OSCAR WILDE & MYCROFT HOLMES - Sonderermittler der Krone (eine Hörspielserie von Maritim/Highscore Music)

      Cherusker schrieb:

      Danke fuer deine Rezi SciFi Watchman. Deine Rezis sind sehr ausfuehrlich und informativ.


      Auch Dir meinen herzlichen Dank für das Feedback, @Cherusker. Solche Rückmeldungen freuen mich sehr und sind auch immer eine schöne Motivation. :thumbup:


      Noch eine Anmerkung zu meiner Rezension:

      Ich hatte im Text von einer Staffel mit 8 Folgen und einem übergreifenden Handlungsbogen gesprochen. Andernorts wurde inzwischen klargestellt, dass Martim bei "Wilde & Holmes" nicht ein solches Konzept verfolgt, sondern von einer fortlaufenden Serie ausgeht, deren erste acht Folgen angekündigt werden konnten, da sie sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Produktion befanden. Ich habe den entsprechenden Abschnitt in meiner Rezi deshalb angepasst, da es sich um einen sachlichen Fehler handelte. An der Grundaussage bzw. meiner Haltung bezüglich gewisser Schemata hat sich dadurch allerdings nichts geändert.

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      +++ KANN SPUREN VON SPOILER ENTHALTEN +++'
      Ich muss mich manchmal echt wundern. Wie kann man Hörspiele mit solch hölzernen Dialogen als "überdurchschnittlich gutes Hörspiel" und die drei Teile davor mit einem noch höheren Niveau bewerten? Ich picke nur mal die Szene bei der Queen raus. Bevor da etwas passiert, wird jede Szene von mindestens zwei Personen detailreich erläutert :huh: . Dieser "Erklär-Bär-Modus" zieht sich nicht nur durch diese vierte Folge, dass war auch schon bei den drei Folgen zuvor der Fall. Und um die Königin zu ermorden, muss man nicht einen solch extrem großen Aufwand betreiben, der nebenbei auch mehr als abwegig ist. So einfach wie Oscar (oder sollte ich Chantal schreiben) eine Knarre mit in den Palast schmuggeln kann, so einfach könnte es sich auch ein Attentäter machen. Nett von der Queen bei diesem Plausch auch noch mit einzusteigen und dem Attentäter zu erklären was eigentlich jetzt passieren müsste. Diese Szene ist typisch für diese Serie.
      Morgen, also am 09.09.2016, kommt "OSCAR WILDE & MYCROFT HOLMES - FOLGE 05: KALTER FELS" zur Veröffentlichung.

      Der Ankündigungstext verrät:

      Das Geständnis eines Gefangenen bringt Mycroft Holmes auf die Spur einer Insel, die auf keiner Seekarte verzeichnet ist. Weit draußen im nördlichen Atlantik sollen Hinweise zu finden sein, was den mörderischen Zirkel der Sieben zu seinen blutigen Verbrechen antreibt. Eine Expedition wird ausgerüstet, um das geheimnisvolle Eiland zu suchen. Schnell wird klar, der Häftlinge hat die Wahrheit gesprochen, denn plötzlich hat ein unbekannter Gegner ein großes Interesse daran, dass Oscar Wilde und seine Begleiter nie ihr Ziel erreichen, und schreckt dabei auch vor Mord und Sabotage nicht zurück. Doch Oscar Wilde ist fest dazu entschlossen, dem kalten Stück Fels, sein dunkles Geheimnis zu entreißen.

      Und so sieht das Cover aus:

      Ich habe es wieder getan und beli ist schuld. Weil Sie geschrieben hat, dass Folge 5 - ja, was eigentlich? - anders, besser, wasauchimmer ist.

      Und das stimmt auch, nach den ganz schwachen Folgen ist das ein ernstzunehmendes Hörspiel, bei dem auch mal eine interessante Handlung zumindest auf den Weg gebracht wird.

      Dramaturgisch und inszenatorisch sind zwar auch hier wieder grobe Schnitzer drin, aber da die Handlung wie erwähnt weit gelungener ist, wiegt das nicht so schwer.

