JAN TENNER-Erinnerungen von Kevin Hayes (= Horst Hoffmann)

      Auch ich möchte die Gelegenheit nutzen um mich bei Ihnen - Horst Hoffmann- für die Serie JAN-TENNER zu bedanken. Man erlebte beim hören der Serie viele spannende, fantasiereiche Momente und der Nostalgiefaktor ist hoch. Der Einstieg in die Science-Fiction Welt via Medium Hörspiel-Kassette, welches ich dann auch zu schätzen lernte, war bei mir Jan Tenner. Gelegentlich höre ich mir gerne noch einzelne Folgen an, oder mal bei mehr Zeit, die Serie in einem Rutsch durch...
      !- DANKE -! :)

      Mich würde interessieren ob es für Sie eine Jan Tenner Folge/Story gibt die Ihnen heute noch mit am besten gefällt und welche das wäre. Oder die Frage nach dem Lieblingsgegner/Bösewicht. Gibt es da eine Favoritenfigur ?

      Ansonsten noch viel Spaß im Forum hier #hutheb#

      Rainy schrieb:

      Auch ich möchte die Gelegenheit nutzen um mich bei Ihnen - Horst Hoffmann- für die Serie JAN-TENNER zu bedanken. Man erlebte beim hören der Serie viele spannende, fantasiereiche Momente und der Nostalgiefaktor ist hoch. Der Einstieg in die…

      zuerst vielen dank, rainy, das ist alles hier balsam für die autorenseele - nur bin ich kein "sie", sondern entstamme dem geschlecht der "du" :* es ist wirklich sehr schön, hier zu lesen, dass ich euch mit meinen geschichten etwas freude machen konnte.

      eine lieblingsfolge ... hmmm ... spontan würde ich sagen, alle um seytania. und mein lieblingsbösewicht - ganz klar der durchgeknallte professor zweistein. kam in den 80er jahren gleich nach j.r.ewing =O viele grüße!
      In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal auf das tolle Interview mit Lutz Riedel, Marianne Groß und Klaus Nägelen hinweisen, das als Bonustrack bei DreamLand Grusel Folge 14 "Todesfalle Seytan-Log" dabei ist. Dort geben die drei Sprecher viele Einblicke in die Sprachaufnahmen zu Jan Tenner, inklusive einer Aufnahmesession zu "Das Geschenk der Leonen", bei der sie eine Szene nicht hinbekommen haben, weil sie aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Absolut hörenswert und ein Muss für jeden Jan-Tenner-Fan.

      Und dir, lieber Horst, kann ich auch nur von Herzen danken für die tollen Phantasiewelten, die deine Geschichten im Kopf eines neunjährigen Dötzen erzeugt haben. Wahnsinn, dass man noch einmal die Möglichkeit bekommen hat, dir direkt "Danke" sagen zu können... Danke auch an das Team vom Hörspieltalk fürs Möglichmachen!

      Horst Hoffmann schrieb:

      nur bin ich kein "sie", sondern entstamme dem geschlecht der "du"


      Genau wie ich, Horst ^^

      Ja Zweistein ist ...the best! Aber Klaus Miedel hat ihn zusätzlich auch wirklich sehr gut dargestellt. Ich fand Ihn als Zweistein am besten - der pure Wahnsinn 8o .Dicht gefolgt von den Leonen auf Platz 2. Nebenbei: Jan Tenner 26 - Die Raumschiffalle kam anscheinend auch gut an, und gefällt auch mir sehr gut.
      Warst du damals eigentlich bei den Studio-Aufnahmen mit dabei und/oder hast du dort auch in der Regie etwas zur Aufnahme(Umsetzung) gesagt? (Lob/Kritik/Vorschläge etc.).

      Mal schauen, vielleicht fällt mir noch etwas ein. Bis bis dahin dann Horst. Herzliche grüße Rainy
      nee, rainy, leider hat das terminlich nie geklappt, obwohl immer wieder vorgenommen.

      dafür hier mal was aus dem BUCH DER ERINNERUNGEN, weil auch von nihm hier schon so viel die rede war: der meister (rechts, h.g.francis) und sein schüler ... komm jetzt nicht auf den namen ... grins ...
      Bilder
      • 1984 PR-Meeting.JPG

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      Auch wenn keiner mir glauben wird „DAS“ Jan Tenner Phänomene ist erst gekommen wo man , das legendäre Blau Metallic Logo von Jan Tenner auf den Kassetten sah.
      Und der Rest ist Geschichte. #jaja#

      „Danke DAS du auf dein Bauchgefühl gehört hast“ #winkewinke#

      @Horst Hoffmann

      Du junger Spund hast du schon die 6. Roman von Jan Tenner fertig der Termin rückt immer näher. #unschuldig#

      Eine Frage habe ich noch: Wie würde sich Jan Tenner 2018 anhören wenn du es nochmal schreiben müsstest.

