Dark Trace (Hörspiel-Serie von Maritim)

      Wow, Ascan van Bargens...

      Nichts für Ungut, aber ich heiße gar nicht "van"...

      an das Highscore Music und das Team für das hochladen.


      Ja, genau.
      Und danke auch an Kim Dotcoms Mega-Upload und Co. fürs Hochladen und Monetarisieren.
      Ohne ihn und sein altruistisches Engagement, hätte meine kreative Arbeit sicher nicht so ein großes Publikum erreichen können.

      @Ascan von Bargen

      Erzähl mal etwas über Dark Trace und die Idee dahinter.

      Ascan von Bargen schrieb:

      .... hätte meine kreative Arbeit sicher nicht so ein großes Publikum erreichen können.


      Und mach dich nicht kleiner als du bist. #daumenhoch#

      @WaltermitTH

      Die Serie wird noch viel besser und ist nichts für schwache Nerven.

      Und eine kleine INFO.

      "Unsere youtube-Angebote sind bewusst werbefinanziert - die komplette Serie sowie unseren kompletten Maritim-Katalog gibt es werbefrei überall digital, dh als Download zB bei iTunes oder Amazon und zum Streamen zB bei Spotify, Apple Music, Deezer, Napster und und und bit.ly/sy-faelle"

      SchattenMan schrieb:

      @Ascan von Bargen

      Erzähl mal etwas über Dark Trace und die Idee dahinter.


      Ja, vielleicht später, mit etwas mehr Zeit und Ruhe. Muss jetzt Toastbrot kaufen.

      @WaltermitTH

      Die Serie wird noch viel besser und ist nichts für schwache Nerven.


      Und ist auch kein Grusel, sondern eher "hardboiled"-Krimi und Thriller.

      Und mach dich nicht kleiner als du bist.

      Gut, ich versuche, den Liewens im Zaum zu halten. Weil du's bist.

      Ja, genau. Und danke auch an Kim Dotcoms Mega-Upload und Co. fürs Hochladen und Monetarisieren.Ohne ihn und sein altruistisches Engagement, hätte meine kreative Arbeit sicher nicht so ein großes Publikum erreichen können.
      Profi-Anleitung zum Unglücklichsein: Ich dachte in dem Moment darüber nach: "Wenn ich nur einen Euro erhalten hätte, für jedes meiner Hörspiele, das kostenlos über diese und vergleichbare Plattformen runter geladen wurde ..." -- Soll man nicht machen. Nicht drüber nachdenken oder sich aufregen über manche Dinge. Verhagelt einem nur die Laune und ändert nichts. Nada. Niente. Rien. Nothing. -- Zum ursprünglichen Ärgernis hat man dann auch noch die miese und trübsinnige Laune oder Stimmung, und verbleibt gedanklich doch nur bei "was wenn, wäre, hätte, hätte, Fahrradkette". Ich hab aber glücklich zu sein, zufrieden, entspannt und guter Dinge. -- Trotzdem, wie man sieht: Manchmal, wenn man nicht achtgibt, können einen so düstere Gedanken beschleichen. Zumal, wenn man kurz vorher eine Dokumentation über Kim Dotcom im TV gesehen hat.

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      So, ich hatte ja zugesagt, ein paar Zeilen über die Hintergründe der Serie "Dark Trace" abzuliefern, sobald mehr Zeit und Ruhe für mich wäre.

      Es muss irgendwann Anfang der 2000er-Jahre gewesen sein, in einer enorm produktiven und fruchtbaren Zeit, als mich eine wenig erfreuliche Nachricht erreichte. Der Vater einer ehemaligen Klassenkameradin war urplötzlich und unter schlimmen Umständen aus dem Leben gerissen worden. Ich selbst durchlebte eine jener niederdrückenden Phasen, wo man am Scheideweg steht und Entscheidungen zu fällen hat. Diese schlimme Nachricht war für mich wie ein Weckruf, zu tun, zu schaffen, zu bewegen und was im Leben auf die Beine zu stellen. Denn er konnte das jetzt nicht mehr. Ich aber hatte keinerlei Ausreden fürs Nichtstun.

