Final Step - Wartesaal zum Tod

      Final Step - Wartesaal zum Tod

      Final Step - Wartesaal zum Tod (von Harald Franklin)

      ...

      Schottland 1167
      1167, Fort William, ein kleines Dorf in den schottischen Highlands. Eine unbekannte tückische Krankheit hat das Dorf befallen.
      Viele der Bewohner sind bereits qualvoll gestorben. Im düsteren Gebäude von Eilean Donan Castle erfährt der Alchemist und Mediziner Christian Palmer
      wie diese tödliche Krankheit zu besiegen ist, aber er begeht einen verhängnisvollen Fehler und löst damit eine Kettenreaktion aus.
      Die nachfolgenden Generationen aus der Umgebung von Fort William sterben alle am selben Tag, auf die Sekunde genau, eines gewaltsamen Todes.
      Wird es Christian Palmer gelingen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen oder soll auch sein Leben auf tragische Weise ein Ende finden?

      Schottland, 2005
      Prof. Christian Palmer leitet in den schottischen Highlands eine über die Grenzen bekannte Sterbeklinik.
      Seit Generationen sterben in der Umgebung die Bewohner an einem mystischen Fluch aus dem 12. Jahrhundert.
      Vier totgeweihte Frauen, die sich in der Klinik auf ihren nahenden Tod vorbereiten, wollen noch einmal für
      ein letztes Wochenende in das „wahre Leben“ eintauchen. Martha, die noch eine alte Rechnung zu begleichen hat,
      die junge Laura die unverhofft die letzte große Liebe erfährt, Ruth die den Kontakt ihres seit zehn Jahren vermissten Sohn
      sucht um ihn ein letztes Mal wiederzusehen und Dorothy die alternde Filmdiva sich in den letzten Stunden als gute Seele erweist.
      Der Trip, der ein wunderschöner Traum werden sollte, endet in einer absoluten Katastrophe.
      Wird es dem Professor gelingen, den Jahrhunderte andauernden Teufelskreis zu durchbrechen
      oder sollte auch sein Leben auf tragische Weise ein Ende finden?




      Es beginnt in und mit der Vergangenheit und ist nach rund 7 Min. in der Gegenwart
      und ist mit einer Gesamtlaufzeit von rund 1 Std. nicht zu lang und schaurig schön ....


      Ist ein HSP mit sehr hohem Erzählanteil - (Joachim Kerzel)
      (die anderen Sprecherinnen werden leider nicht genannt)
      und die Spielszenen sind, im Verhältnis gesehen, recht gering.
      Ich würde es nicht unbedingt 'Inszenierte Lesung' nennen, eher 'Hörspielbuch'.
      Dazu gibt es zwei verschiedene Coverversionen - auf dem einen steht Hörspiel auf dem anderen Hörbuch ...



      Für Leute, die keine Probleme mit dieser Art von Hörmedium haben oder sogar sehr gerne hören
      und auch von Inhalt angetan/interessiert sind, kann ich das wärmstens empfehlen
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      Daryl : - Easy Street !
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      " DU! DU! DU! "

      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      Grundsätzlich stört mich ein hoher Erzähleranteil ja auch nicht, aber in diesem Hörspiel ist das schon extrem. Den Streit, ob es noch ein Hörspiel oder doch eher eine Lesung ist, kann man sicher führen.

      Wie auch immer: Die Umsetzung finde ich von der rein handwerklichen Seite her gelungen. Joachim Kerzel ist als Erzähler natürlich eine Bank. Die restlichen Sprecher/innen erledigen ihren Job ordentlich. Es gibt übrigens neben Kerzel sogar noch eine Erzählerin, die zum Einsatz kommt, wenn die Handlung zu einer der Protagonistinnen (Laura) wechselt. Die Geräuschkulisse ist prima, die Atmosphäre wie von @LskH bereits geschrieben durchaus 'schaurig schön'. Die Geschichte weiß mit einer guten Grundidee und einem ungewöhnlichen Handlungsort (Sterbeklinik) zu punkten, ist aber ganz sicher kein literarischer Meilenstein. Aber das erwartet man ja auch nicht unbedingt.

      Es könnte also alles prima sein - nur hat mich diese Geschichte trotz alledem überhaupt nicht mitgenommen. Warum das so ist wurde mir erst nach einigem Nachdenken klar: Die Figuren sind eindimensional und 'blutleer'. Die Schicksale der drei Damen haben mich deshalb emotional überhaupt nicht berührt - und damit kommt dann auch die Sterbeklinik als atmosphärisch beklemmender Ort kaum zum Tragen. Die (wenigen) Dialoge sind auf Groschenroman-Niveau. Dies alles in Zusammenhang mit einem misslungenen Spannungsbogen führt dazu, dass die gut 60 Minuten Laufzeit einfach nur langweilig sind. Die vielen guten Ideen und Möglichkeiten wurden letztendlich verschenkt.

      Eine Frage blieb für mich offen: Am Ende klären sich der Fluch und seine Bedeutung zwar auf, aber wird eigentlich erklärt, woher die Krankheit ursprünglich im Jahr 1167 kam? Falls ja, habe ich das wohl überhört.

      Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass ein kleiner Fehler in einer Datei (Track 5, circa bei 6:36), der schon im Kaufdownload vorhanden war, nach all den Jahren auch im Stream immer noch da ist. Das hätte sich nun wirklich ganz simpel beheben lassen.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stollentroll“ ()

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