Mystery-Serien

      MindNapping hat sicherlich Episoden, die einen guten Mystery-Einschlag haben. Letztlich bezeichnet sich die Reihe ja selbst als Sammlung von "Psychothrillern" - und das passt wie ich finde auch sehr gut.
      Mord in Serie ist nach meiner Einschätzung definitiv alles andere als eine Mystery-Serie.

      Gabriel Burns zählt da ganz klar dazu.
      Aber von den wirklich gut gemachten Kandidaten gibt es in der Tat nicht sooo extrem viele im Hörspielsektor. Vor allem solche, die auch noch aktiv weiterlaufen.
      Projekt Meru o.ä. scheint ja irgendwo auf halbem Wege die Kraft ausgegangen sein. Was bei Mystery imho noch deutlich schlimmer ist als bei anderen Geschichten.
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      Neu: GRATIS-Hörspiele
      Fabula Obscura
      Alina Fox
      Und die Alchimistin fand ich auch eher Mystery als Fantasy, oder? *hm* Wo is da die Grenze? Also generell halt diese Kai Meyer Sachen...
      Geisterschocker (manche mehr, manche weniger... Schleier der Nacht z.B. ist für mich Mystery)
      Bei Hörspielprojekt: Parapol
      Schade um Projekt Meru ;(

      Eine Mysteryserie sollte in meinen Ohren rätselhaft und unheimlich daher kommen. Sie sollte übernatürliche Elemente beinhalten. Die Handlung sollte von vielen Fragen, aber auch Überraschungen geprägt sein. Das Ende sollte die meisten Rätseln lösen, wobei manches sollte auch bewusst im Dunklen und Ungewissen gelassen werden.
      Also generell mag ich Mystery_Serien sehr gerne...

      Mag sein, dass bei Burns nicht so viele Antworten geben, aber gerade dieser Weg die die Macher beschreiten, es immer noch geheimnisvoll zu halten, finde ich toll...
      Überhaupt die Bearbeitung ist klasse...musikalisch sowieso einzigartig...die Sprecher sind toll...es ist dramatisch, es ist melancholisch, ein toller Mix wie ich finde...

      Schattenreich gefiel mir auch sehr...auch da gefiel es mir musikalisch...tolle harte Klänge, geheimnisvolle Geschehnisse...Alexander Scheer fand ich auch sehr klasse...:)

      Das es geheimnisvoll ist und lange dabei bleibt, das ist eben Mystery...es ist so...da genieße ich lieber meinen Spaß daran, als unbedingt zu wissen, wann gibt es Antworten, wann gibt es Antworten :D
      Im thread Ivar Leon Mengers "Monster 1983" sind sehr viele allgemein gehaltene Meinungen und Einstellungen zum Thema Mysterserien aufgetreten. Ich möchte hier in diesem thread ein wenig darauf eingehen und auch meine Sicht der Dinge niederschreiben.

      Grundsätzlich finde ich wie schon mehrfach geschrieben, das Genre "Mystery" sehr reizvoll. Es beinhaltet oft mehrere, verschiedene Genre, es ist unheimlich, spannend, mysteriös, sorgt auf Grund seiner Rätsel und seines zumeist nicht linearen Handlungsverlaufes dafür, dass meine Phantasie und meine Gedankenwelt angeregt wird. Im speziellen finde ich es sehr reizvoll, lange im Dunklen tappen zu dürfen (sofern mich die Geschichte an sich fesseln kann!) und den vielen Handlungslinien folgen zu können. Der Weg ist bei dieser Form der Serien in der Tat das "Ziel" und das "Highlight" für mich. Das Ende sollte mich emotional "berühren". Dabei ist es für mich nicht zwingend notwendig, dass wirklich alle Fäden und Fragen vom Hörspiel selbst beantwortet werden. Der für mich wirklich essentielle Handlungsbogen sollte ein Ende haben, mit dem ich selbst etwas anfangen kann. Dies bedeutet, dass alles voll und ganz geklärt ist oder dass ich zumindest für mich selbst ein befriedigendes Ende im Kopf kreieren darf und kann. Hörspiel hat für mich viel mit Phantasie zu tun. Es muss mir nicht immer alles zu 100% "vorgekaut" werden. Ich finde es reizvoll selbst nachdenken zu müssen um einen vollkommen runden Schluss zu bekommen. Dabei genügt es mir wenn die Fäden zusammen laufen und ich mir diese in meinem Kopf nur mehr zusammen knüpfen muss. Wenn manche Fragen unbeantwortet bleiben oder im Dunklen liegen bleiben, so sehe ich dies als Stilmittel dieses Genres an. Manchmal haben Fragen, die im Laufe seiner Geschichte auftauchen für mich nicht die Aufgabe beantwortet zu werden, sondern die Aufgabe mir die mysteriöse Welt, die sich in vielen Bereichen durch eine Undefinierbarkeit und etwas Rätselhaftes definiert, näher zu bringen. Eine glasklare Auflösung von alles und jedem würde für mich sogar ein wenig dem Reiz eines solchen Genres nehmen, ein darüber hinaus nachdenken verhindern, meine Phantasie blockieren und mich manchmal auch genau so enttäuscht zurück lassen, wie wenn mein für mich wichtigster Handlungsstrang nicht einmal annähernd beantwortet werden würde.

