CHARLIE CHAN (eine Krimi-Hörspielserie von All Score Media) ...

      Tobbe_ schrieb:

      Bleibt zu hoffen das die zweite Folge deutlich besser wird als die erste.

      Mir hat die erste Folge gefallen, von daher wird mich sicherlich auch die zweite nicht enttäuschen und auch wieder gut unterhalten :saint: ...
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      Was gibt es zum "chinesischen Papagei" zu sagen?

      Nun ja.

      Sprecher loben ist ja eigentlich Quatsch, weil das ist ja eh eine Selbstverständlichkeit, dass die ihr Handwerk beherrschen, wurden ja nicht von der Straße weg verpflichtet. Aber wie eigentlich immer bei Allscore ist das schon überdurchschnittlich gut, was natürlich auch an der Regie liegt. Für Krawall mag es bessere Regisseure geben, aber im Krimibereich ist Gerd Naumann meiner Meinung nach die Nummer 1. Noch verzichtbarer ist es, sich über das Cover auszulassen, aber bei mir macht das einfach Lust auf Hören, sowohl das, was HP hier gepostet hat, als auch das im Tablett. Deshalb hab ich es wohl auch als erstes Hörspiel aus dem Freitags-Neuerscheinungspaket geholt, trotz der mächtigen Konkurrenz.

      Sind wir beim Kern der Töle angekommen, der Story. Und hier habe ich wieder die Probleme, die mir schon das "Haus ohne Schlüssel" vermiest haben. Man merkt der Story die 90 Jahre, die sie auf dem Buckel hat, leider sehr an. Ein clever durchdachter Krimiplot ist das sicherlich nicht.

      Das Hören bereitet aber auch keine Schmerzen, man kann es schon durchwinken. Ich hoffe, dass sich Herr Biggers von Fall zu Fall steigert und bleibe weiter dabei. Aber ein Steinfester Cheng wird aus dem Biggerschen Chan wohl leider nicht mehr.

      Apropos Steinfest, mir fehlen da noch paar Sachen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, möge sich bitte bei mir melden.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie - das ist Brutalität
      So, habe die erste Folge durch. Und ich muss sagen.... puuuh, bin stolz auf meine Leistung.
      Hab eigentlich nur reingehört weil ich neugierig war, wie sich der Kraussmut als Asiate anhört - tut er gar nicht, eher wie Nachbar Paschulke nach einer Schlaftablette, oder wie sein Mönch aus Lady Bedfort 12, falls das noch jemand im Ohr / Hinterkopf hat.
      Und da kommen wir zum ersten Problem.... habe mir so als kleine Referenz ein paar der alten Filme mit Warner Oland angeschaut, und die gefielen mir sehr gut, allerdings auch weil Oland's Chan seine chinesischen Kalenderweisheiten immer mit einem kleinen Augenzwinkern zum besten gab, während Helmut Krauss da versucht weise und salbungsvoll zu klingen.
      Das zweite Problem ist die ganze Ausgangssituation der Story. Gut, daran sind wahrscheinlich weder Allscore noch Marc Freund schuld, sondern die Vorlage, aber das soll doch eigentlich schlussendlich leichte Krimiunterhaltung sein.
      Jetzt werden uns aber innerhalb der ersten 10 Minuten 6 oder 7 verschiedene Wintershits vorgestellt, die alle irgendwie miteinander verwandt sind, teilweise auf Hawaii leben, teilweise in Boston, und schlussendlich muss man die ersten paar Tracks 2 oder 3 mal hören und sich Notizen machen um überhaupt zu verstehen was hier los ist. Sowas mag ja bei Gabriel Burns oder Fallen passen, aber doch bitte nicht bei einem kurzen einstündigen lockeren Krimi.
      Das dritte Problem ist dass Charlie Chan eigentlich gar nicht der Hauptermittler ist, sondern Captain Hallet, welcher von Christian Rode gesprochen wird, und man zwischendurch immer wieder denkt man würde hier ein Abenteuer von Sherlock Holmes mit seinem neuen asiatischen Partner Dr. Wa-Tson zuhören.
      Irgendwann gegen Ende kommt dann noch eine Auflösung mit einem kleinen Twist, aber da wartete ich ehrlich gesagt schon darauf dass es bald vorbei ist.

      So, morgen morgen im Bett mit Kater kommt dann der Papagei dran....

      Fasto schrieb:

      Gut, daran sind wahrscheinlich weder Allscore noch Marc Freund schuld,


      Doch!

      Fasto schrieb:

      Jetzt werden uns aber innerhalb der ersten 10 Minuten 6 oder 7 verschiedene Wintershits vorgestellt, die alle irgendwie miteinander verwandt sind, teilweise auf Hawaii leben, teilweise in Boston, und schlussendlich muss man die ersten paar Tracks 2 oder 3 mal hören und sich Notizen machen um überhaupt zu verstehen was hier los ist.


      Absolutes No-Go in meinen Augen. Wann lernen das die Herren Skriptschreiber....

      Es geht mir nicht darum, dass alles leicht und bekömmlich sein soll, aber eben auch nicht das andere Extrem. Wie bei Edgar Wallace, was ich gehört hab bei Fresseschau Records... Autor auch Marc Freund?!

      Das ist nicht komplex oder bedeutungsvoll, das ist einfach "ach lass uns in das 500-Teile-Puzzle einfach noch 200 Stück mehr reinquetschen, dann wirds schon anspruchsvoll..!"

