Wie man ein verdammt gutes Hörspiel schreibt - Teil 3

      Wie man ein verdammt gutes Hörspiel schreibt - Teil 3

      Das Paradigma
      oder: Die innere Struktur des modernen Dramas

      Nachdem wir in Teil 1 einige Anregungen erhalten haben, wie Autoren zu den Titeln ihrer Werke finden; und nachdem wir in Teil 2 einige wichtige Tipps & Tricks erhalten haben, welche innerlichen und äußerlichen Voraussetzungen das Schreiben begünstigen, wollen wir uns heute einem Bereich zuwenden, den zu kennen für Autoren unerlässlich ist - dem "PARADIGMA".

      In der Antike, wo das Drama als religiöse Veranstaltung mit Masken, Kostümen, Tanz und Musik auf die Bühne gebracht wurde, und der "seelischen Läuterung" oder "Reinigung", (griech.: katharsis), des Zuschauers diente, wurde das Drama (nach Aristoteles) - zumeist eine Tragödie - in fünf Akten inszeniert:

      1.) Exposition
      2.) Steigerung (erregendes Moment)
      3.) Höhepunkt mit Peripetie (dramatischer Wendepunkt)
      4.) Retardierendes Moment (Verzögerung / Hoffnungsschimmer, letztes kurzes Atemholen vor dem Finale)
      5.) Katastrophe oder Lösung (meistens: Katastrophe)

      Das moderne Drama, das wir aus Romanen und Hörspielen - vor allem aber aus Filmen - kennen, ist hingegen in DREI AKTE aufgeteilt. Diese sind, kurz gefasst:

      1.) Exposition
      2.) Hauptteil
      3.) Auflösung (meistens: "Happy End")

      Nun könnte man meinen, eine Geschichte, die mit einer "Exposition" beginnt - also dem, was man im Angelsächsischen "Setup" nennt - dann weiter zu einem Hauptteil führt und schließlich in ein Ende oder Happy End mündet, wäre damit automatisch schon eine gute, spannende und interessante Geschichte. Wie erklären wir uns dann aber das Phänomen der langweiligen, langatmigen Geschichten, die irgendwie so "vor sich hin dümpeln", ohne dass man den berühmten roten Faden (der Ariadne) zu fassen kriegt? Es gibt ja zweifelsohne Storys, die irgendwie "dicht", "kompakt" und "wie aus einem Guss" wirken, die permanent nach vorn streben, ohne nervige Längen zu entwickeln. Aber es gibt auch Geschichten, die zwar einen Anfang, einen Hauptteil und auch irgendwie, mehr oder weniger, einen Schluss aufweisen, die aber dennoch "nicht Fisch, nicht Fleisch" sind. Intuitiv, auch ohne die zugrundeliegenden Regeln zu kennen, spürt man in so einem Fall: "Hmm... die eine Story war toll - die andere... die 'zog sich' irgendwie..."

      Es war der (in Schreiber-Kreisen bekannte) Amerikaner Syd Field, der sich daran begab, das Rätsel darum zu lösen, weshalb manche Film-Drehbücher schon beim Lesen von Anfang an grandios "funktionierten", weshalb man bei anderen aber schon nach den ersten paar Seiten merkte: "Hier stimmt irgendetwas nicht..."

      Bei der Analyse von zig Drehbüchern fand er, dass alle großen, berühmten und erfolgreichen Filme, (und somit die Drehbücher, auf denen sie basierten), einem ganz bestimmten Schema, einer innewohnenden Struktur folgten. Von "Rocky" über "Star Wars", bis hin zum "König der Löwen" - all die großen, packenden Geschichten folgen stets jenem "geheimen, inneren Aufbau", den Syd Field unter dem Namen "PARADIGMA" berühmt machte. - Anhand meines eigenen Scripts zum Psycho-Thriller "X-Tension" will ich das zugrundeliegende Paradigma einmal veranschaulichen. Denn das Tolle daran ist: Selbst wenn man es kennt, schmälert es in keiner Weise seine Wirksamkeit. (Man muss also nicht wie ein Illusionist um die erzielte und erhoffte Wirkung beim Publikum bangen, sobald man einmal "den Trick" erklärt hat. Denn es handelt sich dabei eben nicht um einen "Trick" oder sonstige Gaukelei, sondern viel mehr um ein wirksames, überaus effektives und erfolgreich erprobtes Prinzip des Schreibens.)




      Auf dieser Grafik sehen wir die DREI AKTE des modernen Dramas:
      Akt I entspricht der EXPOSITION (SETUP).
      Akt II entspricht dem Hauptteil mit der KONFRONTATION, bzw. HERAUSFORDERUNG.
      Akt III entspricht dem KLIMAX, dem Höhepunkt mit anschließender Lösung / Auflösung.

