EDGAR WALLACE LÖST DEN FALL (eine Hörspielserie von WINTERZEIT)

      Gestern lief bei mir Folge 3 "Der schwarze Armbrustschütze"

      Die ersten beiden Folgen haben mir schon Spaß gemacht, das ist hier bei Folge 3 auch nicht anders. :)

      Die Eröffnungssequenz mit einer Attacke des Schützen bringt gleich Spannung und ist als Einstieg genau richtig gewählt.

      Es wurde ja hier und auch andernorts kritisiert, aber mir gefallen die Rückbezüge auf Wallace und dadurch vorhandene Lösungsansätze gut, das ist mal was anderes.

      Der Fall selbst gefällt mir bisher von allen dreien am besten und die schlussendliche Auflösung war auch gut. Am Ende fand ich allerdings, dass Bliss es zu sehr in die Länge gezogen hat, das hätte gerne etwas weniger langatmig vorgetragen werden können. Ich bin kein sooo großer Freund von langen Abschlussmonologen. Ich fand auch, dass manches auch schon klar war und nicht mehr so detailliert hätte erzählt werden müssen.

      Alles in allem gefällt mir die Reihe aber und ich bleibe da auf jedem Fall dabei. :)

      Akita Takeo schrieb:

      Nach der durchschnittlichen ersten Folge habe ich die Folgen 2 und 3 nicht mehr erworben.
      Da fehlt einfach der Reiz.
      Einheitsbrei.

      Na toll... dann wissen wir ja, welche Serie als nächstes mit sofortiger Wirkung eingestellt wird... und du bist schuld. ;)
      Die erste Folge fand ich jetzt auch nicht so berauschend, aber die zweite CD habe ich gestern bekommen. Bin schon mal gespannt. Eine zweite Chance gibt es von mir meistens.
      Die erste Folge fand ich nette durchschnittliche Unterhaltung, nicht mehr, nicht weniger. Was mich am meisten störte ist Jürgen Kluckert in der Hauptrolle. Dieses Gebrumme mit Schnappatmung ist einfach nicht mein Ding. Kenne nicht viel mit ihm, habe aber von dem wenigen, das ich kenne, den Eindruck dass er schauspielerisch nicht viel mit seinen Rollen macht. Sein Inspektor hier klingt eigentlich 90% nach Tim Denham. Gut, immer noch eine bessere Lösung als hätte er ihn wie Benjamin Blümchen gesprochen, aber trotzdem...

      Fasto schrieb:

      Die erste Folge fand ich nette durchschnittliche Unterhaltung, nicht mehr, nicht weniger. Was mich am meisten störte ist Jürgen Kluckert in der Hauptrolle. Dieses Gebrumme mit Schnappatmung ist einfach nicht mein Ding. Kenne nicht viel mit ihm, habe aber von dem wenigen, das ich kenne, den Eindruck dass er schauspielerisch nicht viel mit seinen Rollen macht. Sein Inspektor hier klingt eigentlich 90% nach Tim Denham. Gut, immer noch eine bessere Lösung als hätte er ihn wie Benjamin Blümchen gesprochen, aber trotzdem...


      Ich kann mit Jürgen Kluckert eigentlich hauptsächlich nur was anfangen, wenn er den Erzähler gibt. Das kann er einfach grandios. Und hier als Bliss ist er leider einfach von der Klangfarbe und Stimme zu alt.

      LskH schrieb:

      Fall 1 :
      ...

      Sehr schön inszeniert in den 1920ern spielend und mit toller passender Musik dieser Zeit untermalt.
      Alles sehr atmosphärisch - die Schlossszenen (ganz bes. am Anfang) und auch in der Gaststätte.
      Dazu sehr passend auch die entsprechenden Cover (der gesamten Serie)
      - sehr schade finde ich nur, das man für Bleding Castle kein schottisches Castle genommen hat,
      wo es davon dort doch so massig viele gibt ....
      Naja, den meisten wird es nicht auffallen und egal sein, aber eigenartig finde ich das schon.

      Der Fall selber ist nichts weltbewegendes - das ist schon extrem ausgelutschte 'Kost'.
      Und die Bezüge zu den Wallace-Romanen finde ich schon sehr einfältig, plump und aufgezwungen.
      Irgendwie hatte ich mir da etwas mehr Bezüge versprochen - das wirkt auf mich etwas lieblos.
      Dennoch schafft es das HSP gut zu unterhalten - alleine durch den guten DCI Bliss, der mir zwar zu alt ist,
      denn, wie ich oben schon schrieb, hatte ich eine entsprechend andere Figur erwartet,
      aber trotzdem sehr erfrischend rüberkommt, obwohl er 'behäbig', etc. sein soll ....
      Alles in Allem ist es auf jeden Fall nicht 'ermüdend' oder gar 'einschläfernd' und auch nicht in Überlänge,
      sondern relativ kurz und knackig

      Die Sprecher sind durchweg erstklassig - da gibt es fm nicht auch nur eine (annähernd) schlechte Leistung,
      was zusätzlich auch für eine gekonnte Regie spricht.
      Etwas 'störend', wenn man das so sagen kann, sind die Schrittgeräusche - die teilweise klingen wie
      'Holzbein-Eddy im Stockschritt über ne Grabplatte' - aber das war es dann auch schon



      Fazit :
      Kein Muss, aber trotzdem kurzweilige Oldschool-Krimiunterhaltung
      Ein wenig mehr WALLACE , wenn man schon den Namen ins Spiel bringt
      und die vorhandenen Bezüge nicht so plump und krampfhaft einbauen ....
      Dann ist diese Serie durchaus eine gute Ergänzung in der Alt-Krimi-Landschaft.


      Ich habe die erste Folge mittlerweile auch gehört und würde mich dieser Rezension anschließen wollen. Wobei ich durchaus auch die Rezensionen von Schlehaz (setzt allerdings zu sehr heutige Maßstäbe an, was dem Stoff nicht ganz gerecht wird) und T-Rex (freut mich für ihn, dass das Hörspiel seinen Geschmack getroffen hat) nachvollziehen kann.

      Trotz einiger inhaltlicher Schwächen, wie z. B. des recht durchschaubaren Kriminalfalls (klar möchte man dem Leser/Hörer auch Hinweise zum Mitraten an die Hand geben, aber hier waren mir einige Schlagworte doch etwas zu prominent präsentiert) oder dass dieser Fall auch von Arthur Conan Doyle hätte gelöst werden können, denn ...

      Spoiler anzeigen
      ... ein unbekannter Erbe mit Ähnlichkeit zu einem Familienporträt, der sich einen alten Fluch zunutze macht, um den/die Erblasser ins Jenseits zu befördern ist doch eins zu eins "Der Hund von Baskerville" ...


      ... kann ich dem Hörspiel als Wallace-Roman-Kenner allerdings zugute halten, dass einige Szenen sehr gut den Geist und die Atmosphäre der Originale getroffen haben. Es war insgesamt unterhaltsam genug, dass ich vermutlich auch bald in die anderen Folgen hereinhören werde.

      Wenn die Luft, die nach der ersten Folge nach oben hin noch deutlich offen ist, tatsächlich noch weiter ausgefüllt wird, bin ich natürlich umso gespannter.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
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