      Also machte ich mich an einen düsteren Thriller, mit dem Arbeitstitel "Sternenkind". Ich vertauschte darin die Rollen: Der Vater war da, aber sein Kind hatten böse, niederträchtige Menschen ihm entrissen. Und dafür nahm der Vater des Kindes blutige Rache. Ich glaube, ursprünglich spielte die Geschichte in Florenz. Aber mit dem brutalen Racheplot war ich nicht ganz zufrieden. Es war alles so deprimierend und düster. Es fehlte die "unterhaltsame" Note in all den Schrecken. Der Held war ein ebenso düsterer Antiheld, und das Heroische fehlte mir an ihm.

      Ich überlegte, ob und wie ich die Geschichte für den Helden unpersönlicher machen könnte, ohne dass der Held der Story mit oder aus persönlichen Motiven involviert ist. Und was macht man da? Man muss den Mann dienstlich losschicken; er musste also ein Amtsträger sein. Aus dem Arno wurde die Amstel, aus Florenz Amsterdam und Cor Liewens wurde geboren. Die erste Fassung des Scripts war noch gute zehn oder fünfzehn Seiten länger. Und ich überlegte schon, wie und ob ich sie etwas kürzen könnte. In der Zwischenzeit telefonierte ich dann und wann mit Konrad "Konni" Halver, Gott hab ihn selig.

      Er -- einer meiner Kindheits-Hörspiel-Idole -- hatte eine kleine Nebenrolle in "Annwyn - Die Tore der Anderwelt" übernommen und so kamen wir ins Plaudern. Ich sollte unbedingt mal nach Hamburg kommen, da gäbe es eine "von Bargen"-Straße und eine Straße, die "In de Bargen" hieße. Das wäre doch ein Superding, PR-technisch! Yey!

      Wir überlegten, was man eventuell im Hörspielbereich gemeinschaftlich auf die Beine stellen könnte. Und Konrad hatte gerade eben die ersten paar Folgen seines "Kommissar Dobranski" auf den Weg gebracht. Ich schickte ihm mein "Sternenkind"-Script v3.0, [aus der Amstel wurde die Alster; aus Amsterdam wurde Hamburg, aus Liewens wurde Dobranski], ob so was für seine Serie nicht auch passen könnte? -- und er flippte aus vor Begeisterung. Auf jeden Fall! Das machen wir! -- Aber, wie so oft, es kamen andere Dinge dazwischen. Und die Wartezeit wurde mir etwas zu lang, so dass ich das Script irgendwann wieder zurückzog.

      Ich überarbeitete es nochmals links und rechts, straffte es etwas; kürzte Erzählertexte, warf einzelne Szenen raus, schrieb ein paar neue, änderte das Grande Finale; schickte wieder Cor Liewens in Amsterdam ins Rennen, usw. Und auch den Titel änderte ich, denn von dem florentinischen "Sternenkind" war mittlerweile eh kaum noch etwas in der Story übrig geblieben.

      Irgendwann landete es bei Maritim II, in Dortmund, zur Prüfung. Hatte zwar niemand bestellt, aber ich sandte es einfach mal so ein, ob da jemand für Verwendung hätte. Der neue, aktuelle Titel war Bombe, erschien aber als "zu kompliziert" und als "zu exotisch". ("Wer soll denn das aussprechen?") Also änderte ich ihn nochmals, diesmal hieß er "Das zweite Gesicht". Aber ich fand den Titel zu schwach, außerdem hätte man da vielleicht eine Story über hellsichtige Menschen erwartet. Da wäre das Mißverständnis vorprogrammiert gewesen.

      Ich überlegte hin und her, und entschloss mich dazu, das Dingen einfach "Die Bestie von Amsterdam" zu nennen. Ziemlich reißerisch, okay ... und nicht mehr der Hauch von Poesie im Titel. Aber vielleicht, so überlegte ich, würde dieser Titel zumindest den Fahrplan der Storyline kenntlich machen. Ich weiß nicht mehr genau, wer von den Maritim-Leuten damals auf die Idee kam, daraus gleich eine Serie zu stricken. (Für mich war es eine einmalige, abgeschlossene Story. Madeleine van der Zee hatte nicht mal einen Namen, hieß nur: "Frau in Zentrale" oder so. Und Cor Liewens wurde gar nicht erst näher beschrieben, wie er eigentlich aussieht, welche Statur, Haarfarbe etc. er hat. Später habe ich das so gelassen, damit die Leute sich ihr eigenes Bild von ihm basteln können. Machen sie ohnehin.)