      Für das Hörspiel "X-TENSION" habe ich eine Laufzeit von rund 60 Minuten zugrunde gelegt.
      AKT I umfasst demnach ca. eine Laufzeit von 15 Minuten.
      Weitere 30 Minuten bleiben somit für den Mittelteil oder Hauptteil, in AKT II.
      Und für das Finale weitere 15 Minuten, in AKT III.

      Das "Problematischste" ist für den Schriftsteller meistens nicht der spannende Anfang oder der grandiose, actionreiche Schluss. Den Leser oder Zuhörer "bei den Eiern packen" muss man im Hauptteil, denn ansonsten verliert er die Lust, schläft ein oder denkt darüber nach, sich die Fußnägel zu lackieren. Dennoch gibt es auch am Anfang und Ende einiges, was man richtig ... oder eben falsch machen kann. Daher: Gehen wir der Reihe nach vor.

      Die EXPOSITION der Story, das Setup, beginnt mit einer VORAUSDEUTUNG auf etwas ebenso Mysteriöses wie Bedrohliches, während die Titelmusik läuft. Wir wissen noch nicht genau, worauf die Geräuschkulisse eigentlich abzielt, mit ihren Brandungswellen und den sonderbaren elektrischen Entladungen, etc.

      Dann, in einer Überblendung, gelangen wir in den lebhaften Großstadttrubel New Yorks. Die PROTAGONISTIN, Amber Dawn Richardson, wird uns hier vorgestellt. Wir erfahren etwas über ihren Berufsalltag, ihren Mann, ihre Tochter. Und da ist noch Cassidy, ein attraktiver und forscher Mitarbeiter der Werbeagentur, der niemals müde wird, Dawn anzubaggern, um sie endlich "rumzukriegen". Aber Dawn lehnt seine Avancen, (wieder einmal), ab. - So weit, so heile Welt.

      Dann jedoch, gegen die 15. Minute, zum Ende des ersten Aktes hin, kommt es zum dramatischen PLOT POINT I - dem ersten WENDEPUNKT der Story:
      Amber Dawn Richardson hört hinter sich das Klingen kleiner Silberglöckchen, wird im nächsten Moment hinterrücks von einem Unbekannten brutal attackiert und entkommt nur knapp dem sicher scheinenden Ende!

      Mit Beginn von AKT II - HAUPTTEIL lässt sie ihr altes Leben hinter sich und beginnt mit ihrer Familie auf der Insel "Monhegan Island", (Maine), ein völlig neues Leben. (Und wir begreifen, was es mit den "Brandungswellen" aus dem Intro auf sich hatte...)

      An dieser Stelle laufen Autoren häufig Gefahr, sich in Belanglosigkeiten, Nebensächlichkeiten oder sonstigen Dingen zu verlaufen, die weder dem Voranbringen der Geschichte noch der Entwicklung der Charaktere dienen. Aber auch dem kann man abhelfen, indem man sich ans "Paradigma" hält. Die beiden Hälften des Hauptteils müssen, um die Story stringent durchzuziehen, durch zwei KLAMMERN zusammengehalten werden, die den ZENTRALEN PUNKT der KONFRONTATION flankieren, (in der Grafik "Pinch I" und "Pinch II" genannt), und jeweils ca. in der Mitte einer jeden Hälfte des Hauptteils angesetzt werden.

      In meinem Thriller "X-TENSION" vollzieht sich KLAMMER I ca. bei Minute 20, als urplötzlich eine unheimliche und bedrohliche Gestalt wie aus dem Nichts auftaucht, die Dawn fast dazu bringt, sich vor Schreck ins Höschen zu machen. Wer der unbekannte Mann ist, weiß sie noch nicht. Sie verspürt aber auch keine große Lust dazu, das näher zu ergründen ... und die traumatische Erinnerung an die Geschehnisse in New York ist in ihr noch sehr, sehr frisch...

      Weitere unheimliche und irritierende Dinge geschehen, bis es ca. in der Mitte der Handlung, (Mittelpunkt), etwa bei Minute 30, zur KONFRONTATION kommt: Dawn weiß jetzt, dass der Unbekannte ihr aus New York gefolgt ist, um zu beenden, was er dort nicht geschafft hat. Die Bedrohung tritt deutlich zutage. - Da hört sie plötzlich wieder das verstörende Klingen der Silberglöckchen hinter sich, wendet sich um ... und steht für einen kurzen Moment ihrem Todfeind gegenüber. Die Situation ist jedoch so beschaffen, dass weder ihr Feind noch sie selbst in diesem Moment etwas ausrichten können. Eine klassische Patt-Situation.