      Mut zur zeitgemäßen Adaption, bzw. Anpassung!

      Fasto schrieb:

      Dr. Wa-Tson


      :D
      Besucht das Crowdfunding für meine neue Signatur (noch 14 Tage Laufzeit), es fehlen noch 1.799,-

      Fasto schrieb:

      Gut, daran sind wahrscheinlich weder Allscore noch Marc Freund schuld

      Jean St. Claire schrieb:

      Doch!


      Wenn der Auftraggeber die Vorgabe erteilt sich genau an die Vorlage zu halten,
      kann der Autor nicht machen was er will - und wenn das Tonstudio oder das Label nicht der Auftraggeber ist,
      dann gilt das gleiche.

      Das soll nicht heißen, dass ich das gut finde, wenn man nicht Änderungen vornehmen soll, wenn diese das Ergebnis besser machen
      - ganz im Gegenteil - aber in Bezug auf eure Zitate kenne wir die Ausganglage nicht ....
      #
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      Dann soll man es gleich lassen.

      Ich glaube ganz stark, wenn sich zb Marc Freund an die Adaption setzt, macht der das nicht aus der kalten, sondern muss sich auch erstmal n Diagramm malen "Wer ist jetzt wer? War das nicht der Bruder?? Ach, der Schwager vom Inspektor seinem Vorgänger, dessen Zwilling, aber nach Identitätsdiebstahl dann dessen stiller Teilhaber in der GmbH...die aber im Finale als OHG entlarvt wurde! Jetzt hab ichs."

      Wenn es tatsächlich eine Person gibt, die da sagt "Wir machen das 1 zu 1 und wehe dem, der nicht mitzieht!", dann hat derjenige meinen kritischen Blick zu spüren. 8)
      Besucht das Crowdfunding für meine neue Signatur (noch 14 Tage Laufzeit), es fehlen noch 1.799,-
      Um fair zu sein, ich hab keine Idee wie ich das irgendwie vereinfachen würde. Ist, wie du sagtest, das gleiche Problem wie bei Wallace. Man kann ja kaum einfach ein paar Personen streichen, weil alle doch irgendwie eine Rolle spielen, und die Ausgangssituation ja irgendwie erklärt werden muss. Ich denke einfach dass der Stoff nicht ideal für ein Hörspiel ist - in einem Buch hat man viel mehr Zeit und Seiten um die Leute langsam kennenzulernen und wird nicht innerhalb weniger Minuten mit so vielen Informationen bombardiert dass man beim ersten Hören gar keine Chance hat alles zu registrieren.
      Wir wissen es nicht, was angesagt war - war auch nur eine mögliche Denke, in Bezug auf wer was schuld ist sein könnte.

      Aber ich denke Marc Freund dürfte das als Wallace-Fan und HSP-Skriptschreiber dessen den HSP
      nicht sonderlich Schwierigkeiten mit dem 'Diagramm' haben
      Meins ist das auch nicht, weswegen mir freie Interpretationen solch alter Schinken durchaus lieber sind

      Und weil es ist, wie viele urteilen, werde ich auch vom Jackie Chan der Kriminologie auf Valium die Finger lassen.
      Ist ja nicht so, als gäbe es sonst keine HSP mehr :D
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      Fasto schrieb:

      Um fair zu sein, ich hab keine Idee wie ich das irgendwie vereinfachen würde. Ist, wie du sagtest, das gleiche Problem wie bei Wallace.

      Doch, geht. Europa und Maritim haben das damals ganz prima gezeigt wie das geht ... ;)
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      Charlie Chan : Folge 3 Hinter dem Vorhang (30.07.2017)



      San Francisco - eine Stadt im Nebel. Während einer Filmvorführung auf einer Dinnerparty wird Sir Frederic Bruce ermordet aufgefunden. Bei der Leiche handelt es sich um einen ehemaligen ranghohen Beamten von Scotland Yard. Sir Frederic hatte kurz zuvor noch über seinen berühmtesten ungelösten Fall gesprochen, in dem es um die vor Jahren spurlos in Indien verschwundene Engländerin Eve Durand ging. Der Tod des ehemaligen Yard-Chefs gibt viele Rätsel auf. Führte ihn eine neue Spur nach San Francisco? Unter dem Schleier des Nebels muss Charlie Chan einen seiner rätselhaftesten Fälle lösen: Was geschah wirklich mit Eve Durand und wer ist der Mörder, der im Schutz des Nebelvorhangs gnadenlos zuschlägt?

      Charlie Chan: Helmut Krauss
      Barry Kirk: Bodo Wolf
      June Morrow: Sandra Steinbach
      Captain Flannery: Peter Groeger
      Sir Frederic Bruce: Mogens von Gadow
      Miss Dawson Kirk: Elga Schütz
      Mr. Paradise: Udo Schenk
      Miss Tupper-Brock: Margrit Straßburger
      Colonel John Beetham: Jochen Schröder
      Gloria Garland: Kerstin Draeger
      Grace Lane: Ulrike Stürzbecher
      Eric Durand: Christian Rode
      Mr. Needle: Martin Kautz
      Inspector Duff: Lutz Riedel

      Regie und Produktion: Gerd Naumann / All Score Media
      Buch: Marc Freund
      Musik: Christian Bluthardt
      Sounddesign, Mischung & Master: Tom Steinbrecher


      Charlie Chan : Folge 4 Das schwarze Kamel (10.2017)


      Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

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