      Also überlegt man sich einen griffigen Serientitel. Der Mode entsprechend, einen angelsächsischen mit deutschem "Untertitel".

      Ich wünschte mir, glaube ich, nur zwei Leute als Sprecher: Thomas Danneberg, der meine Kindheit und Jugend als deutsche Stimme von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Terence Hill, Adriano Celentano, Dennis Quaid, John Travolta u.v.m. zum Leuchten gebracht hatte. Und Melanie Manstein, die ich irgendwo gehört hatte, und deren Stimme ich bis heute liebe.

      Dass aber auch noch Daniela Hoffmann (dt. Stimme von Julia Roberts / Jamie Lee Curtis / Calista Flockhart), (!) Udo Schenk (!) und auch noch Niels Clausnitzer (007 - Roger Moore!!!!) mit von der Partie sein würden -- und natürlich auch der unvergessene Norbert Gastell... und Sandra "Milla Jovovich" Schwittau (!!!) und Andreas Borcherding usw. usf. -- das konnte ich damals natürlich noch nicht ahnen. (Wie die Umsetzung dann wurde und klingt, das könnt ihr oben in dem verlinkten youtube-Beitrag hören.)

      Es wäre sehr schön gewesen, auch den großen Achim Höppner mal dabei zu haben ... und ich hatte da auch schon etwas Passendes geschrieben ... aber manchmal kommt das Schicksal einem in die Quere, tja... Das passierte dann auch, als Folge zwei und drei in Windeseile geschrieben waren. Alle Rollen waren aufgenommen, wobei in Folge zwei gleich der nächste "James Bond"-Sprecher sein Debut "bei mir" gab: Lutz Riedel, (007 - Timothy Dalton). Nur die Hauptrolle machte Kopfzerbrechen, weil Thomas Danneberg leider aufgrund von Umständen eine Weile ausfiel, über die ich nicht viel weiß. Die Frage war: Warten, bis "der Tommy" wieder im Einsatz ist? Oder umdisponieren? Der Verlag entschied sich für zweitere Variante, und ab sofort übernahm Martin Keßler die Hauptrolle des Cornelius "Cor" Liewens.

      Im Nachhinein betrachtet, da zog sich das "Sternenkind"-Drama noch weiter. Einzelne Motive davon tauchten noch einmal in "Das Imperium des Blutes" auf. Und natürlich auch in "Der Florentinische Spiegel", weil diese "Florenz"-Sache mich einfach nicht loslassen wollte. Man merkt das den Geschichten auch an, finde ich, ob und wodurch sie getragen werden. Folge vier, fünf und sechs hatten zwar auch so ihre Momente, aber irgendwie fehlte mir da etwas der "Thrill". Jede Menge schräger Humor und ein paar brutale Action-Szenen, okay. Aber ... dieses ganz besondere Feeling der ersten drei Teile war mir etwas abhanden gekommen, durch verschiedene Umstände. Folge sieben war einerseits wieder ein Schritt in die richtige Richtung, andererseits mangelt es ihr an Originalität. Zu sehr geistert darin ein gewisser, sehr bekannter und gefürchteter Doktor herum, dessen Schattenriss jedoch vom "amtierenden James Bond" Dietmar Wunder auf eindringliche, packende und furchteinflößende Weise interpretiert wurde. (Und der hörbaren Spaß daran hatte, mal den Schurken zu geben. Aber auch als Sante della Vigna, in "Insignium", den viele als "Vatikan-Bond" bezeichneten, machte er eine brillante Figur! - Mit Frank Glaubrecht, (007 - Pierce Brosnan), der in "Annwyn - Die Tore der Anderwelt II" die Hauptrolle übernahm, sind es, wenn ich richtig gezählt habe, nun vier "James Bonds" in "meiner Hörspiel-Sammlung".)

      Apropos "Sante della Vigna": Wenn ich mich nicht ganz irre; um sicher zu gehen, müsste ich nochmal die alten Unterlagen raus kramen, wozu ich ungefähr gar keine Lust verspüre; hieß der Racheengel aus dem ursprünglichen "Sternenkind"-Drama genauso. Und er war als Persönlichkeit bereits so stark und präsent, dass ich schon damals wusste: Von diesem Mann würde man noch so einiges hören, in Zukunft. Auch wenn er noch einige Metamorphosen zu durchlaufen haben würde; auch wenn seine Zeit jetzt noch nicht gekommen war.