      Die Story eilt weiter voran, bis ca. bei Minute 35 - 40 KLAMMER II "implementiert" wird: Erneut tritt hier der unheimliche Fremde auf, den wir schon aus KLAMMER I kennen. Schien er dort aber die lebendige Gefahr und Bedrohung zu verkörpern, entpuppt er sich nun - ganz im Gegenteil und zu Dawns größter Überraschung - als Lebensretter! (Denn ihr wahrer Feind hatte ihr und ihrer Tochter eine beinahe tödliche Falle gestellt, aus der sie nun in letzter Sekunde gerettet wird.) Der fremde Mann, der Dawn rettet, stellt sich ihr (und uns) nun endlich vor. Es ist Severance, ein pensionierter Polizist.

      Nachdem sich die beiden angefreundet haben, verspricht Severance Dawn, ihr in dem rätselhaften Fall zu helfen. -- Da kommt es, ca. bei Minute 45, zu PLOT POINT II -- einer weiteren, dramatischen Wendung!
      In PLOT POINT II werden die Karten völlig neu gemischt, die Story wird mit Schwung in eine ganz neue Richtung getrieben ... und dieser Wendepunkt leitet das unausweichliche Finale ein...

      Severance kommt hinter ein schreckliches Geheimnis und erkennt die entsetzliche Gefahr, in der Dawn ahnungslos schwebt! Doch ehe er sie warnen und in alles einweihen kann, wird er unerwartet selbst von dem unbekannten Todfeind Dawns in die andere Welt geschickt. (Und wir begreifen ansatzweise, was es mit den "sonderbaren elektrischen Entladungen" aus dem Intro auf sich hat. Aber noch nicht ganz...) Severance hatte die Erkenntnisse, die er aus seinen Nachforschungen zog, jedoch blitzschnell erfasst und korrekt eingeschätzt, und so vor seinem Ableben noch rechtzeitig Vorsorge getroffen. Nicht für sich selbst, aber um das Überleben Dawns zu sichern...

      Ab hier - mit dem Tod Severance' - beginnt AKT III, der seine ganze mörderische Brutalität und eine erbarmungslose Menschenjagd entfaltet. Denn gerade in dem Moment, als Dawns Todfeind zum endgültigen Schlag ausholt, wechselt - ausgelöst durch eine scheinbare Banalität - die Person, die sie am meisten liebt und die sie nun, im Angesicht der Gefahr, am dringendsten zur Unterstützung an ihrer Seite benötigt, urplötzlich die Fronten und wird zum niederträchtigsten aller Verräter! Und Dawn steht nun einem zu allem entschlossenen Feind gegenüber, der draußen vor dem Haus auf sie lauert ... und nun auch noch einem weiteren Feind, im Inneren ihres eigenen Hauses ... der jedoch in einer furchtbaren Beziehung zu jenem Unbekannten dort draußen steht...

      Es folgt ein atemberaubender Showdown, in dem die letzten aufgeworfenen Fragen geklärt werden, und aus dem Dawn mit ihrer Tochter nur dank Severance' Weit- und Voraussicht lebendig entkommen kann.

      Am Ende - als Spiegelung der Anfangsszene - treffen Amber Dawn und der beharrlich-penetrante, (aber ebenso charmante), Casanova Cassidy in N.Y. wieder aufeinander. Diesmal aber ist es Dawn, die ihn gewissermaßen zu einem Date auffordert. -- Und es gibt so Situationen im Leben, da sagt ein Cassidy nicht "Nein"...

      Übersicht des PARADIGMAS anhand des Psycho-Thrillers "X-TENSION"

      AKT I
      EXPOSITION (Minute 0.00 - ca. 15) - Dawn & Cassidy
      PLOT POINT I (ca. Minute 15) - Electra

      AKT II
      KLAMMER I (ca. Minute 20) - Severance, the Stranger
      KONFRONTATION / HERAUSFORDERUNG (ca. in der Mitte der Laufzeit, bei Minute 30) - Dawn & Electra
      KLAMMER II (ca. Minute 35 - 40) - Severance, the Saviour
      PLOT POINT II (ca. Minute 45) - Sacrifice of Severance / Anthony's Betrayal / Miriam's "X-Tension"

      ... leitet über zu ...

      AKT III

      SHOWDOWN & AUFKLÄRUNG - Anthony VS Electra VS Dawn ("For Whom The Bell Tolls I")
      SCHLUSS-SZENE, ALS SPIEGELUNG DER EXPOSITION - Dawn & Cassidy ("For Whom The Bell Tolls II")


      Beim Schreiben selbst, im Mai 2014, lauschte ich viel dieser faszinierenden Musik von Philippe Rombi - dem Titelthema des Thrillers "Swimming Pool". Es ist mir recht gut gelungen, (denke ich / hoffe ich), die Atmosphäre und Stimmung dieser Musik in meiner Geschichte einzufangen.



