Infos und News zu Wolfgang Schroeder

      LskH schrieb:

      - bis das geschehen ist: hast du noch mehr Vorlagen beigesteuert ?

      Wie mein frühaufstehender Kollege schon richtig feststellte, sind die Skripte zu "Lady Bedfort und die drei Furien" und "Lady Bedfort und der mörderische Jackpot" ebenfalls von mir.
      Und es hat mich sehr gefreut, dass ich alle vier auf deiner

      LskH schrieb:

      Best of Liste der Best of Best of Liste

      wiedergefunden habe. :D

      Ganz aktuell wird voraussichtlich morgen "Lady Bedfort und die Leiche im ewigen Eis" erscheinen, quasi die Fortsetzung vom "Tod über den Wolken", in der Lady Bedfort und Max sich natürlich auch in Neuseeland mit kriminellen Machenschaften auseinander setzen müssen. Ohne zu viel verraten zu wollen (und weil ich das fertige Hörspiel auch noch nicht gehört habe ;) ) ... in dieser Folge wird der arme Max ganz schön ins Schwitzen kommen.
      "Alles Schöne im Leben hat einen Haken: Es ist unmoralisch, illegal oder es macht dick."
      (Mae West)
      Inzwischen habe ich "Lady Bedfort und die Leiche im ewigen Eis" gehört (sie lag nämlich schon heute in meinem Briefkasten) und ich muss sagen, zumindest mir hat sie gefallen.
      Aber ich bin ja auch im gewissen Sinne voreingenommen ... :D
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      4 Geschichten - 4 Treffer. Im Bowling würde man das Strike nennen, oder so :thumbsup:




      btw nutze ich mal diesen Thread hier für eine Frage an alle HSP-Autoren,
      weil ich die selbe Frage ja nicht in jedem Autoren-Thread aufs Neue stellen kann - sähe blöd aus :) ^^

      Werden die Storys direkt als HSP-Skript geschrieben oder erst "normal" und dann, wenn sie genommen wird umgeschrieben ?
      Fällt es schwerer für ein HSP zu schreiben, als wenn man einfach "normal" schreiben würde ?

      Danke schon mal im Voraus. :)
      #
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie

      LskH schrieb:

      Werden die Storys direkt als HSP-Skript geschrieben oder erst "normal" und dann, wenn sie genommen wird umgeschrieben ?
      Fällt es schwerer für ein HSP zu schreiben, als wenn man einfach "normal" schreiben würde ?


      Also zumindest beim Hörplaneten werden die Manuskripte gleich als Hörspiel-Skript geschrieben. Vorher gibt es zu dem Plot ein Kurzexposé und nachfolgend ein Szenenexposé, die jeweils mit dem Lektorat abgestimmt werden.

      LskH schrieb:

      Fällt es schwerer für ein HSP zu schreiben, als wenn man einfach "normal" schreiben würde ?


      Es ist insofern schwerer, weil man das Setting der Geschichte und alles was passiert, nur durch die Dialoge bzw. durch Geräusche beschreiben kann. Das ist bei einem Fließtext einfacher.
      Was die Dialoge angeht: Die sollten auch beim einem "normalen" Text genauso prägnant und interessant sein wie bei einem Hörspiel. ;)

      Leichter finde ich es allerdings, weil der Plot, den man in einem Hörspiel erzählt, in der Regel kürzer und straffer ist als bei einem Roman. Die Geschichte muss ja nach den 60 bis 80 Minuten fertig erzählt sein.
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      Danke für die schnelle Antwort. :)


      Wann hat man denn den Kniff raus, wieviel Seiten man für 60-80 Min braucht. Oder gibt es da sowas wie Insiderbranchenwissen a la Enzeklopedia Hörspielkania ? :)
      #
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      Wolfgang S. schrieb:

      Inzwischen habe ich "Lady Bedfort und die Leiche im ewigen Eis" gehört (sie lag nämlich schon heute in meinem Briefkasten) und ich muss sagen, zumindest mir hat sie gefallen.
      Aber ich bin ja auch im gewissen Sinne voreingenommen ...


      Mir hat sie auch gefallen und ich bin nicht voreingenommen gewesen. ;)

      Vom Kriminalfall her eher "straight forward", ...

      Spoiler anzeigen
      Die Lady war mir etwas zu wenig misstrauisch, in der Finalszene erklärte sich dann, warum. Das war wohl als Vorbedingung für den "großen" Story-Twist nötig.


      ... haben mich die anderen Einfälle rund um Lady Bedfort und Max aber allesamt überzeugt und blendend unterhalten. :thumbup:

      Ach ja, vorher hatte ich mir natürlich ganz eigennützig die Folge 83 angehört und da bin ich dann befangen. Hat mir aber ebenfalls sehr gut gefallen. Die Umsetzung des Skripts ist sehr lebendig geraten. Den Kriminalfall sollen hingegen lieber diejenigen beurteilen, die den Plot noch nicht kennen.