      Danke für deine Verrücktheit #hutheb#


      Noch mal zum nach lauschen.

      youtube.com/playlist?list=PL41fvBJ_o6ypvnpjGiODrS-gRuQT17ViE

      Danke an das Kiddinx Team. #daumenhoch# #daumenhoch# #daumenhoch#

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      Horst Hoffmann schrieb:

      und danke füärs "verrückt"-kompliment; wer will denn schon "normal" sein? wusste schon david bowie, als er sang "all the madmen"
      Nicht zu vergessen: "Diary of a Madman" von Ozzy Osbourne. ^^ Manchmal fragt man sich... "Wer ist eigentlich ver-rückter? Diese Leute, die sich Geschichten ausdenken, die nie passiert sind; 'Menschen' kreieren, die niemals lebten und ihnen Worte in den Mund legen, die sie niemals sprachen -- oder die anderen, (also, irgendwie: wir alle), die das auch noch toll finden?" :P
      "verrückt", ascan, ist immer der, der nicht mit der meute heult. das hab ich nie gemacht und mir dabei auch so einige knochen gebrochen. aber ver-rückt sind dann ja auch - z.b. - die gebrüder grimm gewesen oder andere, deren (erdachte) märchen viele kinder in ihren schlaf gezaubert haben. ver-rückt war dann ein karl may, der uns winnetou und old shatterhand schenkte. uuuhuuuund ... ver-rückt waren nicht minder als große schriftsteller gefeierte typen wie ein dostojewski, hermann hesse, heinrich böll mit ihren erdachten und doch sooo lebendig geschriebenen figuren. oh, nicht zu vergessen natürlich walt disney und sein genialer carl barks, schöpfer des ver-rücktesten aller ver-rückten, mister donald duck. und dann schnatter ich doch lieber mit kumpel donald als mit dem herrn kaiser von der hamburg-mannheimer oder den so furchtbar klugen leuten in den polit-talkshows, wo jeder recht hat, egal für welchen schwachsinn er geifert.

      musikalisch anzufügen gäb's noch den herrn witt mit seinem GOLDENEN REITER: "auf meiner fahrt in die klinik, sah ich noch einmal die lichter der stadt ... (und dann über die klinik) ... geh'n dir die nerven durch, wirst du dort noch ver-rückter gemacht ..."

      also: auf uns ver-rückle und das, was wir unseren lesern und hörern schenken! :* 8) =O

      Horst Hoffmann schrieb:

      also: auf uns ver-rückle und das, was wir unseren lesern und hörern schenken!


      Sehr schön gesagt! ^^

      "Though this be madness,
      yet there's method in 't."


      In diesem Sinne - skål! #prost#

      P.S.: Ich liiiieeeebe Karl May! - Einer der Besten und Größten ever war das! (Es ist erschütternd, festzustellen, dass man Bewunderung nicht unbegrenzt in Worten ausdrücken kann.)
      JAN TENNER / KEVIN HAYES / HORST HOFFMANN

      ERINNERUNGEN (2)

      ZWEISTEIN, MIMO & CO.

      Das Jahr 1983 ging zu Ende. Die ersten drei Folgen waren geschrieben, teils noch einmal umgeschrieben, bis auch bei mir der letzte Groschen gefallen war und ich das richtige „Drehbuch-Feeling“ hatte: Noch mehr gesprochene als erzählte Handlung, noch kürzere und weniger Schachtelsätze. Das Verrückte daran war, dass es begann, richtig Spaß zu machen, mir selbst über die Schulter zu sehen. Die Folgen 7 bis 9 (FINSTERNIS ÜBER WESTLAND, RED ROCK IN FLAMMEN, INVASION DER ANDROIDEN) waren zwar von mir verfasst, allerdings noch nach Exposés von H.G. Francis als Dick Farlow.


      JAN TENNER Folgen 7, 8 und 9

      Und jetzt ging es also richtig los. Jetzt ging es daran, einer wahllos aneinander gereihten Abfolge von, wenn auch tollen, Einzelabenteuern eine Klammer zu setzen, etwas, das den Folgen einen Rahmen gab, denn außer dass das Land, das gerettet werden musste, Westland hieß (womit ganz sicher nicht das Reich der roten Zaren im Osten gemeint war), die Hauptstadt Westland-City und eine weitere Großstadt Greyville mit Sitz des Instituts von Professor Futura, gab es kein weiter definiertes Umfeld und – vor allem – auch kein Ziel, auf das hingearbeitet werden musste. Und damit konnte und sollte zuerst mal der Kampf gegen einen mächtigen Feind gemeint sein, der nicht nach nur einer Folge schon wieder verschwand.

      Wie schon gesagt – als Autor von Fortsetzungsserien wie ATLAN, RAUMPATROUILLE ORION oder PERRY RHODAN kannte ich es gar nicht anders. Und natürlich wollte ich die Handlung auch nicht nur auf Westland beschränken, denn die richtigen Bösewichte lauerten irgendwo zwischen den Sternen, da war ich mir ganz sicher. Das taten sie immer.