      MindNapping #19 - "X-TENSION" von:
      Ascan von Bargen

      Hier bestellen

      To be continued...


      Bisher erschienen:


      Wie man ein verdammt gutes Hörspiel schreibt - Teil 1

      Wie man ein verdammt gutes Hörspiel schreibt - Teil 2

      Dieser Beitrag wurde bereits 18 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Danke für diesen Artikel.

      Ich bin allerdings kein großer Freund von Syd Field. Mir erscheint die Aufschlüsselung der dramatischen Strukturen zu mechanisch, und es gibt viel zu viele (auch Drehbuch-) Autoren, die sich in der sklavischen Anwendung der drei Akte und der Incidents und Turning Points einen Wolf geschrieben und ihre Leserschaft verloren haben, weil über allem Befolgen der Regeln das verlorengegangen war, was eigentlich die Seele sein sollte: Das, was die Geschichte zu etwas Eigenem und die Charaktere nicht nur zu Trägern einer Handlung macht, in denen sie nicht nur als "Akteure" angestellt sind -- denn sie sollten durch ihre charakterlichen Eigenheiten und insbesondere die Widersprüche die Geschichte überhaupt erst in Gang setzen.

      Field und Vogler & Co sollte mMn ein Autor nur dann anwenden, wenn er oder sie hängenbleibt, also ggf. mal als Werkzeugkasten, aber nicht als Leitlinie für das Schreiben und Entwickeln des Buches an sich. Hätte Tolstoi Syd Field als Entwicklungsmodell benutzt, wäre sein "Krieg und Frieden" langweilig geworden. Seine "wahren" Protagonisten wären schon viel früher als Helden aufgetreten, und Andrej wäre wohl nicht gestorben.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
      Ich verstehe sehr gut, was du meinst. Jedoch, das gebe ich zu bedenken, gibt es eine gewisse "Erzähltradition", die wir aus dem Kino und Fernsehen gewöhnt sind. Was für Hollywood "gut genug" ist, sollte es daher auch für uns sein. Zumal wir hier in erster Linie von Formaten sprechen, die einer Laufzeitbegrenzung unterliegen, wie z.B. Kinofilme mit 90 - 120 Minuten Laufzeit, oder mit TV-Serien, die pro Folge rund 45 Minuten veranschlagen, oder unsere zeitgenössischen Hörspiele, die in der Regel zwischen 50 und 60 Minuten lang sind. Wenn ich beispielsweise den Auftrag erhalte: "Schreib mal was Feines ... es dürfen aber maximal fünf Personen drin vorkommen, und es soll maximal 55 Minuten lang sein." -- dann kann ich nicht erst weit ausholen und meinem Genie freien Lauf lassen, indem ich eine wer-weiß-wie breit angelegte Szenerie aufbaue, Dutzende von Charakteren ins Rennen schicke und mich mit Plot, Sub-Plot und Sub-Sub-Plot "künstlerisch austobe". 55 Minuten sind schneller gefüllt als man glaubt.

      Das moderne Hörspiel, um das es hier hauptsächlich geht, erfordert vor allem die berühmte K.I.S.S.-Formel, wie mir schnell klargemacht wurde: "KEEP IT SIMPLE, STUPID!"
      Zu viele Nebenschauplätze, Rückblenden, noch ein angefangener Handlungsstrang links und ein weiterer Sub-Plot rechts - und der durchschnittliche Hörspielhörer ist damit rasch überfordert, "kommt nicht so recht in die Story rein", oder entwickelt sonstige "Probleme" beim Hören. - Man tut also, meines Erachtens, zunächst einmal gut daran, die Regeln und Schablonen überhaupt zu kennen, auf die so ein Hörspiel aufgebaut ist. Anschließend lässt sich damit spielen, die eine oder andere Regel kann man brechen, etc.

      Im Roman - obwohl es auch dafür ein paar praktische "Regeln" zum "Plotten" gibt, (wie die klassische "Heldenreise", z.B.) - da kann man natürlich entspannt weit ausholen. -- Aber wer "Formate" schreibt, bzw. nach Format schreiben muss, um Geld zu verdienen, der hat keine Zeit, 20 Jahre lang nebenbei an seinem großen Werk von 1900 Seiten zu arbeiten, das hinterher womöglich in der Ecke verstaubt, weil's niemanden interessiert. (Außer man hat grad eine hübsche, ungarische Gräfin zur Hand*, die sich als "Förderin der Künste" betätigen will, und quasi als "Mäzen" den Autor in der Zwischenzeit durchfüttert.) -- Dann lieber zwei, drei Monate Action und als finanzielles Resultat einen "DaVinci-Code". -- Hmm... da kommt mir grad eine Idee ...
      ^^

