zwecklos, weil der entsprechende Zug nun mal abgefahren ist. Und Philosophie ist eh so eine Disziplin ... wie es mal ein humorvoller Zeitgenosse sagte: "Philosophie ist der Versuch, in einem völlig dunklen, abgeriegelten Raum mit bloßen Händen eine flinke, schwarze Katze zu fangen, die sich aber gar nicht in dem Raum befindet." ^^
      Ich persönlich habe da kaum Grenzen was Gewaltdarstellung in Hörspielen (oder auch Filmen) angeht.
      In Hörspielen sowieso nicht, in Filmen hört es bei mir aber auf, wenn reale Szenen gezeigt werden- leider ist da "Tiersnuff" gar nicht so selten wie man meinen sollte. :thumbdown:

      Erstaunt war ich allerdings als ich mir "Konga, der Menschenfrosch" aus der Macabros-Reihe anhörte:
      Da werden in den ersten Minuten schon Frösche lebendig festgenagelt, um ihnen die Haut am lebendigen Leib abzuziehen. 8|
      Klar, ist nur eine Erzählung, ich kann mir aber kaum vorstellen dass man damit heute noch durchkäme.
      Das würde wohl in einem Shitstorm sondersgleichen enden...
      Dieser Beitrag ist ein Anti-Terror-Anschlag des Asozialen Netzwerks!

      Meine Hörspiel und Hörbuchsammlung
      Ich kann @hoerspielkassette verstehen. Bei mir ist es auch so, dass mich seit ich Vater bin manches viel mehr trifft, als früher als ich ziemlich sorglos durchs Leben ging und mir eigentlich nichts nahe ging. Das hat sich stark geändert. Tierleid und Tierquälerei in Filmen oder Hörspielen ist für mich fast nicht zum aushalten, ähnlich ist es bei Kindern. Trotzdem habe ich gerade Sebastian Fitzek als Autor unglaublich schätzen gelernt. Er und Sinon Jäger machen großartige Hörbücher. Hier kann ich dich deutlich mehr „aushalten“. Vielleicht liegt es daran dass die Fitzek-Geschichten alle ein Happy End haben. Zumindest jene die ich kenne. Oder aber ist die Geschichte an sich, abseits des unguten Geschilderten so packend und so gut, dass ich drüber weg sehen kann? Ich weiß es gar nicht so genau. Besagte „Schändung“, die ich auch gerade höre, hatte auch eine Szene in der man Detail reich schildert wie ein Mann zusammen geschlagen wird, die für mich fast zu viel des Guten war.

      Ich kann also für mich schreiben, dass ich mit dem Alter deutlich sensibler geworden bin, aber über einzelne Szenen hinweg sehen/hören kann, wenn die Gesamtgeschichte sehr gut ist.
    Hier geht's zum HÖRSPIEL-PLAYER ...