Was haltet ihr von Mini-Serien?

      Was haltet ihr von Mini-Serien?

      Mini-Serien!
      Damit meine ich abgeschlossene kurze Serien. Oder eigenständige Staffeln.
      Das ist bei Fernsehserien ja auch bekannt.
      Daher komme ich auf dieses Thema.
      Meine Frau und ich sind derzeit infiziert von dieser Art Fernsehserien.
      Besonders aus Schweden kommt da viel.
      " Trapped", "Die Brücke", "Kommissarin Lundt, "The Missing" oder derzeit "Springflut" sind da grandiose Serien. Und unglaublich spannend. Aber nach der Staffel halt abgeschlossen.
      So etwas würde ich mir auch im Hörspielbereich wünschen.
      Habt ihr andere Beispiele?
      Was meint ihr? Habt ihr auch Lust auf solche Serien?
      Und gerne auch weitere Serientips.
      Ich wäre ein glühender Anhänger davon. Wie gut es funktioniert haben wir bei Contamination Z gesehen. Gute Beispiele sind auch der Jesus Deal oder das Jesus Video. Oder auch Merle, welches für mich eine der besten Produktionen im letzten Jahr war. Dieses ewige Herauszögern und Weiterspinnen einer Handlung ist gelegentlich schon sehr nervig. Und dann kommt es ja oft dazu, dass Reihen dann einfach eingestellt werden. Deshalb favorisiere ich mittlerweile auch Einzelhörspiele.

      Akita Takeo schrieb:

      " Trapped", "Die Brücke", "Kommissarin Lundt, "The Missing" oder derzeit "Springflut" sind da grandiose Serien. Und unglaublich spannend. Aber nach der Staffel halt abgeschlossen.


      Dass die Staffel danach abgeschlossen sind, ist ja die eine Sache (ich kenne die zwei Staffeln The Missing und die waren fantastisch), aber man brauch ja nur mal auf die Qualität zu schauen. Sowas gibt es im kommerziellen Bereich selten bis gar nicht. Goldenagengarden fällt mir spontan ein, vielleicht kann auch der neue Ohrenkneifer was reißen. Anspruch, Erwachsenenunterhaltung, keine Abziehbilder und Jugendhörspiele....

      Contendo versucht mit Mord in Serie schon was, die Charakterentwicklung kommt bei so Thrillerplots natürlich naturgemäß auch zu kurz.. Aber das wäre wohl im Filmbereich auch schwieriger..

      Auch viele Knaller der Szene (Imaga zb) haben immer noch was von zuviel Jugend (den Begriff müsste ich hier eigentlich in Anführungszeichen setzen), gute Gegenversuche waren die erste Border-Folge...

      Um auf das Thema zurückzukommen: Einzelhörspiele reichen mir eine Stunde, wenn mehr, dann muss es auch gut sein. Dark Trace 30 liegt immer noch auf der Todo-Liste, aber die ersten 10 Minuten waren schon mal wieder der übliche Schmarrn und warum muss man sowas auf 87min aufblasen....

      Riesenlange Serien mit mehreren Folgen übergreifender Handlung.... Ich hab bis heute nicht den Poe zu Ende gehört, hänge bei Takimo hinterher und bestimmt noch andere Sachen... Einerseits ist es gut, dann man zu etwas zurückkommt, was einem vertraut ist und was man mag, andererseits schreckt zu viel davon schon ein wenig ab.... Es ist denke, aber immer ein Risiko, wenn ein Label nur Kurzserien produzieren würde.... Dann wird vermutlich jedes Mal der Zeiger auf Null gestellt und das kann auch schiefgehen...
      Ich bin ein Fan von Miniserien. Der Fjord wird jetzt mit Teil 3 beendet. End of Time (6 Teile), Fallen (6 Teile), HumanEmy (4 Teile), ...