      LskH schrieb:

      Wann hat man denn den Kniff raus, wieviel Seiten man für 60-80 Min braucht. Oder gibt es da sowas wie Insiderbranchenwissen a la Enzeklopedia Hörspielkania ?


      Es gibt da so eine Art alte Regel, die besagt, dass man für jede Seite Skript mit etwa einer Minute rechnen muss. Kommt auch in etwa hin. Und ansonsten haben wir Autoren auch noch das Lektorat, dass uns dann schon Bescheid stößt, wenn wir zu sehr überziehen bzw. noch etwas ausschweifender werden dürfen.

      Und zu den anderen Fragen hat Wolfgang eigentlich schon alles gesagt. Hörspielskripte sind in der Regel konzentrierter und fokussierter als Romane, was ich persönlich allerdings als einen Vorteil dieser Gattung ansehe. Knackige Dialoge machen mir selbst in der Regel mehr Spaß als lange beschreibende Fließtexte. Ich bin nämlich eigentlich ziemlich faul, was wohl auch der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass ich es trotz mehrjähriger Planungen bisher noch zu keinem Roman gebracht habe. ;)
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
      Danke Thorsten :)

      Ich stell mir das blöd vor, wenn man im nachhinein noch was dazudichten und dazwischen"quetschen" muss, wenn es zu wenig ist. Ebenfalls beim streichen.
      Ich denke in beiden Fällen ist die Gefahr - Lektor hin oder her - recht groß, dass sich Logikfehler einschleichen.
      Ich meine mich diesbezüglich an alte Interviews von W. A. Hary und noch einigen zu erinnern, die mal etliches aus dem Nähkästchen geplaudert haben
      auch gaben sie preis, dass viele Fehler erst durch den Lektor und auch die Endscheidung des Redax entstehen
      - ein Grund warum u.a. Hohlbein sehr sauer auf manche Verlage ist oder war.
      Ich mag sowas, wenn man auch mal Hintergrundinfos bekommen kann :)
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      Na ja, ganz so übel muss ein Lektorat aber auch nicht ablaufen ... ;)

      Ich habe das selbst schon mehrmals gemacht und kenne es so, dass ein gutes Lektorat bei Prosatexten ausschließlich das Ziel hat, zusammen mit dem Autor den Text zu verbessern. Das mag bei Redakteuren anders sein, aber mit denen hatte ich bisher glücklicherweise noch nicht zu tun. :)
      Wenn dabei Logik- oder z.B. Anschlussfehler auftreten, dann müssen die halt in einem weiteren Lektoratsdurchgang ausgemerzt werden.
      Aber ... alles was der Lektor anmerkt oder vorschlägt ist genau dieses, nämlich nur ein Vorschlag. Den der Autor annehmen, abwandeln oder ablehnen kann. Das ist allein seine Entscheidung.

      Wobei ich das Lektorat für ein Hörspielskript oder ein Drehbuch noch etwas anders sehe. Denn dabei geht es nicht um den Feinschliff an einem eigentlich fertigen Werk wie einen Roman oder eine Kurzgeschichte.
      Das Skript ist für mich eher die Grundlage zur Herstellung des Werkes, also des Hörspiels oder des Films. Im weiteren Herstellungsprozess kann es erforderlich sein, das Skript entsprechend anzupassen oder sogar umzuschreiben.
      Und der Autor hat da nur noch begrenzt Mitspracherechte, weil er in der Regel die Rechte an dem Skript abgetreten hat.
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      (Mae West)

      Wolfgang S. schrieb:

      Chris schrieb:
      Und schon habe ich das Ding auf der Hörliste, selbst Schuld

      Ach, das alte Ding ... das ist ja sowas wie eine "Jugendsünde" ...


      Das würde ich nach dem Hören aber gar nicht so sehen! Man kann jetzt drüber streiten, ob das eine sehr realistische Darstellung der Geschworenentätigkeit (und auch des Hergangs des Überfalls) war, aber das Hörvergnügen war absolut gegeben. Spannend, knifflig, spritzige Dialoge ohne dass die Lady und der Butler zu sehr nerven 8) Für mich gehört Dein Erstling zu den Top 20 Prozent der Bedfort-Hörspiele (die ich kenne).

