ARD und Deutschlandradio stärken innovatives Hörspiel

      ARD und Deutschlandradio stärken innovatives Hörspiel

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      Hörspiel-Fans finden bei ARD und Deutschlandradio künftig neue spannende Angebote: Die Hörfunkprogramme der ARD und des Deutschlandradios haben einen Fonds ins Leben gerufen, mit dem das innovative Hörspiel gefördert werden soll. Dafür stellt das Deutschlandradio pro Jahr 150.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld werden die Hörspielredaktionen der Kulturwellen der ARD, von Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk – in Kooperation – ab 2017 neue innovative Hörspielprojekte umsetzen und in ihren Programmen ausstrahlen.
      Schön und gut, aber wäre es nicht spannnender, wenn sich nicht hier die ARD-Redaktionen die öffentlichen Gelder zuschieben, sondern mit einer unabhängigen Jury Stoffpitches und dann Produktionskooperationen ausschreiben würden?

      Innovatives kommt nicht ausschließlich aus den Hörspielredaktionen. Jedenfalls dadurch nicht mehr als sonst, oder?
      Richtig!
      So löblich die Idee auch ist, "andere", "innovative" Hörspiele auf die Beine stellen zu wollen, so wird das Ende vom Lied höchstwahrscheinlich sein, dass die ganze Kohle wieder in den üblichen Redaktionen versandet. Und heraus kommen dann eben drei "Kunst"-Hörspiele mehr pro Jahr.

      Besser wäre es doch, wenn die Sender sich für die Gelder externe Leute dazuholen würden, die dann ein, zwei Hörspiele für den Sender produzierten, losgelöst von den Redakteuren. DAS könnte interessant werden!
      Alles über unsere Produktionen findet ihr auf rrr-audiovisuelle-medien.de.

      Findet uns auf Facebook unter https://www.facebook.com/RRRAudiovisuelleMedien.
      Innovativ im zusammenhang mit Radiohörspielen? Bin ich die einzige, die befürchtet, dass da nur Kunstkacke rauskommen wird?
      Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.

      kamica schrieb:

      Innovativ im zusammenhang mit Radiohörspielen? Bin ich die einzige, die befürchtet, dass da nur Kunstkacke rauskommen wird?


      Sehe ich auch so ... Marco Göllner wurde seiner Aussage zufolge ja mit Goldagengarden auch bei den Radiosendern abgebügelt. Nicht vergessen sollte man, dass jeder Zukauf von außen bei den Radiosendern eine Existenzbedrohung der internen Redaktionen bedeutet. Deeswegen werden die Radiosendeplätze wie der Gral behütet, und Kooperationen mit den "Kommerziellen" finden auch nicht statt.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

      Fader schrieb:

      Kooperationen mit den "Kommerziellen" finden auch nicht statt

      Welchen Grund sollte es dafür auch geben? Die Öffentlich-Rechtlichen haben gute Leute in den Redaktionen und bei den kreativen Köpfen. Sie verfügen über hervorragende Bedingungen und Ressourcen und produzieren jede Menge erstklassiger Sachen - von kommerziell verwertbaren Literaturbearbeitungen über Krimi-Reihen bis hin zur hier so gern geschmähten 'Kunstkacke' (wer auch immer das definieren mag). Die haben es schlicht nicht nötig, mit Machern aus dem kommerziellen Bereich zusammenzuarbeiten. Das mag auch mit Besitzstandsdenken und einem gewissen Dünkel einhergehen, aber der alleinige Grund ist das sicher nicht dafür, dass sie kaum Kooperationen suchen werden.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
      Spätestens bei "sie haben es nicht nötig" bin ich raus. Ich mag so ein Standesdünkel nicht. Ich bezweifle stark, dass die besten und kreativsten Hörspielmacher bei den Radiohörspielen zu finden sind. Dazu gibt es zu viele erstklassige Hörspiele aus allen Bereichen. Das klingt so ein bisschen wie die Argumentation der Jury vom Kurd-Laßwitz-Preis der Kategorie Hörspiel. Weil nur Radioproduktionen gut sein können, hören wir die anderen gar nicht erst an! Immerhin sind sie ja nicht künstlerisch-experimentell ausgerichtet.
      Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.

      Stollentroll schrieb:

      Welchen Grund sollte es dafür auch geben? Die Öffentlich-Rechtlichen haben gute Leute in den Redaktionen und bei den kreativen Köpfen. Sie verfügen über hervorragende Bedingungen und Ressourcen und produzieren jede Menge erstklassiger Sachen - von kommerziell verwertbaren Literaturbearbeitungen über Krimi-Reihen bis hin zur hier so gern geschmähten 'Kunstkacke' (wer auch immer das definieren mag). Die haben es schlicht nicht nötig, mit Machern aus dem kommerziellen Bereich zusammenzuarbeiten. Das mag auch mit Besitzstandsdenken und einem gewissen Dünkel einhergehen, aber der alleinige Grund ist das sicher nicht dafür, dass sie kaum Kooperationen suchen werden.


      So ist es. Es gibt zwar immer mal Schwächephasen einzelner Redaktionen, dafür ragen andere besonders heraus. Unter dem Strich bleibt ein sehr gelungenes Programm, ich sehe da auch nicht, inwieweit Kooperationen mit Kommerziellen notwendig wären. Die 150.000 Euro extra sind eine gute Sache, im Oktober läuft übrigens mal wieder ein neues Hörspiel von Matthias Schamp auf 1LIVE: einslive.de/einslive/on-air/se…ion-der-inversen-100.html

      Ich bin mir sicher, das wird sehr innovativ.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
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