      Es folgte, nach vielen Turbulenzen und diversen Umwälzungen, irgendwann das Abenteuer "Nemesis", ("MindNapping: Dark Trace"), was hier und da auch packende Momente bietet. Aber auch da ist mir bis auf weiteres nur "Thema und Variation" gelungen, das elende Schicksal des Genre-Autoren. (Aber gut -- immer noch besser, spannender, actionreicher und unterhaltsamer als so manch anderes, was einem heutzutage als 'Krimi' aufgetischt wird.)
      Zumal es noch einen abgefahrenen "Twist" geben musste, statt ein simples "Showtime!"-K.O. Ich befürchtete zudem, dass die "emotionalen" und "gefühligen" Momente vielleicht das Abenteuer schwächen würden und hatte schon seitenweise mit Rotstift heraus gekürzt. Kein Sex mit Stine, kein Drama mit Madeleine, keine anzüglichen Sprüche, usw. -- Im Nachhinein betrachtet, sind das aber mit die stärksten Szenen in dem ganzen Streifen. Nicht, weil es mir da gelungen wäre, das Rad neu zu erfinden. (Im Krimi ist es halt Pflicht, Sachen zu sagen, wie: "Oh... XY ist tot." - "Qui bono?" - "Wo waren Sie denn so gestern gegen Viertel vor Tagesschau?")

      Aber immerhin ist mir da etwas Menschliches gelungen. Szenen, die menschlich, lebendig und authentisch sind. Und deswegen kraftvoll.

      Überhaupt, wenn man Cor Liewens eines zugute halten möchte, dann ist es der Umstand, dass er selbst heutzutage kein Blatt vor den Mund nimmt. So einem erzähle was von Gender-Mainstreaming, political correctness oder #metoo. Der Mann nennt das Kind lieber beim Namen. Seine Devise ist immer: "Leben und leben lassen." Oder, wie er es sagen würde: "Mach doch, was du willst - aber lass mich und andere gefälligst damit in Ruhe, klar soweit?"

      Ob es gut und wünschenswert ist, dass er sich hier und da etwas zu weit vorwagt -- in der Fiktion mag das eine nette Projektionsfläche sein. Wir mögen Helden, die einen Scheiß darauf geben, ob sie sich nun moralisch oder sonst wie einwandfrei verhalten. Sie sollen das kreischende Mädchen retten und am Ende den Bösewicht stellen. Und zwischendurch das Publikum an Heldentum, Kraft, Aktion, Mut und Tapferkeit, Ehre, Disziplin, Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Willenskraft und andere Tugenden erinnern. Mehr nicht. Cor Liewens tut das. Unfreiwillig. Denn es interessiert ihn nicht die Spur, ob ihn jemand als "tugendhaft" bezeichnet oder als Penner. Er tut einfach nur das, was getan werden muss. Und er tut das Richtige, w e i l es das Richtige ist.

      Wenn er zu sehr in den Strom zerstörerischer Gefühle und Gedanken gerät, hat er Stine Lindbergh als liebevolles und harmonisches Regulativ an der Seite. Die einzige Person, auf die er überhaupt noch hört und Wert legt. (Lennard van Halen ist ja nicht mehr. Auch er hatte diese Kraft, Cor wahlweise zu mobilisieren, aber auch notfalls abzubremsen.) Madeleine van der Zee ist er nach wie vor emotional verbunden, er schätzt auch seinen Kollegen Bas de Jonge oder die Erfahrung eines Dr. Gormans. Aber was die nun sagen oder denken mögen, wen juckt das schon? Cor Liewens jedenfalls nicht. Er hat seinen eigenen Kopf.

      Und manchmal, wie in Folge 2, greift er auf verstörende Weise der Zukunft voraus, wenn er z.B. den gefürchteten "Death Dealer" flambiert, der erst Jahre später tatsächlich in Amsterdam auf den Plan trat und dort viele Unschuldige zu Tode brachte, indem er ihnen Weißes Heroin statt Kokain verkaufte.