      Damit das ganze - die Serie war ja so angelegt - comichaft blieb, waren die Fieslinge dann auch keine schleimigen Schwabbelmonster, sondern durchaus „gestandene Kerle“, die allerdings statt Menschenköpfe mächtige Löwenschädel auf ihren breiten Schultern trugen. Außerdem besaßen sie vier Arme statt, wie es sich selbst für ordentliche Außerirdische gehörte, deren zwei. Ein entsprechender Name war auch schnell gefunden, von lateinisch Leo für Löwe)..

      Moment mal: Bringt er hier nicht was durcheinander? So'n bisschen schon, denn die Leonen hatte ich ja, in Absprache mit der Redaktion, bereits in Folge 7 angreifen lassen, da jedoch noch in eine vorgegebene Handlung eingebunden. In Folge 9 fingen sie schon echt an zu nerven, mit Folge 10 bekamen ihre Frechheiten dann ihren Hintergrund – das Motiv, aus dem Heraus sie handelten und weshalb sie den braven Westländern eigentlich so vehement ans Leder wollten.

      Dafür interessierte sich allerdings auch noch ein ganz anderer, nämlich der von allen guten Geistern verlassene Professor Zweistein, der in der Serie bald ebenso unabkömmlich werden sollte wie Jan tenner, Laura, General Forbett und unser „guter“ Professor Futura.


      JAN TENNER-Comic-Flyer zur Folge 8

      An dieser Stelle würde ich gern noch ein paar Worte zu der Rolle der Sprecher verlieren, die unseren Helden mindestens ebenso viel oder wenig Charakter verliehen wie jeder Drehbuchautor. Denn hatte mich der ersten Polterausbruch General Forbetts, so super gesprochen von HEINZ GIESE (1919-2010, Filme/Synchron u.a. „Es muss nicht immer Kaviar sein“, „Tatort“, „Der Schnüffler“, ständige Sprechrollen in BENJAMIN BLÜMCHEN und BIBI BLOCKSBERG, und die deutsche Stimme u.a. von Westernstar ROBERT MITCHUM) vom Stuhl gehauen, so gelang „den Berlinern“ mit der Besetzung des durchgeknallten Zweistein ein weiterer Geniestreich. Zweistein wurde von KLAUS MIEDEL sprachlich mit Leben und Charakter erfüllt. Beim ersten Abhören der Folge 10 (DER WAHNSINNIGE PROFESSOR) überkam mich das Gefühl, diese unglaubliche Stimme habe nur darauf gewartet, dass ihr der Zweistein auf ihre Bänder geschrieben wurde.

      Klaus Miedel (1915-2000) spielte Theater und in vielen bekannten Filmen mit, gab ein Gastspiel im TATORT („Freiwild“) und lieh seine Stimme u.a. dem ebenso chaotischen Louis de Funès. Er war ein unglaublicher Gewinn für die Serie und sein Verlust konnte nie ganz verschmerzt werden. Damit auch keiner zu kurz kommt, hier die wahrscheinlich eh jedem echten Fan bekannten Namen der anderen Protagonisten. Jan Tenner wurde von LUTZ RIEDEL gesprochen, Hansdampf in allen Gassen des Hörspielbetriebs und deutsche Stimme von James Bond, als dieser von Timothy Dalton gespielt wurde. Laura bekam ihre stimme von MARIANNE GROSS und Professor Futura von KLAUS NÄGELEN („Die kleinen Detektive“, „Benjamin Blümchen“, „Bibi Blocksberg“). Und ums vorweg zu nehmen: ein gewisser Bordcomputer namens MIMO wurde sprachlich in Szene gesetzt von WILFRIED HERBST („Löwenzahn“, „Liebling Kreuzberg“, „Ein seltsames Paar“).

      Kein seltsames, aber durchaus ein Paar waren auch Laura und Jan im richtigen Leben, wobei sich Lutz Riedel und Marianne Groß bereits einige Zeit vor JAN TENNER nahe und näher kamen.

      Die Rolle der einzelnen Sprecher ist für einen Drehbuchautor insofern immens wichtig, weil er ihre Stimme beim Ausfabulieren der Dialoge, der Gespräche, kleinen Sticheleien usw. untereinander so im Kopf hat, als sei er unsichtbar mit ihnen unterwegs und müsse nur die Ohren spitzen. Nicht zuletzt spiegelten die Stimmen und das, was und wie sie es sagten und darauf reagierten, außer der gegebenen Information auch ihre Stimmungen wieder. Ein guter Synchronsprecher verlieh „seiner“ Figur erst ihren Charakter. Das gilt sogar im großen Filmgeschäft – wer z.b. als John Wayne-Fan (wie ich!) den „Duke“ plötzlich in einem Film nicht von FRIEDRICH SCHÜTTER gesprochen hörte, tat besser daran, erst gar keine schweren Gegenstände in greifbarer Nähe zu haben, die seinen Fernseher nicht so gut bekommen könnten ...

      Bei mir war es eben so, dass ich durchs Hören der Cassetten mein Bild von Tenner, Forbett, Futura und Laura gewann. Das war so, so waren sie schon angelegt und ich musste sie als Stimmen und Charaktere quasi „übernehmen“. Dann aber sein eigenes Geschöpf in die Handlung einzuführen und ihm seine Worte, seinen Charakter hinter Namen/Doppelpunkt zu tippen, war schon etwas anderes, auf dessen akustisches Erleben man voller Spannung wartete.

