Fünf Freunde (124) - auf der Suche nach Timmy

      Fünf Freunde (124) - auf der Suche nach Timmy

      Es sind Ferien und diese wollen die Freunde wieder in Kirrin verbringen. Doch als sie sich gerade Verpflegung für einen Trip auf die Felseninsel gekauft haben, verschwindet Timmy, der angeleint vor dem Geschäft warten musste. George glaubt sofort an eine Entführung und die Freunde starten mit einer fieberhaften Suche, die sie auf ein Drehgelände einer Filmfirma führt. Tatsächlich scheint Timmy dort zu sein…

      Cover, Titel und Klappentext präsentieren sich als sehr gelungen. Timmy als Aufhänger ist schon sehr gut gewählt.

      Sprechertechnisch bleibt es bei guten Leistungen. Auch wenn unsere Freunde weiter ein wenig zu alt klingen, sind ihre Leistungen gut und Erzähler Lutz Mackensy ist ohnehin eine Bank. Innerhalb dieser Reihe ist es auch eher interessant, wie die Nebenrollen besetzt sind. Die Besetzungen hier gefallen mir sehr gut. Harals Weiler bekommen wir als Craig Winter zu hören und bei ihm gefällt mir gut, dass er mal recht böse daher kommt, man aber in der anderen Szene dann doch nicht so recht weiß, ob er es denn wirklich ist. Peter Kirchberger, der den Filmproduzenten mimt, hat mich mit seiner lauten Art zum Lächeln gebracht. So stelle ich mir einen gestressten Filmemacher vor. Dazu bekommen wir unter anderen noch Woody Mues, Michael Lott, Elga Schütz oder Sven Dahlem zu hören. Insgesamt eine sehr gute Leistung in diesem Bereich.

      Ausgerechnet Timmy, der neben Oskar wohl der beliebteste Jugendhörspielhund ist, wird entführt. Man hält sich nicht mit einer langen Einleitung auf, sondern es geht sehr schnell in das eigentliche Abenteuer der Fünf Freunde. Dieses besteht nicht einmal in einer sonderlichen langen Suche, da man sehr schnell herausfindet wo Timmy ist, sondern eher darin, einen Beweis zu finden, dass es sich bei dem Hund auch um Timmy handelt.

      Mich lässt das alles ein wenig zwiegespalten zurück. Recht lustig fand ich die Darstellungen aus Timmys Sicht in der Hand seiner Entführer und auch die Rückschläge, die unsere Freunde immer wieder ertragen müssen, halten den Hörer bei Laune und sorgen dafür, dass man mitfiebert.

      Auf der anderen Seite empfinde ich die ganze Geschichte einfach als zu unglaubwürdig. Ok, dass Hunde eigentlich gechippt sind bzw. sein müssen, lasse ich mal außer von. Aber dass weder der Tierarzt noch Constable Wilbert Timmy erkennt, finde ich schon sehr seltsam. Und über die Beweisführung am Ende der Geschichte hüllt man dann besser den Mantel des Schweigens.

      Lachen musste ich beim Gag mit Johnny Webb, den man aus einigen Piratenfilmen kennt und der nun in Kirrin ist. Das muss man wohl mit einem Augenzwinkern sehen.

      Musikalisch und soundtechnisch alles in Ordnung.

      Insgesamt eine Folge, die weder wirklich schlecht noch wirklich gut ist.
      Bilder
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