      Man nennt dieses Phänomen landläufig "Synchronizität". Bringen wir uns also lieber mit edleren, erstrebenswerteren Dingen, Umständen, Menschen, Situationen und so weiter in Synchronizität. Denn nicht alles, was im Leben synchron zu irgendwas verläuft und als Manifestation überbordender, vitaler Phantasie gewollt oder ungewollt ins Dasein tritt, muss deshalb gleich gut oder besonders wünschenswert sein.

      Bald geht es mit neuen packenden und atemberaubenden Abenteuern des Cor Liewens weiter. Bis dahin wünsche ich euch mit den bereits veröffentlichten Abenteuern des niederländischen Haudegens spannende, augenzwinkernde und kurzweilige Grachten-Action-Unterhaltung! Ich bemühe mich derweil darum, genreübliche Klischees - "Und wo waren Sie zwischen 21.00 Uhr und 21.01 Uhr?" - weiterhin kunstvoll zu umschiffen; Liewens wieder zu eigener Bestform und zunehmend mehr Menschlichkeit und Originalität zu verhelfen. Lasst die Mädchen ruhig kreischen. Ihr Retter naht.

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      Gern geschehen.

      Ich will mal sehen, ob ich noch die alten, handschriftlichen Entwürfe irgendwo rumfliegen habe. Da könnte ich das eine oder andere mal noch präsentieren.
      (Vielleicht war das auch der Unterschied ... die ersten drei Folgen habe ich, wie fast alles damals, von Hand geschrieben. Später dann, als sich die Taktzahl erhöhte, fing ich an, direkt zu tippen, um Zeit zu sparen. Ist aber nicht dasselbe, ob man von Hand schreibt oder etwas tippt.)

      P.S.: Jetzt habe ich mir die alte Story via youtube nach langem zeitlichem Abstand mal wieder angehört. Mein Eindruck: Sonderbar. Fremd. Spannend zwar, aber doch irgendwie fremdartig. War eine andere Welt, früher. Ein anderes Leben.

      Aber äußerst interessant fand ich, dass Liewens hier zwar schon irgendwie als Liewens erkennbar ist, aber im Laufe der Zeit doch eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen hat. Schön, dass es schon mehr als 4.000 Klicks gibt, und viele Leute die Story mögen. Dass es auch zweieinhalb andere Stimmen gibt; bitte, das ist Teil des Spiels. Falls Teil 2, "Das Imperium des Blutes", noch hochgeladen werden sollte, da wird das sicherlich ganz ähnlich sein. Macht aber nix. Kriegen es ja dann kostenlos präsentiert; hat also niemand einen Verlust, dadurch.

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      Erst einmal vorweg, klasse Ascan, mit solchen Backgroundinfos macht das Hören nicht nur doppelt Spaß, sondern dreifach. Mindestens. Erinnert mich an die alten Van Dusens, die sich Highscore einverleibt hat, erst schrie ich "Pfui, böser, böser, Pobot, das ist keine Ware zur Kommerzverwurstung, Finger weg!", dann aber als ich das mit den Interviews und dem Hochleben der alten Zeiten am Ende der Fälle gehört hab, hätt ich ihn abbusseln können, den lieben, lieben Sebastian.

      SchattenMan schrieb:

      Da hat Carsten Hermann und Team ein gutes Händchen für Geschichten und Vielfalt gehabt.

      Das hat er recht oft gehabt. weit öfter als diejenigen, die sich immer über seine angeblichen Billighörspiele lustig gemacht haben.

      WaltermitTH schrieb:

      Ich muss noch schauen, wann ich das höre, denn abends im Bett (meine Frau hasst Grusel)

      Ist keinesfalls Grusel, sondern sind "reinrassige" Thriller.

      Ascan von Bargen schrieb:


      Nichts für Ungut, aber ich heiße gar nicht "van"...

      Thomas von Heesen hatte seinerzeit schon den Europapokal der Landesmeister gewonnen und wurde von etlichen Sportreportern weiter "van Heesen" genannt, Korrekturversuche hatte er längst aufgegeben ;)

      Und danke auch an Kim Dotcoms Mega-Upload und Co. fürs Hochladen und Monetarisieren.
      Ohne ihn und sein altruistisches Engagement, hätte meine kreative Arbeit sicher nicht so ein großes Publikum erreichen können.

