Passagier 23: Das ungekürzte Hörspiel

      Passagier 23: Das ungekürzte Hörspiel

      Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, das nächste ungekürzte Hörspiel steht bei Audible in den Startlöschern. Da freue ich mich schon richtig drauf.

      Am 17.09.2015 erscheint: Passagier 23: Das ungekürzte Hörspiel



      Jedes Jahr verschwinden durchschnittlich 23 Passagiere spurlos auf Kreuzfahrtschiffen. Noch nie ist jemand zurückgekommen... bis jetzt! Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas - niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.

      Autor: Sebastian Fitzek, Johanna Steiner
      Gesprochen von: Simon Jäger, Milton Welsh, Christian Intorp, Maria Koschny
      Spieldauer: 10 Std. 01 Min.

      Quelle: audible.de/pd/Thriller/Passagi…Img?qid=1441521462&sr=1-1
      Die letzten drei Fitzeks, die ich gehört habe, waren echt schlecht, der Passagier gehört dazu. Abstruseste Verknüpfungen, alles muss immer extremer sein, ein EINFACHER Psychothriller, der auch mal bisschen aufm Boden bleibt, den kann oder will er wohl nicht mehr. Vielleicht täuscht mich auch meine Erinnerung und das war schon immer so?! Ne, dieses Hörspiel interessiert mich weniger.
      Interessante Meinung. Mich hat bis jetzt jeder Fitzek, den ich als Hörbuch oder Hörspiel gehört habe, regelrecht begeistert und zum Hören animiert. Wahrscheinlich muss einem diese Form der Erzählung gefallen. Für mich eine der Entdeckungen der letzten Jahre im Hörbereich, Bücher habe ich nie von ihm gelesen.

      Markus0815 schrieb:

      Abstruseste Verknüpfungen, alles muss immer extremer sein, ein EINFACHER Psychothriller, der auch mal bisschen aufm Boden bleibt, den kann oder will er wohl nicht mehr.

      Ich schätze mal, er WILL auch gar nicht anders.
      Wenn ich Fitzek mit King vergleiche, der kann/will ja auch nicht "normal". Wenn man sich seinen Entwicklungen anschaut, da wird's auch immer abstruser, extremer und verworrener. Ok, er schreibt ein anderes Genre, aber auch da gibt es sone und solche. Jedoch mag ich King schon sehr lange nicht mehr - nur ganz wenig auserwählte Sachen - , während ich die bisher gehörten Fitzeks (noch) sehr mag.
      Andererseits muss man auch sagen, da ja schon gefühlt alles paar-tausend mal da gewesen ist, geht man als "kreativer" Autor auch gerne andere Wege, um eben keinen Standard abzuliefern.
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      King ist ne ganz andere Marke als Fitzek in jeder Hinsicht. Und auch was das Genre angeht, macht der was er will. Er geht schon lange nicht mehr als klassischer Horror-Autor durch. Der Fitzek kann sicher auch ein Stück weit mehr als nur dieses, vielleicht ist er aber auch sehr vom Markt notiert/motivierrt- so soll er sein, so verkauft er sich. Ich will gar nix mehr sagen, das raged mich nur auf.
      Ich habe nur die ersten zehn Minuten der Hörprobe gehört.
      Die bestehen zu 99% aus einem Erzähler (Simon Jäger) und ich dachte schon, ich würde das Hörbuch hören.
      Und welche arme, erwachsene Sprecherin musste die Stimme eines kleinen Mädchens (Anouk) nachäffen? Gab es da bei den vielen namenhaften Nachwuchssprechern keine talentierte und altersgerechte Sprecherin?
      Und bei der extra erwähnten „eigens komponierten Musik von Dirk Wilhelm“ sind es zum vierten Mal die gleichen Soundfiles, die schon bei den anderen Hörspielen verwendet wurden.

      Das war jetzt nur mein Eindruck der ersten 10 Minuten! Das Hörspiel geht 10 Stunden!
      Ich habe letztes Jahr „Passagier 23“ als Buch gelesen, und dabei wird es auch bleiben.
      Bisher waren es Verfilmungen, die ein gutes Buch versaut haben. In diesem Fall habe ich leider die Befürchtung, dass es das ungekürzte Hörspiel ist, dass einem das Buch vermiest. Dabei fand ich die bisherigen Fitzek-Hörspiele absolut hörenswert.
      Anscheinend ist aber im vierten Hörspiel die Luft raus.
      Dito ;) Ich muss noch hören. Zuerst kommt bei mir Macabros von EUROPA dran. Auf das Wiederhören freue ich mich schon riesig. Danach kommt Passagier 23 dran. Auf dieses Hörspiel bin ich auch schon sehr gespannt und freue mich. Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Dass Wiener bzw. in diesem Fall Wienerin nie so klingen wie sie sollten, liegt meistens daran, dass sie nicht von Wienern gesprochen werden. Wer spricht die Dame? Entweder richtig Wienerisch oder hochdeutsch. Eine "deutsches" Wienerisch tut mir in den Ohren weh...