      *Zuschriften und entsprechende Angebote werden natürlich immer gern entgegengenommen und geprüft. :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Ascan von Bargen schrieb:

      Wenn ich beispielsweise den Auftrag erhalte: "Schreib mal was Feines ... es dürfen aber maximal fünf Personen drin vorkommen, und es soll maximal 55 Minuten lang sein." -- dann kann ich nicht erst weit ausholen und meinem Genie freien Lauf lassen, indem ich eine wer-weiß-wie breit angelegte Szenerie aufbaue, Dutzende von Charakteren ins Rennen schicke und mich mit Plot, Sub-Plot und Sub-Sub-Plot "künstlerisch austobe". 55 Minuten sind schneller gefüllt als man glaubt.

      (Unterstreichung von mir)
      Die Plotterei ist ja mMn auch das Problem vieler Autoren im Hörspielsektor -- zu viel Aufmerksamkeit wird den Handlungssträngen geschenkt, aber die Charaktere bleiben Pappkameraden: eindimensional, vorhersagbar und monokausal. Alles vielleicht einer vermeintlich mental wenig engagementswilligen Hörerschaft zuliebe, aber ich finde es bedauerlich, wenn das die Lösung bleibt. Zu viele Hörspiele verlassen sich darauf, dass es nur genug Wendungen braucht, und schon ist das ein spannendes Ergebnis.

      Ein Hörspiel mit fünf Sprechern und 55 Minuten wäre doch mit einem interessanten CHARAKTER-Spiel interessant gefüllt. Spannende Geschichten gibt es auf vielen Ebenen.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
      Ich denke, ich verstehe zunehmend besser, worauf du hinaus willst - (falls ich mich da irren sollte, korrigiere mich ruhig).

      Wenn ich dich also recht verstehe, dann möchtest du auf den Unterschied hinweisen, zwischen einer "rein verkopften" Herangehensweise und der spontanen, intuitiven, lebendigen Methode, zu schreiben?

      Well, über die Themen "Dialoge", "Charaktere" usw. hatte ich zwar noch gar nichts geschrieben - aber an einer Stelle hatte ich meine persönliche Arbeitsweise bereits einmal angerissen. Es war Stephen King, der einmal sagte, dass der Schreibprozess der Arbeit eines Entdeckers oder Archäologen ähnelt. Man schaufelt etwas Matsch, Dreck und Erde beiseite und da findet man womöglich ein kleines Zipfelchen Stoff ... vielleicht ein Stückchen Knochen, was bedeutet: Der Anfang der Geschichte ist gefunden. (Vielleicht nur eine Seite. Vielleicht sogar nur ein einziger Satz.) Nun buddelt man fleißig weiter - und es mag sein, dass sich das Knöchelchen als nur kleines Fossil entpuppt. Das wäre dann die Kurzgeschichte, z.B. Es mag aber auch sein, dass da noch weitaus mehr zum Vorschein kommt, und der kleine Knochen in Wahrheit zum Skelett eines gewaltigen Dinosauriers gehört. Das als Analogie für einen langen, langen Roman.

      In Wahrheit ist es ja so: Wer anfängt zu schreiben, vermutlich erst einmal nur hobbymäßig, der tut das aus "Spaß an der Freude". Diese Freude und Begeisterung trägt einen. Nach und nach will man aber besser werden, seinen Stil und Ausdruck perfektionieren, usw. Also beginnt man (absichtlich oder unabsichtlich) damit, sich etwas von seinen Lieblingsautoren abzuschauen. Wie hat der Clive Barker das da geschrieben? Wow ... was für eine tolle Formulierung, die X oder Y da verwendet hat! -- Und dann will man noch mehr wissen und dazulernen. Und irgendwann einmal, wenn man es nicht zu Beginn getan hat, wird man sich mit dem "Regelwerk" der Kunst befassen.

      In der Musik ist es ja ganz ähnlich: Es gibt phantastische Musiker, die keine Noten lesen können. Aber es schadet trotzdem nicht, wenn man den Aufbau des Quintenzirkels kennt. Sei es, dass man die Harmonielehre sich selbst erschließt und nach und nach entdeckt; sei es, dass man ein gutes Buch darüber in die Finger bekommt. Was man dann damit macht, das ist ja jedem selbst überlassen.