      Ui, die will ich aber auch sehen. Mal sehen, ob man die irgendwo stilecht illegal runterladen kann :D

      "Wenn ich nur einen Euro erhalten hätte, für jedes meiner Hörspiele, das kostenlos über diese und vergleichbare Plattformen runter geladen wurde ..." -- Soll man nicht machen.

      Ist ehrlich gesagt auch eine totale Milchmädchenrechnung. Dass etwas heruntergeladen wurde, das heißt keinesfalls, dass es auch gehört wurde. Wenn wir mal ganz weit zurückgehen, in die Flegeljahre des Internets und von uns selbst, dann erinnere ich mich an folgendes Szenario. Unser Studentenheim (500 oder 600 Bewohner, das ums Eck hatte sogar vierstellige Zahlen), eines der ersten des Landes mit Internet auf allen Zimmern, deshalb bin ich da auch eingezogen, hatte einen Server, da haben alle wie der Teufel rauf und runtergeladen. Filme, Serien, Musik, Hörspiele (Hörbücher waren damals noch nicht das große Ding), ein schweinisches Video mit Pamela Anderson, falls noch jemand weiß, wer das war, etc. Der alte Sammelzwang, zudem hatte jeder im Hinterkopf, dass das vermutlich nicht ewig so weitergehen wird, auch nicht mit Napster, was aber zu meiner Studienzeit noch nicht illegal war. Kann man ja schon mal alles runterladen, wenn dieses Internet dann im Jahr 2000 oder so zugesperrt wird, was man hat, das hat man. Richtig konsumiert wurde bestenfalls ein Bruchteil, also außer dem schweinischen Video mit Pamela Anderson natürlich, wenn die für jeden Wich... äh angehenden Akademiker, der dies in einer Fallstudie wissenschaftlich analysiert hat, einen Euro bekommen hätte, dann wäre sie natürlich jetzt wirklich der reichste Mensch der Welt. Egal, ob Filesharing, gemeinsame Server oder später die OCH, wirklich hören oder schauen was ganz anders. Die Abrufzahlen bei Youtube oder Spotify sind da natürlich schon was anderes, aber das sind halt auch die stärksten Vertriebsplattformen der Welt.

      Was letztlich zählt, Leute wie Ascan von Bargen und Andreas Masuth haben reichlich Fans, die immer Bock auf eine neue Story dieser Federn haben. Und das ist für die Romantruhen, Highscores etc. dieser Welt hoffentlich Grund genug, ausreichend Nachschub zu bestellen.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      Also ... DAS nenne ich mal eine Motivationsspritze! Vielen Dank für diesen tollen (und sehr wohltuenden) Beitrag, Chris!

      Pamela Anderson ... na klar, kenne ich die. Wobei ich gestehen muss, dass ich nie einen Film mit ihr / von ihr gesehen habe, (Baywatch oder so was. Keine einzige Folge habe ich mir davon angesehen.) -- Eine Ausnahme bildet da tatsächlich nur das schöne Flitterwochen-Video mit Sonne, Yacht und Meer; mit ihrem damals frisch angetrauten Ehemann Tommy Lee, (Schlagzeuger von Mötley Crüe). Und mittlerweile längst Ex-Mann. (Schade um die beiden, sie waren wirklich ein schönes, ein gutes Paar.)

      Schöner Vergleich, trotzdem. Ich hab das Milchmädchen mittlerweile aber eh schon wieder beruhigen können ...
      ^^

      Gerne gebe ich hier noch etwas als kleinen Bonus, was vielleicht nicht gleich augen- bzw. ohrenfällig ist:

      Obwohl später, nicht zuletzt durch das sexy und modebewusste Luder Madeleine van der Zee provoziert, die Fashion-Marke "VERSACE" eine gewisse Rolle in der Serie spielt, (Provisionen dafür hier rüber, danke!), ist die allererste Fashion-Marke, die bei "Dark Trace" erwähnt wird: ARMANI. (Giorgio? Weißt du Bescheid, 'ne? Hier rüber!)
      ^^