      Den Finger muss man natürlich doch in ein paar Wunden legen. Die Kutschenszene lasse ich mal supergroßzügig durchgehen, aber da fängt es eigentlich schon an.

      Die peinlich unfreiwillig komische Szene mit dem versuchten Attentat auf die Königin findet sich auch hier wieder. Einer geht zum Ponystreicheln, die anderen "uh, uh, uh, ob das mal gut geht", "oh oh oh, die Ponys haben scharfe Zähne wie das Maul vom Hai", "oi oi oi oi, er streichelt ja immer noch, das wird kein gutes Ende nehmen". Bei der auch schwach inszenierten Massenschlacht (oder sind es doch nur ein, zwei Dutzend?) labern OW und MH wieder einen vom Pferd, aber der Hörer ist heilfroh, dass der weibliche Deus-ex-machina-Superninja ausnahmsweise mal nicht Wilde und Frauenkleidern ist. Danke!

      Ich frag mich da schon, es soll doch das Premiumprodukt von Maritim sein, gibt es da keinen Dramaturg oder wenigstens Lektor, der dazwischengeht? Und Sebastian Pobot kennt sich ja genug aus, der sollte das auch mal vor Veröffentlichung korrekturhören.

      Aber wir wollen ja das Positive betonen, es deutet sich nun doch eine Geschichte an, die was werden könnte. Nun muss Folge 6 zeigen, ob es wirklich losgeht, oder ob man wie bei der 3 und 4 (bei der 2 eigentlich auch, aber diese Geschichte wird in der 5 wieder aufgegriffen) wieder nur die Zeit des Hörers verschwendet.

      Da ich die Serie bereits abgeschrieben habe, will ich heute mal sehr großzügig sein und vergebe wegen der positiven Ansätze für "Kalter Fels" 2,5 von 5 Punkten,
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      Chris schrieb:

      Ich habe es wieder getan und beli ist schuld. Weil Sie geschrieben hat, dass Folge 5 - ja, was eigentlich? - anders, besser, wasauchimmer ist.

      Bisher schrieb ich nur "anders als bisher". Und ich schrieb ja schon, dass ich die ersten vier Folgen mochte. Du hast also jetzt hineingehört, weil mir die fünfte Folge vielleicht nicht so gefiel und Du sie folglich mögen könntest? :D

      Chris schrieb:

      Und das stimmt auch, nach den ganz schwachen Folgen ist das ein ernstzunehmendes Hörspiel, bei dem auch mal eine interessante Handlung zumindest auf den Weg gebracht wird.

      Wusste ichs doch... ;)

      Chris schrieb:

      Einer geht zum Ponystreicheln, die anderen "uh, uh, uh, ob das mal gut geht", "oh oh oh, die Ponys haben scharfe Zähne wie das Maul vom Hai", "oi oi oi oi, er streichelt ja immer noch, das wird kein gutes Ende nehmen".

      Was stört euch (also Dich und daneel) bloß an der Szene? So unglaubwürdig finde ich die gar nicht.

      Spoiler anzeigen
      Ich erinnere mich gerade, dass "Die Insel des Dr. Moreau" zuerst mit Charles Laughton in der Titelrolle verfilmt wurde. Noch ein Charles. Bestimmt nur ein Zufall... ;)

      LskH schrieb:

      Du machst die Serie aber schon auffällig betont / betont auffällig schlecht . . . .


      Das tue ich nicht, ich bin immer kritisch, aber fair :P

      Und die hier mitschwingende Unterstellung, die kann ich nur in aller Deutlichkeit zurückweisen. Ich trenne immer komplett zwischen Machern und Hörspiel, wenn überhaupt, dann bin ich zu großzügig, weil ich die Empathie für unsere Hörspielgötter nicht unterdrücken kann.

      Maritim/Highscore würde ich gar als mein Lieblingslabel bezeichnen, gegen Lübbe Audio hab ich natürlich auch nix, was den Herrn angeht, der nicht genannt werden will, ein Hörspiel von ihm habe ich erst über den Schellenkönig gelobt. Bleibt der Autor, ich weiß nicht, wer "Jonas Maas" ist, wenn er damit anfängt, bessere Hörspiele zu schreiben, dann bin ich ganz vorne dabei, das zu würdigen.