      Hatte ich schon bemerkt, dass KLAUS MIEDEL als Zweistein ein absoluter Glücksgriff war? Gut gut, gut, ich hör ja schon auf.

      Also weiter im Text. Nachdem nun mit den Leonen der erste „richtige Erzfeind“ aufgetaucht war, zog mitten von der Erde ein zweites Unheil auf, das man – wohl auch wegen seines irren Lachens – zunächst für einen betrunkenen Scherzkeks halten konnte. Wer gab sich auch schon den Namen „Zweistein“ und nannte sich rotzfrech Professor? Professor Zweistein, das war ja entweder eine boshafte Verhöhnung des berühmten Wissenschaftlers Albert Einstein oder die Kopfgeburt eines ebenfalls betrunkenen, wenn nicht gar inmitten süßlicher Rauchschwaden vor sich hin grinsenden Drehbuchautors (wobei ich zugeben muss, dass ich tatsächlich leise vor mich hin, wenn nicht sogar in mich hinein grinste).

      Zweistein. PROFESSOR Zweistein. Ob er mit Vornamen auch Albert hieß, ist leider nie geklärt worden. Dafür legte er gleich mal mit der Entführung seines Kollegen Futura los und forderte für dessen Freilassung nichts geringeres als die Herrschaft über die Erde – wohlgemerkt: nicht nur Westland, sondern die ganze schöne Erdkugel. Natürlich machten ihm unsere Helden einen Strich durch die Rechnung, aber der offenbar Wahnsinnige steckte seine Niederlage nur mit einem weiteren Lachanfall weg und kündigte ein baldiges Wiedersehen und Vergeltung an.

      Danach waren wieder die Leonen an der Reihe und rückten endlich auch damit heraus, was sie auf der Erde suchten und warum ihnen dabei die Menschen im Weg waren. Ihre Zivilisation war auf dem immensen Verbrauch von Uran aufgebaut und da sie inzwischen alle anderen Planeten ausgebeutet hatten, blieb nur die Erde mit ihren Vorräten übrig, und da weiterhin die Leonen die „Erdlinge“ schon erstaunlich gut einschätzten, gingen sie davon aus, dass diese mindestens so egoistisch waren wie sie selbst und ihr Uran niemals freiwillig herausrücken würden, daher versuchten sie erst gar nicht zu verhandeln, sondern ließen ihre Strahlenkanonen sprechen und sich zwischendurch alle möglichen Teufeleien einfallen, zum Beispiel die Beförderung unserer Helden, die sie natürlich längst als ihre Hauptfeinde ausgemacht hatten, in die tiefe Vergangenheit.

      Nun sollen diese „Erinnerungen“ ja keine Folge-für-Folge-Inhaltsangabe der JAN TENNER-Serie sein, die soll man sich lieber schön selber anhören oder auffrischen, aber die Geschichte mit der Vergangenheit, eigentlich „einfach so“ gedacht, hinterließ Spuren in meinen noch vorhandenen Gehirnwindungen. Auf jeden Fall sorgte ich schon mal vor und ließ Laura und ihre Jungs mit einem den Leonen geklauten „Zeitraumschiff“ in ihre Zeit zurückkehren, wo dieses in General Forbetts Hauptquartier gleich unter Quarantäne gestellt wurde. Niemand kam, ohne sein Okay, auch nur in seine Nähe.


      Youtube-Kanal: "Erwachsene Männer hören JAN TENNER"

      Einer alten Bauernweisheit folgend, geschieht nichts ohne Grund, was natürlich auch für die Formulierung „Laura und ihre Jungs“ gilt. Und damit wären wir bei „ERWACHSENE MÄNNER HÖREN JAN TENNER“, einer genialen Promotionidee auf Youtube (vermute ich mal).

      Also da sitzen in wechselnder Runde zwei bis einige, können auch mehrere sein, noch nicht sehr lange erwachsene Männer auf zwei Sofas beieinander und unterhalten sich erst mal locker vom Hocker über die Musicasseten, die vor ihnen auf einem kleinen Tisch um einen kleinen Cassettenplayer herum liegen, geben einige Weisheiten über JAN TENNER von sich und einer drückt anschließend die Wiedergabetaste des Geräts. Die Folge, um die es jeweils geht, legt mit der kultigen JAN TENNER-Musik los, bis der Erzähler seinen Eingangstext aufsagt und die Handlung beginnt, manchmal schweigend gebannt, manchmal unter albernem Gegacker der Zuhörer. Das geht so weiter die ganze Folge durch, von der man oft kaum ein Wort versteht. Dabei haben die Lacher natürlich oft einen realen Grund und kaum ein logischer Fehler bleibt den aufmerksamen Ohren verborgen.