      Auch wenn jetzt, wie bei Fallen, weitere sechs Teile nachgeschoben werden, könnte man die ersten sechs Teile als in sich abgeschlossene Geschichte betrachten. Das gleiche mit Monster 1983 Staffel I+II. Die dritte hätte es gar nicht gebraucht und ich lösche sie auch wieder aus meinem Gedächtnis <X .

      Solch ein Konzept sollte man auch bei "Endlosserien" etablieren. Bis zu zehn Teile für einen abgeschlossenen Handlungsbogen und danach kann, muss es aber nicht weiter gehen. Das ist eine Herausforderung für die Produzierenden und weniger Frust für den Fan, falls mal abgebrochen wird.

      Jean St. Claire schrieb:

      Goldenagengarden fällt mir spontan


      Stimmt - ein Musterbeispiel für eine Mini-Reihe sogar. Und auch wenn es mir schwerfällt muss ich Amadeus nennen.

      Besonders tiefgreifende Charakterentwicklung ist zeittechnisch bei einem Einzelhörspiel ja auch gar nicht drin - braucht es aber auch nicht. Hier kommt es mir eher drauf an, dass es gelingt, dass ich einen prägnanten Charakter habe und das Handeln nachvollziehen kann.

      T-Rex schrieb:

      Besonders tiefgreifende Charakterentwicklung ist zeittechnisch bei einem Einzelhörspiel ja auch gar nicht drin - braucht es aber auch nicht.


      Ach, das würde ich nicht 100% so sagen. Dann wären wir wirklich ein anspruchsloses Fast-Food-Völkchen... Schon allein, wenn wir in Richtung Drama gehen, dann geht es doch gar nicht anders.. Auch: Begabte Schreiber braucht das Land! Man muss keinen 10-Minuten-Monolog halten, man kann einen Charakter auch mit wenigen Worten skizzieren, Brocken in den Raum werfen, die nicht nur "Na da werd ich die Lampe mal anzünden... Au, ist das heiß" beinhalten, sondern tatsächlich einen charakterlichen Einblick gewähren..

      Im Grusel-/Dämonenjägerbereich nicht üblich, vermutlich auch gar nicht gewollt und/oder verlangt. Das wäre wohl das falsche Genre... Leider wird dieses noch viel zu oft bedient..


      Akita Takeo schrieb:

      Ist aber leider nicht in Sicht.


      Erst wenn Asmodis auch noch den letzten Dämonenjäger in die Hölle gezogen hat! #teufel#
      Im TV finde ich das Konzept auch genial, True Detective, American Horror Story.

      Gerade zu Beginn einer neuen Staffel fällt es doch manchmal schwer sich nochmal an den kompletten Handlungsverlauf aus der vorhergehenden Season zu erinnern (auch trotz kurzer Zusammenfassung zu Beginn der neuen Folgen). Das z.B. fällt ja alles weg bei abgeschlossenen Mini Serien.

      Und auch bei Hörspielen find ich das Konzept gar nicht schlecht: Kane, Lord Atterton, End of Time... habe ich alle verschlungen. Von Einzelhörspielen (60Min Folgen à la Gruselkabinett, etc.) halte ich hingegen nicht ganz so viel.

      Gerade in Anbetracht der vielen eingestellten Serien (Ein Fall für die Rosen, Insignium, Gabriel Burns,...) finde ich eine von Anfang an auf x Folgen ausgelegte Serie viel interessanter. Gerade bei 6-10 Folgen à ca. 60 Minuten ist nicht viel Platz für Lückenfüller, die Handlung wird voran getrieben und man verliert sich nicht in X Side Stories.
      Interessant, immer wieder zu lesen, dass man sich nicht an die Handlung zurück erinnern kann, wenn eine Staffel weitergeht (Audio/Video) und diese erst noch einmal konsumieren muss. Für mich ein Zeichen, dass entweder der Stoff so uninteressant war, dass es nicht im Gedächtnis geblieben ist oder man einfach viel zu viel konsumiert. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, ganze Staffeln oder mehrere Folgen rückwirkend ansehen/anhören zu müssen, um der aktuellen Handlung folgen zu können. Im Zeitalter des Streams, ist die Menge an Hörbaren so groß, dass es einen schon stressen kann. Ist es da nicht wichtig, sich auf weniger zu konzentrieren, dann aber richtig?
      Kannst du dich nach über einem Jahr noch an wirklich alles erinnern?
      Ich habe meist kein Problemder Haupthandlung weiter zu folgen, aber kennst du immer auch noch den Backround von Nebencharakter x, der in Staffel y einen Auftritt hatte...

