Neue Gruselserie

      Mittlerweile habe ich auch beide Folgen gehört. Hatte keine hohen Erwartungen. Bin auch kein großer/nostalgischer Fan der Neon-Grusel-Serie, da ich sie erst als Erwachsene kennengelernt habe.

      Positiv sind die Sprecher. Es sind alles bekannte Stimmen aus den Europa-Hörspielen bzw. bekannte Schauspieler. Die erste Folge hat mir vom Thema her gut gefallen, die zweite war thematisch nicht so mein Geschmack.

      Die Musik und auch die Geräuschkulisse hätten wesentlich besser und stimmiger sein können. Da gibt es bei den Labelkonkurrenten schon wesentlich bessere Beispiele, wie gutes Sounddesign geht.

      Die Dialoge. Ja, die hätten vielleicht in Verbindung mit den Geräuschen etwas straffer sein können. Und in der ersten Folge konnte ich einmal nicht wirklich folgen, wer wer ist. Und habe mich gefragt, wo kommt der denn jetzt her? Kann aber auch sein, weil ich Folge 1 zwischen Feierabend und Sport mal eben schnell gehört habe. Da fand ich dialogmäßig die zweite Folge schon etwas besser. Obwohl ich relativ zum Ende hin beim Zuhören etwas abgeschaltet habe, weil mich die Story nicht fesseln konnte.

      Mein Fazit nach den ersten 2 Folgen: Kann man mal zwischendurch hören, wenn man keine großen Erwartungen hat. Bekannte Sprecher machen nicht automatisch ein gutes Hörspiel.
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      Wo ich die Folgen zuerst gehört habe (ist schon ein paar Tage her) habe ich genau so reagiert wie @Markus G. .
      Nach den Dritten und Vierten mal hat es mir gefallen einige Folgen mehr andere weniger ist themenabhängig.

      Es hat schon seine Gründe warum man mit eine 1 beginnt.

      Die Grusel Klassiker von H. G. Francis steht für sich selbst.
      Man hätte nur verlieren können so hat das Team Europa alles richtig gemacht.

      JA es ist anders und gewöhnungsbedürftig und hat sein reizt wenn man sich darauf einlässt.

      Hört euch die Folgen noch mal an. #jaja#

      Meine Meinung zu den ersten beiden Folgen

      So, nach längerer Abwesenheit auch mal wieder was von mir.

      Zu Folge 1: Polterabend - Nacht des Entsetzens

      Ehrlich gesagt kann ich an dieser Stelle die teils harsche Kritik nicht so ganz nachvollziehen. Aber gehen wir das ganze Mal Stück für Stück durch.

      Musik und Atmosphäre: Ja, es gibt wenig Zwischenmusik und ja, die "Titelmelodie" (insofern man sie denn so nennen kann) ist gewöhnungsbedürftig. Aber gerade im Vergleich zu den letzten Minninger'schen Machwerken bei den drei ??? finde ich hier die Musik überwiegend stimmig. Mehrere Musiken aus "älteren" Europa-Zeiten tragen dazu maßgeblich bei. Darüber hinaus finde ich die Atmosphäre an sich großteils sehr dicht, was einerseits am Schauplatz (immer ein und dasselbe Haus) und andererseits an der Tatsache liegt, dass die SprecherInnen großteils gut miteinander harmonieren. Der Aspekt "Grusel" kam für mich mehrere Male deutlich zum Tragen (sei es die Kellersezene, die Küchenszene oder die Szene mit der Wanduhr und natürlich der Showdown) und gerade hier muss ich Minninger ein großes Lob aussprechen, da es nicht so "Hau-Drauf-Action-Grusel-Kitsch" ist, wie es in vielen neueren Produktionen der Fall ist, sondern es handelt sich um eine subtilere Art von Grusel. Ich weiß nicht, wie ich das genauer spezifizieren soll, aber all die genannten Szenen sind so einprägsam, dass sie mir viel mehr und länger in Erinnerung bleiben werden als beispielsweise irgendwelche schreienden Zombies oder ähnliches (zum Beispiel im Vergleich zu neueren Sinclairs - wobei mir schon klar ist, dass gerade die Edition 2000 eher actionlastig ist).