      Einige Bemerkungen treffen dann auch voll ins Schwarze – so die Rolle der Laura und damit der Frau in den 80er Jahren, als die Folgen entstanden. Das war nämlich mehr als furchtbar und eine Schande für Westland, wenn nicht gar die ganze Erde und die menschliche Rasse sowieso, denn wann hätte Laura einmal die Fäuste gebraucht und mindestens zwei Leonen auf einmal ins Reich der Träume geschickt? Wann hätte sie den zündenden Gedanken gehabt, der ein Abenteuer erfolgreich zum Abschluss brachte? Nein, das war stets der Herr Tenner, sie hatte ihm nur als moralische Hilfe beizustehen – wenn auch nicht gerade so peinlich wie Tanja in den ersten drei Folgen. Dennoch das vernichtende Fazit: Die Rolle der Laura besaß lediglich Alibifunktion und stand für das reaktionäre Bild der Frau in den finsteren Achtziger Jahren.

      Man kann sich dieser erschütternden Logik natürlich nicht entziehen, wobei man sich natürlich SCHON fragen muss, weshalb immer nur „Erwachsene Männer“ auf den zwei Couchs sitzen und keine einzige Frau. Nicht mal um eine Schale Knabbernüsse oder ein Tütchen Popcorn zu bringen, verirrt sich eine solche zu den jungen Herren.

      Ich weiß bis heute nicht, ob diese „Folgen um die Folgen“ mal einfach so als Gag von Fans ins Netz gesetzt und dann, dank des Erfolgs, weiter getrieben wurden, oder ob es sich um einen Werbegag von KIDDINX handelt, die ja in Sachen Public Relations schon immer sehr einfallsreich waren (siehe die kurzen, von Ascan erwähnten Werbespots im TV oder die YPS-Aktionen). Der wirkliche Grund meiner Besuche bei den erwachsenen Diplom-Kritikern war … ich spüre die Röte mein Gesicht hoch kriechen … dass ich mir seit Jahren keine MC mehr angehört habe und mein entsprechendes gerät nun nicht mehr so will, wie ich will. Kein gutes Zureden hilft und kein schwerer Hammer, es macht einen auf vernachlässigt und glaubt, sich damit rächen zu können.


      JAN TENNER-Logo

      Dermaßen ratlos hinsichtlich gewisser Details, die ich gern für diese Erinnerungen recherchiert hätte, war es mir plötzlich, als hörte ich eine Stimme wispern, und zwar so richtig tief in mir drin: „Jetzt sieh dir diesen armen Kerl an, Jan! Sitzt gerade vor seinem Computer und will etwas über uns und … du weißt schon … nachhören, weil sein Ding nicht funktioniert!“ - darauf eine andere Stimme: „Sein … Ding, Laura? Es … funktioniert nicht mehr? Nun, da wird unser Professor Futura doch bestimmt ein Serum haben, damit sein … sein Ding wieder ...“ - „JAN TENNER!!! Ich meine seinen Cassettenspieler! Er will sich unsere Abenteuer anhören und es geht nicht!“ - und wieder eine andere Stimme: „Hmmm, ich denke, dazu bedarf es keines Serums, Laura und Jan. Er bräuchte doch nur in seinem Internet auf Youtube zu gehen und dort die Abenteuer aufzurufen, die er hören will.“ - und NOCH eine weitere Stimme: „Halten sie das wirklich für eine gute Idee, Professor Futura? Ich denke vielmehr, es könnte sich um eine Falle handeln!“ - wieder die erste Stimme: „Ach was, General Forbett. der arme Kerl ist aufrichtig, das spüre ich. Er ist aufrichtig und verzweifelt. Ich schicke ihm jetzt einen Link und ...“ - „Nur über meine Leiche. Laura! Das einzige, das ICH ihm schicken werde, ist eine Staffel unserer neuen Atombomber und ...“

      „RUHE!“

      Alle anderen Stimmen verstummten schlagartig, nur die meine hallte noch zwei oder drei, vielleicht sogar vier sekunden in mir nach, bevor ich endlich begriff, dass meine eigenen Gestalten gekommen waren, vermutlich ermöglicht durch ein neues Telepathieserum von Professor Futura, um mir bei meinem Problem zu helfen. Ich horchte in mich hinein, aber da war nichts mehr. Und da ich nichts zu verlieren hatte, außer das mein Bildschirm vielleicht eine von ALDI millionenfach vertriebene Geheimwaffe der Leonen war, wagte ich den Schritt ins Netz hinein und landete, auch ohne den Link des Professors, bei den „Erwachsenen Männern“.

      So!

      Nochmal: Zweistein war geboren. Die Leonen trieben schon seit einigen Folgen ihr Unwesen, zuletzt mit einem höchst dubiosen „Geschenk“, das sich zwar klarerweise wieder als miese Hinterlist herausstellte. Sie wollten unser Uran. Zweistein wollte auch unser Uran, wenn er auf die ganze Erde scharf war. An ein vernünftiges Verhandeln war weder mit den einen noch mit dem anderen zu denken. Also wie löste ich das ganze, was ich mir eingebrockt hatte, wieder auf? Dies war natürlich auch Thema mindestens eines der vielen Köpferauchens mit Karl Blatz und Jutta Buschenhagen in Berlin. Beide meinten, dass wir uns damit noch viel Zeit und Abenteuer lassen sollen, denn durch sie habe die Serie einen sehr angenehmen Aufschwung genommen, was mir natürlich herunter ging wie Kriechöl in den von Schreibrountinen stets bedrohten Hirnzellen.

