[STREAMING-DIENSTE] Spotify, Apple, Amazon, Napster, etc.

      Wenn auch nicht direkt auf Hörspiele bezogen, ein interessanter Bericht, dem ich zu 100% zustimme.
      welt.de/wirtschaft/bilanz/arti…eine-Superstars-mehr.html

      Das ständige Überangebot an Hörspielen auf Streaming- oder Videoplattformen lässt einen doch nur von einem zum anderen hetzen. Warum sind denn die alten Hörspieltitel aus den 80er und 90er Jahre so beliebt und tief verankert im Bewusstsein?! Weil diese so gut sind? Ganz bestimmt nicht. Man hat sie einfach nur, aus Mangel an Alternativen, tausend Mal gehört. Das Cover der MC/LP bis ins kleiste Detail erkundet und seiner Phantasie freien Lauf gelassen. Eine schöne und entschleunigte Zeit. :love:
      Mir hingegen gehen diese atavistischen Jammerlappen gewaltig auf den Zeiger ;)

      Die Musikindustrie hat sich lange vor Streaming elementar gewandelt. Das alte Band-/Superstar-Konzept der 60er, 70er und 80er ist aus völlig anderen Gründen ausgestorben. Die Entertainmentmultis haben das System selbst umgestellt auf von ihnen völlig kontrollierte auf dem Reißbrett erschaffenen Produkten. Was aus Ihrer Sicht eine exzellente Idee war, sie waren immer schon neben der Prostitution :D die Industrie mit den größten Gewinnmargen, so wurde das alles noch besser. In ein paar Jahren wird man uns dann auch sagen, Streaming ist schuld, dass irgendwelche Big-Brother-Honks Nummer-1-Hits in den Charts anschreiben #stern#

      Der #aushilfstrottel# soll scheißen gehen mit seiner dümmlichen Kulturpessimismus, dass der gemeine Pöbel mit der Auswahl überfordert ist und gute und kulturell wertvolle Menschen wie er dadurch letztlich keine "gute" Musik mehr geliefert bekommen. Muss ich jetzt mal so deutlich sagen.

      Ich "hetze auch nicht von einem zum anderen", sondern ich hör das, was ich will. Und ich hab als Kind auch nicht aus "Mangel an Alternativen" so manche DDF-Folge x-mal gehört, sondern deshalb, weil einen als Kind Wiederholungen nicht stören und sie mir einfach besser gefallen haben als alles andere.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      Och, ich weiß nicht. An dem Artikel ist schon was dran, aber ganz so negativ sehe ich die Entwicklung nicht.

      Ich selbst bin bei Musik ein ausgesprochener Album-Hörer - und da ist spotify natürlich ein Segen, weil ich zu einem sehr günstigen Preis fast alles hören kann, was mich interessiert. Nur: Wie finde ich denn, was mich interessiert? Irgendwelche Empfehlungen wie 'Ähnliche Künstler' bringen mir da wenig. Und wie soll ich auseinanderhalten, ob jemand tatsächlich ein Musiker ist oder nur von der Musikindustrie dazu gestylt wurde? Es spielt für mich durchaus eine Rolle, ob jemand ernsthaft an seiner Musik arbeitet oder ob er nur nachträllert, was andere für ihn vorfertigen. Und da brauche ich dann halt doch Musikjournalisten und/oder Musikredakteure, die etwas von der Materie verstehen. Kurz: Streaming ist toll, aber für mich nur eine Ergänzung zu Rundfunk und Zeitschriften.

      Und bei Hörspielen sehe ich es mittlerweile ganz pragmatisch: Abgesehen von ein paar 'sammelwürdigen' Hörspielen auf CD höre ich im Stream oder, falls nicht verfügbar, kaufe den Download. Dass es dadurch beliebiger zuginge kann ich nicht bestätigen, ich freue mich weiter auf neue Hörspiele. Die Zeiten, in denen ich das Gefühl hatte, ich müsse auch alles hören, was so bei spotify verfügbar ist, sind schon längst wieder vorbei. Irgendwann merkt man halt, dass die zur Verfügung stehende Zeit dcoh begrenzt ist. Ich dürfte mehr gekaufte, aber ungehörte CDs im Regal stehen haben als gespeicherte Hörspiele bei spotify, die ich glaube, 'unbedingt' noch hören zu müssen.

      Also eigentlich eher goldene Zeiten für Hörer?
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
      Ich sehe das ähnlich wie Stollentroll, ich höre gerne und intensiv sehr viel Musik und dank Streaming habe ich fast immer überall Zugriff auf einen gigantischen Katalog - aus dem aber immer noch ich selbst auswähle was ich hören will und was nicht. Ab und zu schaue ich mir mal Playlisten aus bestimmten Genres an um zu sehen was es neues gibt, auch die "ähnlichen Künstler"- oder "das könnte dir auch gefallen"-Vorschläge schaue mal an wenn ich auf der Suche nach neuer Musik bin. Früher sass ich dazu im Plattenladen und habe mir die neuen Releases, etc. durchgeschaut. Wenn mir in einer Playlist ein Song gefällt dann suche ich in 99% der Fälle auch nach weiteren Songs / Alben des jeweiligen Künstlers.

      Und dann kann ich immer noch Zeitschriften oder das Internet zu dem jeweiligen Künstler befragen. Anfangs war ich auch skeptisch (schon bei Musik Downloads), ob ich wirklich auf die haptische Erfahrung und das Cover verzichten will, aber für mich ist Streaming auf jeden Fall ein Gewinn.

      Ich würde mal behaupten die Leute die heute hauptsächlich die Stimmungs- und No1 Playlists hören hatten früher auch nichts anderes als die BravoHits 1 -168 in ihrem Plattenregal ;)

      Zusammengecastete Kunstprodukte der Labels gab es auch schon vor Streaming und DSDS --> siehe N'Sync, Take That, etc., nur weil Musik so einfach zugänglich ist wie nie zuvor würde ich jetzt niemandem eine gewisse "Hörkompetenz" absprechen. Gerade durch den gigantischen Katalog von Apple, Spotify & Co. hat man Zugriff auf viele wunderbare Alben und Titel, die man ansonsten evtl. nie entdeckt hätte!

      daneel schrieb:

      Wenn Du mich mit &quot;atavistischen Jammerlappen&quot; und &quot;Der <img src="http://www.hoerspieltalk.de/wcf/images/smilies/aushilfstrottel.gif" alt="#aushilfstrottel#" /> soll scheißen gehen mit seiner dümmlichen Kulturpessimismus&quot; meinst, habe wir ein ernstes Problem!


      Würde ich nie tun, lass Dich #kuss1# (nicht auf den Mund!)
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

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