Verkaufszahlen von Hörspielen?

      Ich habe noch nie etwas über genauer Verkaufszahlen irgendwo gelesen.
      Jedoch kann man lesen, das sich die "Drei ???" Folgen" innerhalb kurzer Zeit über 100.000 Mal verkaufen und Goldstatus erlangen.
      Ich glauber aber das die wirklichen Verkaufszahlen der Serie und jeder Folge noch deutlich höher liegen.
      Eine Gesamtverkaufszahl von Serien kann man auch immer mal wieder lesen.
      Mehr leider nicht.
      Danke schonmal für die Antwort. Dass die ??? wie geschnitten Brot laufen, ist klar. Ich fände vor allem interessant, wie es mit vermeintlich kleineren Serien läuft.

      Ab wieviel Einheiten rentiert sich ein Hörspiel z.b. - wir haben hier doch einige Szene-Kenner. Lasst mal hören. Müssen ja keine exakten Zahlen sein. ^^
      Ich denke das die Sprecher der drei ??? auch am meisten verdienen in der Hörspielbranche. Sie bekommen sicher gutes Geld.
      Aber das sind sie auch wert.
      Ohne sie gäbe es diesen Erfolg nicht.

      Sonst denke ich gehört die Serie um die drei Jungs aus Rocky Beach nicht zu den teuersten Produktionen. Da gibt es in Sachen Effekte und Musik doch andere Kaliber.

      Wichtig sind sicher die Produktionskosten. Daher kann Uch ein Hörspiel das sich 2000 Mal verkauft ein Erfolg sein.

      Zahlen hat man auch hier schon mal gelesen. Z.B. von Simon H. (R&B).
      Verkaufszahlen von Hörspielen ist für mich auch ein Buch mit sieben Siegeln. Da wird man wohl niemals offizielle Zahlen veröffentlichen. Leidglich kann man Mutmaßen.
      In dem Interview von Poldi mit Winterzeit konnte ich rauslesen, dass sich die Edgar Wallace Klassiker wohl ganz gut verkaufen. Da wurde gesagt, dass mittlerweile die Serie zum dritten Mal gepresst wurde und das die Auflage jeweils bei 1000 Stck. lag. Hoffe ich habe jetzt nichts falsches geschrieben.
      Das fand ich persönlich auf jeden Fall Klasse und freut mich, denn anfangs sah es ja nicht unbedingt nach einer Einzel-CD-Auflage aus.
      Man muss die Menschen nehmen wie sie sind,
      es gibt ja keine anderen. ;)
      @MuckMuck
      Ja schwierig - mich interessieren auch die Verkaufszahlen aus dem "hoch" der Hörspielzeit , den 80ern. Habe da und dort mal gelegentlich etwas gefunden, das über Abverkaufszahlen Rückschlüsse zulässt, so zb. hier Commander Perkins (Europa) Folge 3-6 durchschnittlich ca. 200.000(!) pro Folge verkauft wurden. Damaliger Preis warscheinlich 6,95 DM. Also recht ansehnlich lukratives Geschäft damals.

      zauberspiegel-online.de/index.…&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=de

      Bei Perry Rhodan 01-12 (Europa) habe ich ähnliche Zahlen gelesen, finde den Link nicht mehr.Wer außerdem Umsatz-Zahlen auch aus besagter Zeit kennt. Nur her damit :thumbup:
      Ganz pauschal kann man selbstverständlich nicht die Verkaufszahlen darstellen, aber grundsätzlich kann man schon die Bereiche in etwa eingrenzen. Nehme ich bspw. den Zeitraum 12 Monate nachdem VÖ dann lässt sich folgendes recht gut ableiten (kleine Label).

      60% der Produktionen liegen in etwa bei 500 bis 1.000 verkauften CD´s. Von den restlichen 40% schaffen ca. 25% Abverkäufe bis 1.500 CD´s, die letzten 15% 2.000 CD´s und höher. Ich denke mal das entspricht in etwa der Realität.

      Rechnet man jetzt mit durchschnittlich 4.- EUR Rohertrag und dem Mittelwert der Abverkaufszahlen pro CD bekommt man folgende Umsatzzahlen (Gewinn vor Steuern):

      750 CD´s = 3.000 EUR
      1.250 CD´s = 5.000 EUR
      1.750 CD´s = 7.000 EUR

      Nicht eingerechnet sind neben den tatsächlichen Steuerabgaben auch die Retourenposten, die je nach Vertrieb und Anzahl der Rückläufer nicht unerheblich sein können.