      Von all den Folgen (stand Folge 16), die ich mir zum Schreiben dieser weiteren Erinnerungen von den „Erwachsenen Männern“ erklären lassen durfte, haute mich eine besonders vom Hocker – nicht wegen ihrer Bedeutung für die Serie (es gab ja auch etliche Lückenfüller), sondern durch die Besetzung der Nebenfiguren, wie sie oft ganz am Anfang gar schröckliche Dinge erleben, die dann Jan, Laura, Futura und Forbett erst auf den Plan riefen. Diesmal waren es zwei ältere und nicht nur geistig etwas minderbemittelte, sondern, mit ihrem traktor von einer Familienfeier kommend, auch mindernüchterne Bauernbrüder namens Wilbur und Gruber, die plötzlich auf ihrem Acker jede Menge UFOs landen sahen, was sich bei genauerem hinsehen als nur eines herausstellte. Diese beiden beschwipsten Landmänner war so sensationell gut gesprochen, dass ich sie mir immer wieder anhören muss. Toll gemacht und dickes Dankeschön an Frau Buschenhagen und Ulli Herzog als Regisseur!

      Folge 16 war nicht nur wichtig für den Fortgang der Handlung, sie besticht auch dadurch, dass die „Erwachsenen Männer“ beim Hören nur zu zweit waren und meist einfach nur lauschten. Wenn einer von ihnen etwas sagte, dann hatte das Hand und Fuß und ich … nunja … will auch nicht unerwähnt lassen, dass beide die Meinung äußerten, die Serie würde mehr und mehr zusammenwachsen, sich ineinander verzahnen, ein rundes Ding werden.

      Konkret hieß das, bezugnahme auf die Entführung in die Vergangenheit, wo von den Leonen ein Zeitraumschiff erobert und zur Rückkehr über eine Million Jahre hinweg in die Gegenwart benutzt, dann aber von General Forbett unter besagte Quarantäne gestellt wurde. Als dann aber Jan, Laura und Futura für eine Verfolgung ein superschnelles Schiff brauchten, befreiten sie es kurzerhand aus der Gewalt des Generals und düsten mitten hinein in das nächste Abenteuer, über die Maßen beeindruckt von den technischen Möglichheiten des Schiffs, aber viel mehr noch von dessen superschlauem Bordcomputer, dem Laura aufgrund seiner dauernden Eingeschnapptheit den Namen MIMOSE gab – später nur MIMO. Er und unsere Helden sollten bald … aber bald ist bald und Schluss ist Schluss.

      Deshalb für heute … „tidelit … die Herrschaften Tenner, Laura, Futura und Forbett verabschieden sich für dieses mal von euch, dem ich mich nur ungern anschließe, denn General Forbett hat wieder einmal eine unerträglich schlechte Laune und ...“

      „KLAPPE, MIMO!“

      „Seht ihr? Oh, jetzt dreht er an meiner Energiezufuhr. Er … dreht mir … den … die … tidelit … lit … llll...iii...ttt ...“



      Für den HÖRSPIELTALK von Kevin Hayes (c) 2018 Horst Hoffmann
      Bilder und Dokumente aus dem Privatarchiv von Horst Hoffmann
      Ich sortiere gerade mal meine 46 Folgen der CD Auflage in einer Reihe, so dass sie den schönen Cover Rücken mit dem JAN TENNER Schriftzug ergeben, und dann werde ich die in den nächsten Tagen mal wieder durchhören. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ra_Orkon“ ()

      #daumenhoch# #daumenhoch# #daumenhoch# Klasse Teil 2 Bericht ! Habe ich gern gelesen. Also alle Sprecher waren neben Zweistein ebenfalls Top besetzt. Einzig die Tanja würde ich als Schlusslicht setzen, aber nicht unbedingt wegen der Sprecherin an sich, sondern eher wegen der Charakterzeichnung/Figur Tanja...(Liegt wahrscheinlich bis heute im Kälteschlaf ;) . Bei der Zeitfalle(14) schickte Zweistein das TENNER-TEAM sogar 1 Milliarde Jahre zurück - Zweistein lies sich da wirklich nicht lumpen hehe

      Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre, würde ich gern ein Zusatz-Abenteuer-Hörspiel auf dem Weg zum " Stein der Macht" hören. Vielleicht Mimos nächster sicherer Planeten Tip: Landung auf einer EISWELT. Den Titel kannst du uns ja auch vielleicht schon verraten, Horst :) . Ansonsten freue ich mich auf weitere Fortsetzungen deiner Reihe hier im Forum : ERINNERUNGEN ...Grüße Rainy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rainy“ ()

      @Ra_Orkon

      Eigentlich mit Folge (7) Finsternis über Westland- Dort gehen dann sämtliche Handlungsstränge los. Später gibt es auch noch ein paar Einzelfolgen wie zb. Station der Vorzeit(27), Meteor des Grauens(40)...Habe gerade gelesen das - Das Schloss des Schreckens als Folge 47 noch mit der "CLASSIC" Jan Tenner besetzung angekündigt war. Interessant...
      Es hat zwar nur indirekt mit JAN TENNER zu tun, da es aber aus der gleichen Feder stammt und obwohl es sich um eine gebundene Taschenbuchausgabe handelte, ebenfalls bei "hör & lies" bzw. der Verlagstochter Heron-Verlag erschienen ist, möchte ich gern einmal darauf hinweisen: Auf die Fantasyserie ARDIN - SOHN DER SONNE von Jeff Jordan (=Horst Hoffmann) ...