      Sprecher: Ich glaube es ist wirklich lange her, dass ich ein Hörspiel gehört habe, in dem beinahe ausnahmslos wahnsinnig gute SprecherInnen vorkommen. Besonders hervorzuheben sind meiner Meinung nach Regina Lemnitz, Judy Winter und auch Andreas Fröhlich, der hier endlich mal "authentisch" klingt und nicht so seltsam verstellt bzw. gekünstelt wie Bob in letzter Zeit häufiger. Ebenfalls gut gefallen haben mir Rosemarie Wohlbauer und auch Katja Brügger, deren Stimme meiner Meinung nach schon allein dadurch hörenswert ist, dass sie sich im "Einheitsbrei" der neueren Sprecherriege deutlich durch ihre Stimme abhebt. Mit "Einheitsbrei" meine ich dann solche Stimmen wie die von Madeleine Tusk, das war gar nicht gut für meine Verhältnisse (sehr anstrengend zuzuhören). Ein weiteres großes Plus besteht darin, dass das Hörspiel großteils im Ensemble aufgenommen wurde. Man merkt deutlich, wie teilweise spontan aufeinander reagiert wird und es entwickelt sich eine gute Dynamik.

      Handlung: Da ich nicht spoilern möchte, gehe ich an dieser Stelle nicht großartig auf die Handlung ein. Positiv fand ich, dass im Hinblick auf die Spannung eine klare Entwicklung von der anfänglichen Idylle hin zum "Schrecken" am Ende hörbar war. Das hat mir gut gefallen und erinnerte mich einmal mehr an die 80er-Gruselserie. Was mir weitaus weniger negativ aufgestoßen ist, als vielen anderen, sind die Dialoge in der Folge. Klar, man kennt Minninger und weiß, dass er gerne mal dazu neigt, den einen oder anderen "sinnlosen" Satz mit einzubauen, aber wirklich schlimm fand ich das nicht. Andererseits hätte das Hörspiel auf diese Weise vermutlich um ca. 5 Minuten kürzer und dadurch die Handlung noch knackiger werden können. Ich fand die Laufzeit aber nicht zu lang. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende (jeder, der die Folge schon gehört hat, wird wissen, was ich meine).

      Cover: Auch hier muss ich (ok, so langsam reicht's dann :D ) sagen, dass mir das Cover gut gefällt. Ich mag den Zeichenstil, die Remininszenz an die alte Gruselserie durch die Farbgebung und auch die Aufmachung des Serientitels (Schriftart und Logo).

      Alles in allem handelt es sich hier meiner Meinung nach um ein über weite Strecken ünberzeugendes Gruselhörspiel, das besonders durch seine herausragenden SprecherInnen besticht. Hier kann man mit gutem Gewissen 11/15 Punkten geben.

      Zu Folge 2: Yeti - Kreatur aus dem Himalaya

      Witzigerweise kommt Folge 2 bei vielen ja besser weg als die Auftaktfolge - auch das ist bei mir gerade andersherum.

      Musik und Atmosphäre: Über weite Strecken werden auch hier passende Zwischenmusiken verwendet. Dieses "Himalaya/Tibet"-Motiv wird für mich aber zu inflationär verwendet und störte mich irgendwann eher als für die der Gegend angemessene Atmosphäre zu sorgen. Im Vergleich zur ersten Folge (in dieser brauchte man aufgrund des Schauplatzes auch einfach weniger) fehlt mir hier die geräuschliche Kulisse an vielen Stellen. Das Europa-Archiv muss doch Unmengen hergeben an Schneesturm, Regen, Mönchsgesang, ... So bleiben gerade die (zu vielen und zu langen) Szenen in und um das Zelt blass und irgendwie belanglos. Das Gebrüll des Yeti fand ich nicht optimal, aber es war in Ordnung.

      Sprecher: Ja, hier liegt jetzt dann wirklich ein weiteres großes Problem dieser Folge. Die Sprecher sind für mich zum großen Teil einfach austauschbar, ich weiß manchmal nicht mal, wer wer ist (entweder liegt es an meinen Ohren oder um den oben genannten "Einheitsbrei"). Besonders krass ist hier der Unterschied zur ersten Folge, man nehme mal die Stimmfarben von Judy Winter, Regina Lemnitz und Katja Brügger (alle drei deutlich unterschiedlich) und vergleiche das mit Marek Erhardt, Marek Harloff und Nico König. Klar: Auch hier sind schon Unterschiede hörbar, aber lange nicht so deutlich und so etwas ärgert mich immer ein bisschen. Nervig finde ich Trixie (ich habe nichts gegen weibliche Sprecherinnen - habe ja oben schon Madeleine Tusk kritisiert - aber das klingt immer so hysterisch und kreischig, das stört mich doch sehr).