      Geht man wiederum pauschal davon aus, das eine Produktion durchschnittlich (hängt von einigen Faktoren ab) ca. 2.500 EUR kostet, dann kann man sich jetzt wohl selbst ein Bild davon machen, welche Umsätze generiert werden müssen damit Überschüsse überhaupt entstehen können, die dann aber zumeist wieder in neue Produktionen fließen und nur geringfügig zum Eigenbedarf verwendet werden.
      Sehr interessante Ausführungen, pmartin :saint:

      Allerdings gibt es ja auch noch Downloads und Streaming.

      Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die von WinterZeit aufgelegten Edgar Wallace Klassiker auf 3000 St. kommen, das wäre ja das Geschäft des Jahrzehnts (außerhalb der Europa- und Sinclair-Lizenz-zum-Gelddrucken-Hörspielwelt). Aber wenn der User das sagt, dann kann ich ihn natürlich nicht widerlegen.
      Och jetzt lacht doch mal, ihr verkniffenen Kinderhörspielficker!

      Das Kopieren dieser Signatur ist gestattet. Dies gilt vor allem für alle.

      Chris schrieb:

      Allerdings gibt es ja auch noch Downloads und Streaming.

      Das ist richtig, jedoch sind die Zahlen für Downloads die ich kenne nur rund 20% vom CD verkauf. Somit (kleinster Mittelwert) 150 x 2,50 EUR = 375 EUR. Dazu: 10.000 Streams bringen ca. 60 EUR. Ich denke die Zahlen sprechen (nicht) für sich.

      Chris schrieb:

      Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die von WinterZeit aufgelegten Edgar Wallace Klassiker auf 3000 St. kommen, das wäre ja das Geschäft des Jahrzehnts (außerhalb der Europa- und Sinclair-Lizenz-zum-Gelddrucken-Hörspielwelt). Aber wenn der User das sagt, dann kann ich ihn natürlich nicht widerlegen.

      Das bin ich ganz bei dir! Sollte die Zahl aber tatsächlich stimmen, dann kann man das nur auf die Nostalgiekarte schreiben. Ich habe sie mir auch nur aus diesem Grund gekauft, weil ich sie im Kind- bzw. Jugendalter gehört habe.

      Rainy schrieb:

      Wie ist deine Meinung zu Commander Perkins- Allein mit dieser Serie wurden doch(nach Verkaufszahlen und den von dir genannten % Abzügen) Umsätze in Millionenhöhe(Netto,DM) gemacht, oder ? (Rein hypothetisch, vorausgesetzt die Zahlen stimmen)

      Klar ist, dass gerade in den 70er und 80er die Abverkaufszahlen in ganz anderen Dimensionen gemessen wurden. Da wurde dann auch mal eine Serie eingestellt, die immer noch 10.000 Verkäufe zu verzeichnen hatte. So etwas in der heutigen Zeit…das wäre der Überflieger.

      Ob Commander Perkins so hoch angesiedelt war kann ich nicht wirklich beurteilen, halte es aber für möglich. Nicht wenige Serien hatten bspw. Abverkäufe zwischen 50.000 und 80.000. Wenige gingen sogar über 200.000 hinaus. Es kann also gut sein das CP darunter gewesen ist…und ganz eindeutig, da wurde "richtig viel" Geld verdient!

      Neu

      3000 Wallace wäre ja schön, glaub ich aber auch nicht. Aber eine "Pressung in Auftrag geben" hat ja auch nichts mit dem Verkauf zu tun. Ich kann auch jedem Monat eine Pressung in Auftrag geben, das sagt über den Verkauf nichts aus.
      Es gibt übrigens auch Presswerke die auf kleine Auflagen ausgelegt sind. Vermutlich hat man 400 oder so gemacht, aber das sind alles Mutmaßnungen. Ich weiß nur, das EUROPA damals von den RDK enttäuscht war und diese bei weitem alle sehr schlecht liefen, bis auf Larry Brent, weshalb man ihn ja damals versucht hat wiederzubeleben....
      Besucht meine Homepageprojekte:
      hoernews.de
      kurtz-check.de
    Hier geht's zum HÖRSPIEL-PLAYER ...