      Durch die ganzen Witzrezensionen, die nur inhaltsloses Hochjubeln beinhalten, scheinst Du ein wenig den Blickwinkel verloren zu haben, was dann dazu führt, dass Du mir einen solchen Unsinn unterstellst.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      LskH schrieb:

      Du machst die Serie aber schon auffällig betont / betont auffällig schlecht . . . .

      Chris schrieb:

      Das tue ich nicht, ich bin immer kritisch, aber fair


      Diesen Vorwurf sah ich mich auch schon ausgesetzt. Wird gleich als "Hatespeech" und "geschäftsschädigend" gewertet. Mir persönlich ist das egal. Es ist meine persönliche Meinung, die auch begründet und anhand von Beispielen belegt ist. Solange die "Amadeu Antonio Stiftung" nicht einschreitet, ist alles in Ordnung :D .


      EDIT
      Erst Meinung auf amazon.de amazon.de/review/R1LR8VYNRDKZKI

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „daneel“ ()

      Wadgar Ellace schrieb:

      Ach so dann habe ich das verwechselt.


      Was nichts daran ändert, dass das natürlich eine sehr gute und deutlich exaktere Bewertung ist als ich sie oben durchgeführt habe. Wie daneel, so kann auch ich derart ausführlich und exakt nicht ohne Entgelt tätig werden :D Alle angeführten Punkte sind hieb- und stichfest, die Reaktion darauf spricht auch Bände hinsichtlich der Lernfähigkeit eines der Verantwortlichen. Schade eigentlich.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      LskH schrieb:

      Du machst die Serie aber schon auffällig betont / betont auffällig schlecht . . . . ;) ^^



      Chris schrieb:

      Und die hier mitschwingende Unterstellung, die kann ich nur in aller Deutlichkeit zurückweisen. Durch die ganzen Witzrezensionen, die nur inhaltsloses Hochjubeln beinhalten, scheinst Du ein wenig den Blickwinkel verloren zu haben, was dann dazu führt, dass Du mir einen solchen Unsinn unterstellst.

      daneel schrieb:

      Diesen Vorwurf sah ich mich auch schon ausgesetzt

      Piano.
      Geht mal an die frische Luft und atmet tief durch ... ;)
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      Negan : - What's your Name ?
      Daryl : - Easy Street !
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      Wenn Das Die Lösung ist , dann will ich das Problem zurück
      #
      " DU! DU! DU! "

      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      Nun, es ist kein Geheimnis, dass Der letzte Detektiv für mich die Referenz der Hörspielserien darstellt.

      Wenn Du einen passenden Vergleich zu "Oscar Wilde und Mycroft Holmes" haben möchtest, dann wäre der "Amadeus" ein guter Ansatz, da ist einfach alles besser, sprachliche Qualität, Dramaturgie, Inszenierung, Regie, Geschichte, einfach alles. Und das alles um Längen. Zuletzt hat mit auch Teil 4 von Insignium außerordentlich gut gefallen.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

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      Arkham schrieb:

      Welche Serie würdet ihr denn als gelungen oder perfekt einstufen !?

      Perfekt ist für mich gar keine. Als gelungen würde ich auch Amadeus nennen oder die alten Perry Rhodans von Europa. Feeder mit den sechs Schrei der Angst-Folgen war auch ganz stimmig. End Of Time hat stark angefangen wurde aber immer mehr mit unnötigem Gebabbel gefüllt; leider. Fallen macht einen ersten guten Eindruck. Was mich aber stört, sind die eigentlich vermeidbaren Unzulänglichkeiten im Skripten, wie sie oft schon genannt wurden. Eine Geschichte darauf aufzubauen, dass sie durch Zufall, Glück und Dummheit funktioniert, ist für mich nicht unterhaltsam. Und dies passiert für meinen Geschmack sehr oft bei immer den gleichen Labels und Autoren.
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