      "Die drei Furien" (Folge 68) und die noch neueren Hörspiele sind leider (noch) nicht bei Deezer, da ist ja bei 67 Schluss, das war also ganz knapp :D
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie - das ist Brutalität
      Freut mich sehr, dass dir mein Erstling so gut gefallen hat. :]
      Dann kann ich ja nur hoffen, dass bei Deezer demnächst mal die folgenden Hörspiele der Reihe eingestellt werden ... ;)
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      (Mae West)
      Hallo miteinander,

      der Hörplanet hat aktuell eine längere Hörprobe meines Ende Oktober erscheinenden Hörspiels "Lady Bedfort und die Bestie von Bodmin Moor" (Lady Bedfort Nr. 86) bei Youtube eingestellt. youtube.com/watch?v=HONbialxI9…wxajn_EUWN1GNs9tkRpKyS7QA
      Wer schon vorab ein wenig hineinhorchen will (ich werde es jetzt zumindest machen ;) ) ist herzlich eingeladen ...
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      (Mae West)
      Nein, ich bekomme mein Belegexemplar zur gleichen Zeit wie die Lady-Bedfort-Abonnenten.
      Was ich aber überhaupt nicht schlimm finde, denn dann kann ich es mir zeitgleich mit den anderen Hörern anhören. Während der Produktion wird ja meistens doch noch einiges verändert und ich schreibe noch nicht so lange Hörspiele, dass ich mir die akustische Umsetzung meines Skripts so ohne weiteres vorstellen kann. Insofern ist es also auch für mich ein (fast) neues Hörspiel. ;)
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      Wolfgang S. schrieb:

      Während der Produktion wird ja meistens doch noch einiges verändert und ich schreibe noch nicht so lange Hörspiele, dass ich mir die akustische Umsetzung meines Skripts so ohne weiteres vorstellen kann. Insofern ist es also auch für mich ein (fast) neues Hörspiel.


      Ich denke, das hört nie auf. Ich schreibe ja schon ein wenig länger für die Lady als du und die Umsetzung ist immer noch spannend für mich. Gerade bei der musikalischen Untermalung und vor allem, was die ausgewählten Sprecher und deren Interpretation der Rollen angeht. Da ist manches ab und zu doch mal etwas anders, als man es beim Schreiben im Kopf gehört hat. Aber das finde ich auch sehr gut so. :)
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

      Wolfgang S. schrieb:

      Dann kann ich ja nur hoffen, dass bei Deezer demnächst mal die folgenden Hörspiele der Reihe eingestellt werden ...


      Bis dahin wird wohl noch der eine oder andere Airbus in Broughton zusammengeschaubt werden und einige Volten des Hörplaneten zu bewundern sein.

      Aber dank eines Autorenkollegen von Dir kam ich nun zum Hören von Der Tod über den Wolken wie die Jungfrau zum Kinde.

      Die Konstellation ist dabei der der "elf Geschworenen" nicht unähnlich. Eine räumliche Trennung zwischen der Lady und Inspektors Miller sorgt für Ermittlungen per Telefon und eine Konstellation, die ein wenig an die alte Holmes-Schule mit dem Lösen eines Kriminalfalls allein aus dem Ohrensessel heraus, erinnert. Das bleibt aber Therorie, denn die Lady ist höchst aktiv unterwegs. Dies gelingt dem Autor wieder so kurzweilig wie beim Erstling. Der Fall an sich ist klassische Kost, zwei mögliche Motivlagen, eines im privaten, das andere im beruflichen Bereich. Etwas unglücklich fand ich, dass die Frau des "Opfers" gleich in der ersten Szene so unsympathisch dargestellt wurde, dass sofort klar war, wie der Hase wohl zu laufen hat. Das hätte ich exakt gegenteilig inszeniert, die Dame kreuzbrav statt schrill-nervig, damit der Hörer mit den folgenden Abgründen auf dem falschen Fuß erwischt wird.

      Wie auch bei Thorsten Beckmann, so kommen die Lady und der Butler bei Wolfgang Schroeder nicht zu anstrengend daher, was leider bei manch anderen Schreibern der Reihe nicht so ist. Ich hab das Hörspiel auf einer Autobahnfahrt gehört, dafür war es genau richtig. Das ist nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

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      Danke für dein Feedback, Chris, und freut mich, dass dir das Hörspiel grundsätzlich gefallen hat.
      Allerdings hoffe ich, dass dich meine anderen Hörspielskripte mit etwas anderen Konstellationen überraschen könn(t)en. ;)
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      Wann gibt's denn mal wieder was Neues von Dir ? :)

      Schreibst du nur für den Hörplanet ? (ich glaub das hatte ich schon mal gefragt ...)
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      LskH schrieb:

      Wann
      gibt's denn mal wieder was Neues von Dir ?

      Das wird noch ein Weilchen dauern (die nächsten Veröffentlichungen stehen ja schon fest ), weil ich mich aus persönlichen Gründen etwas zurückgenommen habe. Es wird aber definitiv noch etwas von mir kommen.


      LskH schrieb:

      Schreibst du nur für den Hörplanet ? (ich glaub das hatte ich schon mal gefragt ...)

      Hörspiele schreibe ich tatsächlich nur für den Hörplaneten. Ansonsten komme ich ja eher aus der Phantastikecke und bin dort als Autor, Herausgeber von Anthologien und relativ frisch als Übersetzer unterwegs.
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