      Soll heißen: Sich verkopft und sklavisch an "Schreibregeln" zu halten, verlangt ja niemand von einem. Und Regeln sind bekanntlich dazu da, um gebrochen zu werden. Aber dabei hilft es natürlich, wenn man sie erst einmal kennt. (Und diese - zumindest mal grob - zu skizzieren, das versuche ich.) Denn der angehende Schreiber wird von vielen Fragen, Unsicherheiten und Ungewissheiten geplagt: Wo kriege ich die nächste Idee her? Wie kann ich Handlungsstränge miteinander verknüpfen, ohne dass man die Übersicht verliert? Wie kann ich "flott" schreiben, ohne den Leser bzw. Zuhörer mit seitenlangen Beschreibungen, Erzähltexten, usw., anzuöden - und ihm dabei trotzdem die wichtigsten Informationen vermitteln? Und so weiter, und so fort.

      Aber keine Sorge, das hört alles nicht auf. Der eine plagt sich mit diesem und jenem rum, der andere plagt sich mit anderen Dingen herum. Und die Herausforderungen werden nicht leichter. Idealerweise wächst man ja mit und an seinen Aufgaben im Leben.

      P.S.: Da ich nicht ständig und überall irgendwas tippen kann - was Carsten Hermann bei den "Hörgruslern" bzgl. "Georgina" in der dritten "Margaret Rutherford"-Story schrieb, ist absolut korrekt. Ich wollte es so, dass "Georgia" mit ihrem Kosenamen oder Spitznamen, eben "Georgina", angesprochen wird. Da liegt kein Fehler vor. Und "Riviera" kannte ich auch noch nicht, zu dem Zeitpunkt, als ich die Story im Jahr 2016 verfasst habe. (Das erwähne ich extra, weil die Hauptfigur bei "Riviera" ja auch "Georgina" heißt. Aber es soll durchaus mehrere Leute geben, die so heißen. Hab ich mal irgendwo gelesen.)

      P.P.S.: Bemerkenswerte Feststellung: 1. Folgen laufen gut, 2. Folgen interessieren nicht, 3. Folgen laufen wieder recht gut... Mein Gratis-Schreibtipp: Schreibt nach Folge 1 direkt Folge 3, und überspringt Teil 2 einfach.
      :P Keine Sorge, ich schreibe trotzdem noch mindestens "Teil 4" dieser kleinen Abhandlung hier. Sobald ich dazu Ruhe, gute Laune und Entspannung habe. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Ascan von Bargen schrieb:

      Denn der angehende Schreiber wird von vielen Fragen, Unsicherheiten und Ungewissheiten geplagt: Wo kriege ich die nächste Idee her? Wie kann ich Handlungsstränge miteinander verknüpfen, ohne dass man die Übersicht verliert? Wie kann ich "flott" schreiben, ohne den Leser bzw. Zuhörer mit seitenlangen Beschreibungen, Erzähltexten, usw., anzuöden - und ihm dabei trotzdem die wichtigsten Informationen vermitteln? Und so weiter, und so fort.


      Das ist aber jetzt das reine Handwerk, das Du beschreibst. Wie ist Deine Methode, der Kunst bzw. der Kreativität, die sie hervorbringt, den Raum zu geben, den sie braucht? Ich nehme ja an, Dein Titel "verdammt gutes Hörspiel" soll darauf hinweisen.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

      Ascan von Bargen schrieb:

      Wenn ich dich also recht verstehe, dann möchtest du auf den Unterschied hinweisen, zwischen einer "rein verkopften" Herangehensweise und der spontanen, intuitiven, lebendigen Methode, zu schreiben?


      Ich denke, die "spontane, intuitive, lebendige Methode" ist bei einem Krimihörspiel von 55 Minuten in der Tat vermutlich nicht so zielführend. Und ich stimme Dir auch zu - man mag von Syd Field halten was man will, zumindest kennen muss man sein Werk als Autor wie der Mediziner seinen Pschyrembel.

      Unbedingt zustimmen muss ich aber auch Faders
      ​Die Plotterei ist ja mMn auch das Problem vieler Autoren im Hörspielsektor -- zu viel Aufmerksamkeit wird den Handlungssträngen geschenkt, aber die Charaktere bleiben Pappkameraden: eindimensional, vorhersagbar und monokausal. Alles vielleicht einer vermeintlich mental wenig engagementswilligen Hörerschaft zuliebe, aber ich finde es bedauerlich, wenn das die Lösung bleibt. Zu viele Hörspiele verlassen sich darauf, dass es nur genug Wendungen braucht, und schon ist das ein spannendes Ergebnis.


      Einen guten, originellen Zungenschnalzertwist bekommen viele Hörspielautoren hin, aber interessante Charakterzeichnungen, da hapert es gewaltigst und es werden uns so oft einfach nur langweiligst mögliche Abziehbilder eindimensional, vorhersagbar, monokausal präsentiert. Das ist jetzt natürlich kein Problem bei - sagen wir einmal - 55 Minuten Hardboiled-Krimi, da reichen natürlich starke Sätze und eine halbwegs spannende Handlung. Auch bei Pater Brown und dergleichen wird das niemand erwarten.