      ARDIN - SOHN DER SONNE 1 Kampf um Burg Ardonstein
      Gegen den Willen des Zauberes Magor verläßt Ardin mit seiner Zwillingsschwester Lunia Burg Ardonstein. 18 Jahre lang waren sie hier in Sicherheit vor den grausamen Mächten der Finsternis. Ardin weiß, es ist vielleicht ein Weg ohne Rückkehr. Doch er, der Sohn der Sonne, nimmt den Kampf zur Befreiung der Welt Mysteria auf - und gerät in das größte Abenteuer seines Lebens ...

      ARDIN - SOHN DER SONNE 2 Der verzauberte Wald
      Wie Petschen schlugen die Zweige nach Ardin, zu messerscharfen Waffen sin die Blätter geworden - böse Mächte haben den Wald verzaubert. Schon bald begegnen Atdin und seine Gefährten der Herrscher des Waldes, einem grausamen Werkzeug von Trutzon, dem Herrn der Finsternis. Ein erbitterter Kampf beginnt ...

      ARDIN - SOHN DER SONNE 3 Das Tal des Schreckens
      Gibt es überhaupt einen Weg durch dieses Tal ? Unheimliche Lichtgeister bewachen den Eingang. Steinkrieger stürzen sich mit Keulen und Schwertern auf Ardin und seine Gefährten - vor allem aber scheint die Hexe Xannah alles zu beherrschen. Böse Zauberkräfte und finstere Magie haben das Tal zu dem gemacht, was es ist - zu einem Tal des Schreckens ...
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      http://www.hoerspiel-box.de "... die Hörspiel-Box - Hörspiele gut gehört ..."
      Seit 2008 mit den monatlichen Hörspiel-Charts unter hoerspiel-charts.de
      Hörspiele gibt es übrigens auch hier: hoerspiel-shop.de

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      Im Jahr 2001 hatte ich ein kleines Interview mit HoHo über JAN TENNER geführt.
      Da es thematisch schön hier her paßt, und obwohl es nicht mehr topaktuell ist, habe ich es hier mal eingefügt:

      Hörspiel-Box: "Die Folgen 1-6, der alten Jan Tenner-Serie, wurden von Dick Farlow (dies ist H.G. Francis, oder ?) geschrieben. Wie bist Du dazu gekommen ?"
      Horst Hoffmann: "Dick Farlow war/ist H.G.Francis. Nachdem er mit der Schreiberei völlig überlastet war, kam ich durch seine Empfehlung zu hör+lies, bzw. ITP."



      Hörspiel-Box: "Wie enstand Dein Pseudonym Kevin Hayes, das Du ja nur für Jan Tenner verwendest, oder ?"

      Horst Hoffmann: "Das Pseudonym Kevin Hayes habe ich mir selbst gewählt. Ich verwende es nur für Jan Tenner."

      Hörspiel-Box: "Während Dick Farlow, bei den Folgen 1-6, mehr Wert auf den "Superhelden" JT - mit Hilfe der Seren - legt, beginnst Du ab der Folge 7 einen größeren Handlungsbogen mit den Leonen und dem Höhepunkt, der Welt der 1000 Wunder (JT 7-24). Es folgten dann einige Einzelabenteuer bevor der nächste Handlungsbogen mit Seytania und Logar (JT 28-39) folgte. Daran schloßen dann drei Zweiteiler an (Azzarus (JT 41+42), Ginnicks (JT 43+44) und Zweisteins Rückkehr (JT 45+46). Immer wieder eingeflochten waren Einzelabenteuer, teilweise mit Prof. Zweistein, die für Abwechlung sorgten. Wußtest Du schon bei Übernahme der Serie wieviele Folgen erscheinen sollten ?"
      Horst Hoffmann: "Tatsächlich war es mir von Anfang an ein Anliegen, große Spannungsbogen zu schaffen, innerhalb deren die Einzelabenteuer angelegt werden konnten. Ich hatte mit dem ITP-Chef, Herrn Blatz, einen aufschlußreichen und kompetenten Ansprechpartner, mit dem zusammen ich - auf der Basis meiner Exposés - die einzelnen Folgen ausentwickelte. Er hatte und hat immer noch ausgezeichnete Ideen, um die Exposés mit Leben zu füllen. Es war nie eine Rede davon, wie viele Folgen erscheinen sollten. Solange die Serie gut lief, sollte sie fortgesetzt werden."