      Obwohl später eine Art "running gag" sich bei "Dark Trace" breit machte -- Dr. Stine Lindbergh, (Junge, Junge, die hat aber auch einen geilen A... ähem... eine geile "Attitude"...), jedenfalls, sie arbeitet also in der Pathologie, plötzlich macht es "BLAMM!", die Tür knallt auf, Liewens poltert rein, Stine kreischt erschrocken auf und lässt alles fallen, was sie vielleicht grad in Händen hält und schimpft los: "LIIIEEEWENS! Müssen Sie mich immer so erschrecken?!" -- ist es in Folge 1 genau andersherum! Da ist es Cor Liewens, der sich gerade hochkonzentriert mit den Details des Falls auseinandersetzt ... und urplötzlich von Dr. Stine Lindbergh einen gehörigen Schreck eingejagt bekommt!
      ^^

      Auch bemerkenswert: Der Pathologe Dr. Gormans, "der Leichenflüsterer", wird dann und wann erwähnt, leistet tolle Arbeit und so... aber er tritt in der Serie niemals selbst auf. Er ist mehr so eine Art Phantom, das zum Kreis des Cor Liewens-Teams zählt. Da mir sein "Schattendasein" leid tat, erlaubte ich ihm, sich in "Nemesis" (MindNapping: Dark Trace) endlich einmal zu zeigen und auch ein paar Worte zu sagen. Und er ist zwar ziemlich schüchtern und zurückhaltend, hat aber seinen kurzen Auftritt ziemlich glaubhaft und überzeugend absolviert.
      ^^

      Die Figurenzeichnung habe ich, wie schon einmal erwähnt, recht vage gehalten. Wir wissen lediglich, dass Liewens anfangs zwischen den beiden Frauen, seiner Sekretärin Madeleine (rothaarig), und der Gerichtsmedizinerin Stine (weizenblond) hin und her gerissen ist. Beide sind auf ihre Weise enorm weiblich. Ein genaues Vorbild gab es für sie jedoch nicht.

      Wenn jemand die Stine Lindbergh in einer Verfilmung darstellen sollte, dann würde ich aber sicher sagen: Lasst das Lilian Klebow machen!
      Sie entspricht 100%ig dem Typus Frau, dem auch Stine Lindbergh zugehört ... angehört ... na, Dingens, ihr wisst schon.
      Beim Rumzappen im TV habe ich diese wunderschöne Frau gesehen, ein paar Minuten tief durchgeatmet, den Puls dann wieder so halbwegs unter Kontrolle gebracht und dabei gedacht: "STINE?! Was machst DU denn da im Fernsehen?!" (Kann auch sein, dass ich zuerst dachte: "Alter Verwalter! Wer ist DAS denn?!" Und erst danach Stine erkannte... keine Ahnung, so genau weiß ich das jetzt nicht mehr.) Aber der Grundgedanke ist, denke ich, klar geworden.
      :)


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      Aber gerne doch.

      Ascan von Bargen schrieb:

      Sie entspricht 100%ig dem Typus Frau, dem auch Stine Lindbergh zugehört


      Bei diesem Stine-Lindbergh-Typus habe ich immer Naomi Watts vor Augen, auch wenn diese mittlerweile ungerechter- und unverständlicherweise im Vergleich zu vor 15 oder 20 Jahren älter geworden ist.

      Ich habe übrigens Frau Anderson nicht nur in ihren Flitterwochen gesehen, sondern auch in einem anderen Film, die hat seinerzeit bei Borat mitgespielt :D
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      Bei diesem Stine-Lindbergh-Typus habe ich immer Naomi Watts vor Augen, auch wenn diese mittlerweile ungerechter- und unverständlicherweise im Vergleich zu vor 15 oder 20 Jahren älter geworden ist.
      Was erlauben Watts?!!! :D

      Ich habe übrigens Frau Anderson nicht nur in ihren Flitterwochen gesehen, sondern auch in einem anderen Film, die hat seinerzeit bei Borat mitgespielt
      Ah, dann muss ich sie darin wohl auch gesehen haben. Den Film habe ich mir damals natürlich angeschaut, schon wegen dem legendären - schreiben wir mal Genitiv, statt Dativ -- also: schon wegen DES legendären BadeanzugES (von Borat)! An sehr viel mehr kann ich mich aber auch nicht mehr erinnern, was "Borat" angeht... (Der Film mit den beiden ungleichen Agentenbrüdern, wo auch der Herr Baron drin mitspielt, ist aber sowieso der Beste!)