      Handlung: Auch an dieser Stelle wieder nicht allzu viele Worte zur Handlung. Die Szenen im Zelt habe ich bereits angesprochen (und hier spoilert man nicht mal, wenn man sagt, dass wirklich nichts, aber auch rein gar nichts passiert, außer dass Essen gekocht wird). Auch das Ende ist für mich (in dieser Folge noch viel mehr) fragwürdig als in Episode 1. Ja ich weiß, auch in der alten Serie hat man mit Salaün den Dialog gesucht und versucht, ihn zu "beruhigen", aber die Art und Weise, wie das hier geschieht... naja. Gelungen fand ich hingegen die Einstiegsszene und auch noch die Szene direkt vor der Reise in den Himalaya (was aber auch an Rüdiger Schulzki lag). Alles in allem ist mir diese Folge aber viel zu langatmig und man hätte diese guten Gewissens um etwa die Hälfte kürzen können.

      Cover: siehe oben - der Yeti ist aber doch etwas zu unproportional im Vergleich zum Rest.

      Insgesamt betrachtet also ein "Grusel"hörspiel ohne echte Höhepunkte mit einer fragwürdigen Auflösung und einer - meiner Ansicht nach - bescheidenen Sprecherauswahl- und leistung. Zu mehr als 7/15 Punkten kann ich mich hier beim besten Willen nicht durchringen.
      #roll# "Worte, nur Worte nur Worte..." #roll#
      @kai1992 Danke für die Rezi und schön dass Du wieder vorbei geschaut hast. Trifft zwar nicht so meine Meinung aber ganz stimmig erklärt.

      Zu den Sprecher/innen zu Folge 1 muss ich nach mehrmaligem Hören schreiben, dass sie zwar alle tolle Stimmen sind und auch Europa-Nostalgie verbreiten, aber für mich zu einem überwiegenden Teil zu alt klingen. Im Nachhinein hätte ich mir für einen Polterabend jüngere Stimmen gewünscht.

      Nichts desto trotz kann ich mit dem Start leben.
      @markus G.: Das mit dem Alter habe ich mir tatsächlich auch gedacht. Ich finde aber, dass die Figuren hier - bis auf manche Passagen von Heidi Schaffrath - dennoch authentisch klingen. Mir persönlich ist es, wie bereits angesprochen, wichtiger, dass die Stimmen klar unterscheidbar sind und das ist in Folge 1 definitiv der Fall. Aber das ist sowieso ein allgemeineres Problem (ich glaube, hier gab es sogar mal einen Thread), dass die Stimmen heute irgendwie austauschbarer wirken als noch vor einigen Jahren.
      #roll# "Worte, nur Worte nur Worte..." #roll#
      SUPER Nachricht, dass eine 4 Folge angekündigt wird.
      Habe eine Versandbestätigung für meine CD in den Mails gefunden. Soll bei mir morgen ankommen. Wenn die 3. Folge auch im Stream erscheint, werde ich Sie aber sicher schon direkt morgen früh auf der Fahrt anhören. Bin schon riesig gespannt.
      Wenn Du beim Label direkt bestellst, bekommst Du in der Regel die Hörspiele immer früher. Die Romantruhe verschickt die Hörspiele bis zu 2 Wochen früher wenn Du bei Ihnen ein Abo hast. Ich habe bis dato noch von keinem Label gehört das Strafzahlungen machen musste. Im Gegenteil manche werben sogar damit ihren Kunden früher das Hörspiel schicken zu können.

      Ich habe jetzt gerade das Hörspiel gehört. Eine sehr trashige Geschichte mit Öko-Hintergrund. Das Cover bietet einem einen Vorgeschmack. Ganz kann auch diese Geschichte nicht bei mir zünden. Die Höhepunkte halten sich in Grenzen. Das Finale bietet dann akustisch einiges. Gänsehautszenen sind aber Mangelware. Bei der Schlussszene musste ich aber grinsen.
      Ganz gut, aber immer noch weit entfernt von der alten Serie. Da waren die Folgen kürzer, knackiger und unheimlicher für mich!
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