      Hörspiel-Box: "Der erste Handlungbogen reicht bis JT 25, war dies das erste Ziel ? Der zweite Handlungsbogen dann bis JT 40 ? Darauf folgten die Zweiteiler. War hier eine längere Planung nicht mehr möglich da die Serie auslaufen sollte ? Warst Du dann vom plötzlichen Ende (JT 45) 1989, mitten im Zweiteiler überrascht ?"
      Horst Hoffmann: "Als dann 1988/89 der Vertrieb wechselte, gab es einen krassen Einbruch, und JT wurde nicht weiter produziert. Für mich war es schon eine Enttäuschung."

      Hörspiel-Box: "Hattest Du eventuell ursprünglich eine andere Fortsetzung geplant, als die die dann nach 11 Jahren (!), letztes Jahr, erschien ?"

      Horst Hoffmann: "Ich hatte natürlich schon weitere Exposés geschrieben, die von dem abwichen, was nun als Folge 46 herauskam. Diese neue Folge (und auch die anderen neuen) wurden wieder im Brainstorming zwischen Herrn Blatz und mir entwickelt."

      Hörspiel-Box: "Hattest Du noch weitere Folgen vorgeplant ? Wenn ja, kannst Du Titel und Inhalt dazu kurz beschreiben ?"
      Horst Hoffmann: "Geschrieben habe ich die Folgen bis Nr.55"



      Hörspiel-Box: "Die neuen Jan Tenner - Die neue Dimension, erinnern frapierent an die wirklich tollen Abenteuer um die Welt der 1000 Wunder: Verschiedene Planeten müßen angefolgen, Rätsel gelöst, Gegner bekämpft werden. Hattest Du Vorgaben seitens KIDDINX dazu, oder konntest Du selbst entscheiden ?"

      Horst Hoffmann: "Für die neuen Folgen hatte ich keine Vorgaben von KIDDINX, ich konnte da weitgehend selbst entscheiden - siehe oben."



      Hörspiel-Box: "In den alten Folgen war das Verhältnis der Hauptfiguren persönlicher, Laura und Futura sprachen immer von Jan, in den neuen wird er plötzlich mit Tenner angesprochen. Und auch Mimo mußte Federn (mechanische) lassen. Der fröhliche kleine Computer wurde zu einem Blechkasten, der wenig Charme versprüht. Wurden Dir die Charaktere vorgegeben ? Wie soll hier der Anschluß an die alte Serie passen ? Hast Du schon die nächsten Abenteuer in Planung ?"
      Horst Hoffmann: "Für die neuen Folgen hatte ich keine Vorgaben von KIDDINX, ich konnte da weitgehend selbst entscheiden - siehe oben. Daß das Verhältnis der Hauptfiguren früher persönlicher war, ist mir nicht aufgefallen. Aber nach 11 Jahren steckt man nicht mehr so hundertprozentig in der Materie drin. Mag also sein, daß Ihr recht habt. Mimo wird jedenfalls wieder stärkere Auftritte haben. Die Charaktere der vier Haupthelden waren mir natürlich vorgegeben worden, als ich die Serie übernahm. Mimo, Zweistein, Seytania, Logar usw. habe ich selbst entwickelt."

      Hörspiel-Box: "Stammt die Story und der Plot zum PC-Spiel auch aus Deiner Feder ?"
      Horst Hoffmann: "Mit dem PC-Spiel habe ich allerdings nichts zu tun."

      Hörspiel-Box: "Schreibst Du noch für andere Hörspiele (-Serien) die Bücher ? Ist da etwas in Zukunft geplant ?"
      Horst Hoffmann: "Außer JT habe ich bisher keine anderen Hörspiele geschrieben. Da steht auch nichts bevor."

      Hörspiel-Box: "Hast Du eigentlich selbst die JT-Serie (Alt und Neu) im Regal stehen ? Hörst Du Hörspiele ? Sammelst Du eventuell Hörspiele ? Wenn ja, welche ?"
      Horst Hoffmann: "Natürlich habe ich JT im Regal. Ich habe sie auch alle gehört, sammle aber keine anderen Hörspiele."

      Hörspiel-Box: "Kennst Du die PR-Hörspiele (3 Einzelabenteuer EUROPA von 1973, 12 teilige EUROPA-Serie von 1983 und die drei THOREGON-Einzelabenteuer UNIVERSAL von 2000) ? Wenn ja, wie findest Du die jeweilige Umsetzung ?"
      Horst Hoffmann: "Die PR-Hörspiele von EUROPA kenne ich, die drei Thoregon-Abenteuer (leider, eigene Faulheit) noch nicht. Dazu müßte ich mich mal aufraffen. Also kann ich auch nichts über die Umsetzung sagen, höchstens zu den alten, und die finde ich gelungen. Aber halt - die drei Gucky-Hörspiele habe ich mir angehört. Sie gefallen mir bis auf die Tatsache, daß meiner Ansicht nach mehr Gucky-Humor drin sein sollte. Das stört mich auch bei den Heften. Gucky ist viel zu ernst geworden."

      Quelle: hoerspiel-box.de/hoerspiel-box…erview/horst_hoffmann.htm
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