JULES VERNE - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg (eine Hörspielserie von MARITIM) ...

      T-Rex schrieb:

      Ich finde schon, dass man was verpasst, wenn man diese Reihe nicht hört.


      Das sei dir natürlich unbenommen :)

      denn sie bietet doch etwas komplett anderes als Grusel oder Krimi und das wolltet ihr doch?!? An abenteuerliche Reise an die unterschiedlichsten Orte und tolle Begegnungen mit anderen Persönlichkeiten. Handwerklich wüsste ich ebenfalls nicht, was man denn besser machen könnte.


      Man könnte sich zum einer erstmal die Mühe machen und den einen oder anderen Lokigfehler ausmerzen. Ich finde in Hörspiele, TV Serien und Büchern nichts schlimmer als Logikfehler die einen gerade zu anspringen.

      An abenteuerliche Reise an die unterschiedlichsten Orte und tolle Begegnungen mit anderen Persönlichkeiten.


      Das ist für mich das größte Problem der Serie. Die ganze Serie ist aus viele Versatzstücken anderer Geschichten zusammen gebastelt. Eigenens gibt es hier auch, aber der Anteil ist gering. Ich hätte mir gewünscht das sich tatsächlich hinsetzt und etwas komplett eigenes schafft.

      Handwerklich wüsste ich ebenfalls nicht, was man denn besser machen könnte.


      Es ist sicherlich nicht schlecht gemacht, aber es ist eben wieder das alte Lied man könnte so wenn man denn wollte das ganze viel "Dichter" wirken lassen. Wie ich das genau sagen soll weiss ich nicht so recht...diese Art von Hörspielen kann ich auch in diversen anderen Serien hören. Es gibt kein Alleinstellungsmerkmal wo man einfach denken kann "Das bekomm ich nur hier".
      Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

      T-Rex schrieb:

      ... denn sie bietet doch etwas komplett anderes als Grusel oder Krimi und das wolltet ihr doch?!? An abenteuerliche Reise an die unterschiedlichsten Orte und tolle Begegnungen mit anderen Persönlichkeiten. Handwerklich wüsste ich ebenfalls nicht, was man denn besser machen könnte.


      Reisen und Begegnungen schön und gut, aber das wirkt doch alles sehr beliebig. Der von Tobbe gewählte Begriff der "Versatzstücke" trifft es sehr gut. Passable Hörspielunterhaltung für eine Stunde, die man dann aber schnell wieder vergisst. Die Logikfehler, die dramaturgischen und inzenatorischen Schwächen, die soll bitte ein Rezensent im Detail herausarbeiten.

      Edith meint, das klingt jetzt wieder zu kritisch, schließlich höre ich ja eh jede neue Folge mit einem gewissen Grundinteresse und bleibe weiter dabei.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie - das ist Brutalität
      Folge 10 der Reihe führt uns mal wieder an Bord eines Schiffes und die Freunde natürlich zur nächsten Gefahr. Man rückt der Bedrohung näher auf den Pelz. Mir hat der Ausflug wieder gefallen und auch diese Folge bietet wieder spannende Abenteuerunterhaltung, die man sich gerne geben kann. Ich bleibe treuer Anhänger dieser Reihe.
      Ich habe mich mit "Die Stadt unter der Erde" mal an diese Reihe herangewagt, da sie doch viele Jules-Verne-Geschichten bietet, die bisher kaum oder garnicht vertont wurden. Es ist auch absolut nichts dagegen einzuwenden, mit den Vorlagen freizügig umzugehen, solange die Atmophäre stimmt. Man hat hier tatsächlich, aus welchen Gründen auch immer, völlig außer Acht gelassen, welcher Stimmung eine Verne-Geschichte wie diese bedarf und aus der faszinierenden Vorlage ein überzogenes, mit zu viel unpassender Musik zugekleistertes Actionabenteuer gezimmert. Die Auswahl der Sprecher ist da wenig hilfreich: Draeger bekomme ich einfach nicht mit Phileas Fogg zusammen.
      Passepartout ist eher störend als amüsant. Es ist halt nicht einfach, den naiven Sidekick zu geben, ohne dabei unfreiwillig nervtötend rüberzukommen. Ein Hans Hessling fällt eben nicht alle Tage vom Himmel. Und Aouda spricht als holte sie jeden Moment ein Smartphone unter ihrer Kleidung hervor, aber diesen Sprachduktus teilt sie mit den meisten Sprecherinnen der jüngeren Generation. Angesicht des Ergebnisses ist es schon als überheblich bis ärgerlich zu bezeichnen, Jules Verne in persona als Chronisten auftreten zu lassen. Eine schreckliche Produktion.
      Ich werde damit ja auch nicht warm, das mag gut produziert sein aber mir sind das zuviele Versatzstücke aus Geschichten die einfach zusammengebastelt werden. Sprachlich hätte man die Hörspiele tatsächlich an die Zeit anpassen sollen in denen eben die Ursprungsgeschichte spielt, leider nicht passiert daher geht so schon viel Charme verloren.
      Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tobbe_“ ()

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