Giallo (eine Hörspielserie von Audionarchie)

      Giallo (eine Hörspielserie von Audionarchie)

      Mir persönlich war nicht bekannt, was ein Giallo ist. Klar, dass man im Zuge des Hörens einer Hörspielfolge (hier Giallo aus der Reihe MindNapping) mal schaut, was es denn eigentlich damit auf sich hat.
      Nachdem ich was dazu gelesen habe ist mir aufgefallen, dass ein Blick ins Booklet mir Sucherei erspart hätte.

      ​Audionarchie startet eine neue Reihe - Giallo, eine Hörspielreihe im Stile italienischer 70er-Jahre Genre-Thriller.

      Die Folge 27 der MindNapping-Reihe soll der Auftakt zum gleichnamigen Spin-Off sein. Autor Markus Duschek ist, wie Patrick, ein Freund des Filmgenre des Giallo.
      ​Ich bin sehr gespannt, was da auf uns zukommen wird. Für mich etwas vollkommen neues und ich hoffe sehr, dass das Experiment gelingen wird.
      Was haltet ihr von dieser Idee?
      Ich bin jetzt kein großer Fan dieser "italienischer 70er-Jahre Thriller" in Filmform, aber warum nicht auch dort mal etwas probieren. Ich stelle mir speziell nur die Frage, was diese Hörspiele von den "normalen" Thrillern unterscheidet? Wie erkennt man, dass man hier so etwas besonderes hört? Wird es durch die Musik vermittelt? Spielt alles nur in Italien? Aber neue Projekte sind erstmal immer interessant. :)
      Wenn die Macher sich wirklich die Genrefilme der 60er/70er aus Italien mit diesem Namen zum Vorbild genommen haben, dann ließe sich ja auch sagen, was genau das Besondere sein wird, wie sich diese Hörspielserie von anderen unterscheidet.

      Die Giallo-Filme legen besonderen Wert auf die ausführlich-lustvolle Schilderung besonders ausgedehnter Folter- und Tötungsszenen, bei denen idR junge und hübsche Frauen die Opfer sind. Täter sind meist clevere Serienkiller, und kriminalistische Logik war zumindest bei den Filmen auch zweitrangig, weswegen Kritiker den Giallos auch vorwarfen, Gewaltpornos zu sein.

      Mehr dazu: de.m.wikipedia.org/wiki/Giallo_(Filmgenre)
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

      Fader schrieb:

      Wenn die Macher sich wirklich die Genrefilme der 60er/70er aus Italien mit diesem Namen zum Vorbild genommen haben, dann ließe sich ja auch sagen, was genau das Besondere sein wird, wie sich diese Hörspielserie von anderen unterscheidet.


      Es werden ja dann auch irgendwann genauere Informationen kommen. Die Reihe erscheint ja erst einmal noch nicht.
      Die Grundidee, das Giallo-Genre zu vertonen, finde ich ziemlich töfte. Und nein, mit Gewaltpornos hat das absolut nichts zu tun.

      Die italienische Spielart des Thrillers begann eigentlich bereits in den 60ern durch den Regiegroßmeister Mario Bava, der der Welt grandiose Werke als Kameramann und Regisseur schenkte. Nicht nur im Thriller-, sondern auch im Gruselgenre, aber auch in komplett anderen Genres wie z. B. dem Abenteuerfilm hinterließ er seine Duftmarke. Noch bekannter dürfte Dario Argento sein, der seit Ende der 60er regelmäßig im Genre auf sich aufmerksam macht. Dazu gibt es dann noch eine Menge weiterer toller Regisseure, Autoren und Kameramänner.

      Übrigens sind auch die letzten Edgar Wallace-Verfilmungen Ende der 60er, Anfang der 70er eigentlich Gialli, wie auch viele Gialli selbst einige Ähnlichkeiten mit den Bundesdeutschen Wallacefilmen aufweisen. Darüber hinaus gibt es noch unzählige weitere Abwandlungen im italienischen Giallo. Einige Filme sind gesellschaftskritische Werke, andere sind stinknormale Krimis, wieder andere sind verkappte Horrorfilme, andere sind halbe Erotikfilme und schlussendlich hat dieses Filmgenre weltweit vieles befruchtet. Z. B. findet sich im ersten Freitag der 13. eine Szene, die fast 1:1 aus Bavas Bay of Blood von 1971 stammt; ebenso, wie Quentin Tarantinos geliebte Kofferraumeinstellungen.

      Ähm. Ja. Das mal als Exkurs. Also, wie gesagt, ich find's 'ne knorke Idee, weil man da mal etwas andere Thriller machen kann. Vor allem find' ich's gut, weil ich schon vor über fünf Jahren ein Hörspielskript für einen Giallo geschrieben habe, der auf einem Filmskript basiert, das über zehn Jahre alt ist. Eben jenes Hörspielskript befindet sich seit geraumer Zeit in der Vertonung (die ersten Aufnahmen entstanden bereits 2014). Bei uns dauert's ja gerne mal etwas länger ;) . Es dürfte also irgendwann 2018 unseren Giallo geben...

      Aber ich denke nicht, dass wir uns da irgendwie behakeln werden.
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