      Aber das ist die von mir und vielen anderen angesprochene Vollkatastrophe bei Serien wie "Mycroft Holmes und Oscar Wilde".

      Und es gibt halt den Unterschied zwischen einem verdammt guten und einem verdammt erfolgreichen Hörspiel. Ich liebe da einen Abschnitt auf Wikipedia über den schlechtesten Autor, von dem ich jemand ein Buch von Anfang bis Ende gelesen habe:

      Literarische Fertigkeiten seien „in diesem Roman nur rudimentär zu erkennen, von Charakterstudien und Problemen der Dialogführung lässt der Autor sich nicht belasten.“ Ungeachtet dieser Einschätzungen erfreuen sich Browns Bücher größter Beliebtheit.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      Fader schrieb:

      Das ist aber jetzt das reine Handwerk, das Du beschreibst. Wie ist Deine Methode, der Kunst bzw. der Kreativität, die sie hervorbringt, den Raum zu geben, den sie braucht? Ich nehme ja an, Dein Titel "verdammt gutes Hörspiel" soll darauf hinweisen.
      Na ja ... eigentlich dachte ich schon eher daran, etwas "Handwerkliches" zu vermitteln, wäre eventuell für manch einen hilfreich, der sich in seiner Freizeit mit dem Schreiben befasst... Aber ich danke dir für die Anregung, und werde mal einige "Kreativitäts-Techniken" beschreiben, die sich für mich als praktikabel erwiesen haben. Mag ja sein, dass es dem einen oder anderen auch was nützt. Denn für Unnützes verschwende ich im Leben keine Zeit mehr. Ist kurz, unser Gastspiel hier.

      Chris schrieb:

      Und es gibt halt den Unterschied zwischen einem verdammt guten und einem verdammt erfolgreichen Hörspiel. Ich liebe da einen Abschnitt auf Wikipedia über den schlechtesten Autor, von dem ich jemand ein Buch von Anfang bis Ende gelesen habe:

      Literarische Fertigkeiten seien „in diesem Roman nur rudimentär zu erkennen, von Charakterstudien und Problemen der Dialogführung lässt der Autor sich nicht belasten.“ Ungeachtet dieser Einschätzungen erfreuen sich Browns Bücher größter Beliebtheit.
      (laut schallendes Gelächter vom Band wird eingespielt) Ich sag dir mal was - nur meine persönliche, private Ansicht, (muss niemand teilen) - ich schreibe lieber EIN einziges Mal im Leben einen "DaVinci-Code" und lege mich anschließend in St.-Tropez, mit chic beschirmten Cocktails in der Hand, an den Pool in die Sonne, und wenn's zu heiß wird, etwas in den Schatten des Maserati. -- Völlig egal, was andere Leute davon halten oder dann über meine Arbeit sagen.

      Dan Brown ist natürlich ein Handwerker allererster Kajüte. Die Legende will es, dass er z.B. für "Illuminati" (dt.: "Illuminati") ein ausgefeiltes Exposé von über 1000 Seiten erstellt hat, ehe er auch nur einen Satz für den Roman geschrieben hatte. Jede einzelne Szene hat er darin akribisch wie für ein Filmdrehbuch ausgearbeitet. Das merkt man ja auch dem Aufbau seiner Romane an. Kaum ein Kapitel, das länger als vier, fünf Seiten ist. (Selten acht oder neun Seiten.) Sehr filmisch und drehbuch-artig, vom Stil her. -- Man muss Dan Brown nicht mögen, oder den Inhalt seiner Bücher, oder seine Schreibweise. Aber sein Erfolg gibt ihm recht: Bestbezahlter Schriftsteller der Welt. Geschätztes Vermögen: 215 Millionen US-$.

      Ascan von Bargen schrieb:

      Ich sag dir mal was - nur meine persönliche, private Ansicht, (muss niemand teilen) - ich schreibe lieber EIN einziges Mal im Leben einen "DaVinci-Code" und lege mich anschließend in St.-Tropez, mit chic beschirmten Cocktails in der Hand, an den Pool in die Sonne, und wenn's zu heiß wird, etwas in den Schatten des Maserati. -- Völlig egal, was andere Leute davon halten oder dann über meine Arbeit sagen.