      Tobbe_ schrieb:

      Ich habe da nun 4 Stunden gehört und mir ist es deutlich zu Erzählerlastig. Ich habe es dann ausgemacht weil mich das schon genervt hat und ich weiss auch nicht ob ich es noch zu Ende hören werde.

      Schade, aus dem Stoff hätte man wunderbar ein Hörspiel machen können. Schon allein aus der Anfangsszene. Aber die zieht sich durch den Erzähler wie Kaugummi. Und dann die Stimme von dem Mädchen. Da schüttelt es mich immer noch. Da habe ich dann ausgemacht.
      Dann lieber gekürzt als ungekürzt.

      Markus G. schrieb:

      in diesem Fall Wienerin nie so klingen wie sie sollten, liegt meistens daran, dass sie nicht von Wienern gesprochen werden.
      Wer spricht die Dame?

      Also im Cast stehen ja nur 4 Sprecher - echt?, ein ungekürztes HSP mit nur 4 ?! ....
      Ist das so ein extremes Kammerspiel ? Naja, OK.
      Jedenfalls, Maria Koschny ist waschechte Berlinerin. Sowas von waschecht, genau wie ihre Mutter.
      Und Berlin und Wien klingen zwar ähnlich liegen aber sehr weiiiit auseinander.
      Da wird kein Wiener Flair aufkommen. Ich würd mir da wenig Hoffnung machen.
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      LskH schrieb:

      Jedenfalls, Maria Koschny ist waschechte Berlinerin. Sowas von waschecht, genau wie ihre Mutter.
      Und Berlin und Wien klingen zwar ähnlich liegen aber sehr weiiiit auseinander.



      Ach so, grade fällt mir ein, die Maria wird sicher kaum eine rüstige Rentnerin sprechen, denn das wäre die entsprechende Rollenbeschreibung.
      Ich weiß gar nicht, warum ich immer wieder ein audible-Guthaben für Hörspiele nach Sebastian Fitzek 'verbrate'. Dessen Romane finde ich in der Regel überkonstruiert, psychologisch unstimmig und arg unrealistisch. Die Faszination, die viele seiner Leser verspüren, erschließt sich mir einfach nicht. Allerdings liegt oft eine interesante, ungewöhnliche Idee zu Grunde. Die besseren seiner Bücher sind zumindest leidlich spannend, obwohl die Figuren schablonenhaft dargestellt werden.

      In diese letzte Kategorie gehört für mich auch 'Passagier 23'. Man will halt wissen, wie es ausgeht - aber wirklich mitfiebern konnte ich mit keiner der Personen. Die Hörspielumsetzung ist so, wie von den ungekürzten audible-Produktionen gewohnt: Teile der Lesung werden zum Erzählerpart umgebaut und leiten in die einzelnen Spielszenen über. Sprecher, Soundeffekte, Musik: Alles ist passend und ordentlich umgesetzt. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dahinter kein künstlerischer oder auch nur kreativer Anspruch steckt. Das alles ist pures Handwerk und als solches auch gut gemacht. Etwas anderes hat audible mit den ungekürzten Hörspielen ja auch nie in Aussicht gestellt.

      Was bleibt?
      • Spannend, aber unrealistisch.
      • Eindimensional ausgearbeitete Charaktere, daher wenig Identifikationsmöglichkeiten.
      • Sehr hoher Erzähleranteil (gefühlt über 50%), dieser allerdings mit Simon Jäger so klasse besetzt, dass es überhaupt nicht stört.
      • Saubere Produktion ohne besondere Überraschungen.
      • Gute Sprecher, aber ausgerechnet Mitlon Welsch in der Hauptrolle kauft man den gebrochenen Charakter nicht ab. Für mich wirkt er lustlos.

      Mein Fazit fällt also uneindeutig aus: Kann man hören, muss man aber nicht.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
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