      Wir schauen uns auch nicht nochmal die kommpletten Vorgängerstaffeln an, aber oftmals google ich einfach nochmal den Verlauf eines Charakters oder einer Seitenhandlung.

      Klar macht auch die Masse einiges aus, dass man sich nicht immer an alles erinnern kann, aber bei einer durchschnittlichen Sendepause je Serie von einem Jahr und bei nur noch 10-13 Folgen bei aktuellen Serien, was hörst / schaust du dann die restlichen 48 Wochen des Jahres? ;)

      Wenn ich mal beim TV bleibe - haben wir 4-5 Serien die wir wirklich verfolgen und schauen (nicht abgeschlossene, weiterlaufende Serien). das empfinde ich nicht als wirklich viel.
      Falls Du Sie nicht schon kennst, könnte ich mir vorstellen, dass Dir vielleicht die britische Serie Utopia gefallen könnte.



      de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Fernsehserie)
      http://www.blackdays.de - http://timeshift.blackdays.de - TimeShift kostenloses Hörspiel - Finale ist online, Folge 8 "And All My Dreams, Torn Asunder" * TS 7.1 TechDemo *
      Bewundernswert, wenn man sich längerer Zeit noch an den kompletten Handlungsstrang erinnern kann. Also ich mache das wie @Orko aus dem Zauberland.

      Nur mal Gabriel Burns als Beispiel. Ich mochte diese Reihe sehr und war in der Handlung drin. Schöner hätte ich es zwar gefunden, wenn man vielleicht zwischendurch mal ein Ende gefunden hätte und vielleicht einen komplett neuen Handlungsstrang aufgemacht hätte. Heute würde ich die neuen Folgen (ich bezweifele immer noch, dass da irgendwann was kommt) nicht kaufen, da ich die gesamte Reihe vor Hören der neuen Folgen noch einmal hören müsste. Und dafür habe ich einfach keine Zeit.

      T-Rex schrieb:

      Bewundernswert, wenn man sich längerer Zeit noch an den kompletten Handlungsstrang erinnern kann
      Vielen Dank. Ich mache es da wie im richtigen Leben. Da kann man auch nicht zurückspulen und noch einmal hören. Wenn ich etwas gar nicht nachvollziehen kann, versuche ich diese Lücke mit dem neuen Wissen zu schließen, indem ich Rückschlüsse ziehe, was gemeint sein könnte. Mut zur Lücke!

      T-Rex schrieb:

      Gabriel Burns (...) ich bezweifele immer noch, dass da irgendwann was kommt
      Das sehe ich genauso. Da kommt nichts mehr, außer Fan-Gebeten, wildes Spekulieren und Fiebertraumdeutungen der Sassenberg'schen Interviews.
      Bin auch ein großer Fan von Miniserien, da einfach überschaubarer, das liegt auf der Hand und motiviert mich noch mehr, Neues zu entdecken !

      Schöne, lange Serien haben jedoch auch Ihren Reiz, bei meinen neuen Sherlock-Boxen bin ich da auch sehr glücklich drüber, da kann ich mir dann einfach mal einzelne Folgen rauspicken, auch wenn mir noch 3 Boxen fehlen... 8|

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Betaraybill“ ()

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