      Diese Einstellung erscheint mir sehr gut nachvollziehbar. Ich bin zwar heut nachmittag auch am Pool gelegen, aber nur mit Eiskaffee statt Cocktails und Schatten spenden würde mit am Parkplatz ein Nissan statt einem Maserati :D

      Ascan von Bargen schrieb:

      Dan Brown ist natürlich ein Handwerker allererster Kajüte. Die Legende will es, dass er z.B. für "Illuminati" (dt.: "Illuminati") ein ausgefeiltes Exposé von über 1000 Seiten erstellt hat, ehe er auch nur einen Satz für den Roman geschrieben hatte. Jede einzelne Szene hat er darin akribisch wie für ein Filmdrehbuch ausgearbeitet. Das merkt man ja auch dem Aufbau seiner Romane an. Kaum ein Kapitel, das länger als vier, fünf Seiten ist. (Selten acht oder neun Seiten.) Sehr filmisch und drehbuch-artig, vom Stil her. -- Man muss Dan Brown nicht mögen, oder den Inhalt seiner Bücher, oder seine Schreibweise. Aber sein Erfolg gibt ihm recht: Bestbezahlter Schriftsteller der Welt. Geschätztes Vermögen: 215 Millionen US-$.

      Ja, das ist im Prinzip das, was Fader wohl meinte, als er von Handwerk, Plotterei etc. schreibt.

      Und dabei darf man eines nicht vergessen, ich hab halt auch nicht aufhören können, das Buch trotz "eindimensional, vorhersagbar und monokausal" zügig durchzulesen, weil der verdammte Menschenfischer mich mit dieser ausgefeilten Akribie und der in der Tat rasant-filmischen Dramaturgie und Erzähldichte einkassiert hat. Da kann man schon verstehen, woher das mit Geschätztes Vermögen: 215 Millionen US-$ kommt, fehlende literarische Klasse hin, eindimensionalste Charakterzeichnungen der Figuren wie in einem Grundschüleraufsatz her. Aber man fühlt sich halt nach dem Lesen ein wenig als hätte einem die Tochter besoffen am Boden liegend erwischt beim Versuch noch drei Big Macs in sich reinzustopfen 8)

      Was mich aber mal interessieren würde, arbeitest Du mit so Zeugs wie Scrivener oder legst Du großformatige Mindmaps für Deine Geschichten an?
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      Chris schrieb:

      Aber man fühlt sich halt nach dem Lesen ein wenig als hätte einem die Tochter besoffen am Boden liegend erwischt beim Versuch noch drei Big Macs in sich reinzustopfen
      Ooh... das ist jetzt aber gemein! Der Mann hat die Mauer abgerissen! (Oder wurde sie doch vom "Wind of Change" weg gepfiffen? Die Historiker streiten noch... kann auch sein, dass beides gleichzeitig geschah...)

      Chris schrieb:

      Was mich aber mal interessieren würde, arbeitest Du mit so Zeugs wie Scrivener oder legst Du großformatige Mindmaps für Deine Geschichten an?
      Nach Möglichkeit und am Liebsten "arbeite" ich überhaupt gar nicht. (Was ich mache, will ich ja mit Freude machen. "Arbeit" ist alles andere.) -- Aber ernsthaft: Nein, weder noch. Das überlasse ich anderen Leuten. Ich habe nämlich, wie schon einmal erwähnt, das "Problem", dass ich keinerlei Lust dazu verspüre, eine Geschichte zwei Mal zu schreiben. Das langweilt mich entsetzlich. Ich habe es einmal probiert, vor langer Zeit, auch eine Art "Mini-Exposé" für einzelne Kapitel anzufertigen. Anschließend habe ich dann etwas völlig anderes geschrieben als das, was ich mir notiert hatte. Ich bin so einer von der Sorte: "Der Appetit kommt beim Essen." -- Oftmals habe ich vorher nicht die geringste Ahnung, worum es in der Story eigentlich gehen soll, an die ich mich ransetze. Entweder "es läuft" dann von selbst, oder ich lasse es bleiben und gehe lieber spazieren. Man kann es nicht erzwingen. Manchmal kommen einem die Ideen. An anderen Tagen braucht es etwas. -- Oder irgendwas Schlimmes oder weniger Schlimmes, dafür aber Zeitraubendes, kündigt sich an. Dann kann es sein, dass man - trotz bester Laune und gewaltiger Schreib-Lust - irgendwie eine unbegreifliche innere "Blockade" hat. Wenig später weiß man dann: "Ach so ... DESWEGEN sollte ich heute nicht schreiben, weil dieses und jenes unverhofft dazwischen kommen würde, und ich alle Kraft und Konzentration nun DAFÜR aufwenden muss."

      Chris schrieb:

      Auch bei Pater Brown und dergleichen wird das niemand erwarten.


      Danke, dass du da gleich etwas Erwartungsdruck von mir genommen hast. ;)

      Und auch noch einmal danke an Ascan für seine anschaulichen und ausführlichen Darlegungen.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
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