      @Chris:

      Nach ich weiß nicht wie vielen Stunden, die man sich durch dieses Hörbuch kämpfen musste, fraglos waren auch viele Stunden bester Unterhaltung dabei, ein schnell hingekritzeltes Ende, bei dem 75 Prozent der zuvor aufgemachten Baustellen einfach ignoriert werden? Das war für mich ein Totalflop, daher habe ich mir Porterville auch gar nicht mehr angehört.


      Für mich war es kein "kämpfen". Ich habe wirklich über den ganzen Verlauf der Geschichte genießen können. Das Ende habe ich nicht als schnell dahin gekritzelt empfunden, sondern ich konnte mit diesem Ende wirklich sehr gut leben. Der Hauptstrang bekam ein Ende, das konnte einem gefallen oder nicht, aber es war ein Ende an dem man anknüpfen konnte, aber nicht musste.

      Aha, Du hast vor der Lektüre von psychothriller.de/blog/achtung-spoiler-darkside-park/ das alles schon gewusst? Bzw. zehn Prozent davon? Gut, da fehlte es bei mir, daneel und vielen anderen halt wohl einfach am Intellekt.


      Ganz ehrlich, ich kannte diese Seite gar nicht. Vielen Dank für den Hinweis, da werde ich wenn ich die Serie Dark Side Park und Porterville ein drittes Mal am Stück hören werde, reinsehen. Meinst Du wirklich dass diese Form des Hörspiels vom Intellekt abhängt? Ich denke nicht. Es hängt damit zusammen, ob man sich auf Geschichten, die nicht zur Gänze fertig erzählt werden, einlassen möchte oder nicht. Es hängt damit zusammen welche Bedeutung man dem "Weg" zuordnet, welcher Bedeutung man jedem einzelnen Handlungsstrang und jeder noch so kleinen aufgeworfenen Frage beimisst und welche Bedeutung man dem "Ende" zuordnet. Die Sache mit dem roten Flugzeug spielt im übrigen auch in Porterville eine Rolle.
      Grundsätzlich bin ich ganz bei Dir, dass Du die Finger von Porterville und Monster (ohne es bis jetzt gehört zu haben) gelassen hast. Ich denke auch, dass diese Form des Geschichtenerzählens für Dich keine Freude und keinen Spass hervorruft. Manchmal gibt es halt Dinge, mit denen man nichts anfangen kann.

      @kamica:

      Ich muss gestehen, dass mich diese ganzen Cliffhänger in US Serien einfach meist nerven. Es ist für mich also keine Empfehlung, dass es ist wie bei US Serien. Ich habe lieber ein rundes Ende. Ich befürchte nur, Monster 1983 hat es nicht.


      Für mich ist das Ende sehr wichtig. Ich neige dazu, mich bei einem offenen Ende betrogen zu fühlen. Was nützt mir der schönste Weg, wenn ich am Ende verwirrt und ratlos bin? Da rätselt man mit und am Ende heißt es:"ällabätsch, alles für die Katz, denn es gibt keine Lösung." Da hätte ich mir das Ganze auch gleich schenken können.


      Trifft zwar auf mich nicht zu, kann ich aber voll und ganz nachvollziehen. Wer gerne ein rundes Ende hört, sollte bei allen Mysteryserien, unabhängig wie sie heißen, zumindest vorsichtig sein und nicht drauf los kaufen. Denn die Gefahr enttäuscht zu werden, ist sehr groß.

      @Schallfilm:

      Was mich unabhängig davon beschäftigt: ist den hier schreibenden Hörern der Ausgang einer Serie wichtiger als der Handlungsverlauf und die Produktionsqualität als solche? Oder anders formuliert: könnt ihr eine Geschichte erst dann genießen, wenn sie ein eurer Vorstellung entsprechendes Ende findet? Gilt hier anstelle der bekannten Redewendung also "das Ziel ist wichtiger als der Weg"?


      Berechtigte Fragen, wobei es Liebhaber von Mysteryserien gibt, die gerade dass was andere kritisieren als Reizvoll erachten. Dazu gehöre ich. Und es gibt eben auch andere Hörer, die wahrscheinlich nicht zwingend ein Ende ihrer Vorstellung an sich aber ein Ende haben wollen, in dem jede Frage, die im Laufe der Geschichte aufgetaucht ist, beantwortet wird.

      Für mich persönlich finde ich es schön, dass es die Gattung Mystery gibt. Die Zahl der vorhandenen Serien, die ich als Mystery bezeichnen würde (!), ist wirklich überschaubar. Wem diese Form der Unterhaltung und diese Art des Endes nicht gefällt, der hat mit den vielen anderen Genres ohnehin Enden, die, auch wenn sie einem nicht gefallen, zumindest fast immer die Garantie haben, dass alles aufgeklärt wird. Da ist es gut, dass dieses hier diskutierte Genre doch einen Art Gegenpol darstellt, den man lieben oder auch hassen darf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Markus G.“ ()

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