      Ich habe derweil tatsächlich in meinen alten Unterlagen noch das Original-von-Hand-Script zu "Das Imperium des Blutes" (Dark Trace II) entdeckt. Vielleicht interessiert es ja wen, wie das so aussah, in jenem Mai 2008, als ich da so im Sonnenschein am Tisch saß, vor mir der Collegeblock, rechts davon der Teller mit zu vertilgenden Vorräten an Mohnkuchen, und schräg dahinter ein Glas Coke, und noch dahinter die entsprechende Flasche, aus der fleißig nachgeschenkt wurde... (Es ist ein einsamer Job, den muss man sich so angenehm wie nur möglich gestalten...)

      Wie'n Bekloppten habe ich da geschrieben. Stunden um Stunden... Und auf Sauberkeit, Schönschrift usw. mal gar keinen Wert gelegt. Die Story wollte einfach nur schnellstmöglich raus, aufs Papier. ^^ Könnte also auch für Archäologen bedeutsam sein, die gerne alte Handschriften entziffern wollen, oder so...

      Übungshalber können sie es ja mal mit den Seiten 33 & 34 aus "Das Imperium des Blutes" versuchen.

      Viele Grüße, und viel Spaß beim Entziffern!
      Bilder
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      Heinz Marquardt schrieb:

      @ Ascan von Bargen: Vielen Dank für den ausführlichen Einblick "hinter die Kullissen". Das war sehr interessant zu lesen. Auch vielen Dank für die 2 Dokumente Scans.


      Gern geschehen! #winkewinke#

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      Grundsätzlich ist das immer Sache eines Verlags / Labels, wie und welches Cover da veröffentlicht wird. Direkten Einfluss darauf haben die Autoren nicht, nein.

      Ich will ja noch nicht zu viel über die Inhalte des Dreiteilers verraten. Da geht's schon ruppig drin zu. Für "Straßen des Feuers" hätte ich mir zwar eher ein vulkanisches Motiv gewünscht, oder so etwas wie eine Straße, die sich durch brennende Felder zieht. Das hatte ich seinerzeit auch so kommuniziert. Aber das ist immer nur eine Anregung meinerseits, niemals definitiv; und es hängt auch immer davon ab, welches Bildmaterial in den Archiven jeweils zur Verfügung steht. -- Der derzeitige Cover-Entwurf ist natürlich ein Schocker. (Ich weiß schon, weshalb der Grafiker das so gestaltet hat; denn es geht dabei inhaltlich um etwas wirklich, wirklich Scheußliches, was leider nicht aus dem "Grusel"-Gedöns-Fundus stammt, sondern leider, leider auf wahren Tatsachen beruht. Das Cover ist daher schon sehr passend.)

      Die besagten Straßen des Feuers bin ich 2012 übrigens selbst entlanggefahren, im dunkeln, in der Nacht; mit Flammenwänden, die links und rechts von einem hoch loderten. Als ich später mal einen alten Song von Eros Ramazzotti hörte, worin er singt: "Su queste strade di fuoco ci sono stato molto prima di te" - "Auf diesen Straßen des Feuers bin ich schon sehr viel früher gewesen als du " ... da fiel mir das wieder ein. Und ich dachte mir: "Wow... starke Erinnerungsbilder und -eindrücke ... starker Titel ... da mußt du unbedingt mal was draus machen!"

      Jedenfalls: Soviel darf ich schon mal verraten, der Dreiteiler wird in diverser Hinsicht sehr, sehr spannend und dramatisch! Cor Liewens kriegt es da mit Sachen zu tun, die ihn an seine Grenzen bringen; privat und dienstlich.

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      Neu

      Eine schöne Rezension, die ich mir mit großem Interesse angehört habe:



      Ich finde es übrigens mehr als nur legitim -- und kein bisschen "klischeehaft" -- wenn eine Frau sagt: "Mir als Frau ging das besonders nah".
      Männer sind Männer, Frauen sind Frauen. Alle haben sie ihre besonderen Eigenschaften, Vorzüge und, was menschlich ist, auch ihre Mängel oder Schwächen. Idealerweise sollten beide -- Mann und Frau -- sich unterstützen, durch ihre jeweiligen Vorzüge und Stärken die Mängel und Schwächen des anderen harmonisch ausgleichen.

      In Italien gibt es eine Volksweisheit, die besagt: "Eine gute Frau erhebt einen Mann zum König; eine schlechte Frau macht einen König zum Bettler."

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