GESPENSTER-KRIMI (eine Grusel-Hörspielserie von CONTENDO MEDIA und AUDIONARCHIE) ...

      Es ist niemand gezwungen, sich auch nur annähernd nach meiner Meinung zu richten. Ich habe schon des öfteren erklärt, was ich von einer Produktion erwarte und was ich von einem Hörspiel erwarte. Wenn ich mir im Kino Rambo anschaue oder den 6. Teil von Saw, dann erwarte ich auch nicht, dass ich hier Intelligenzdialoge en masse auf mich einprasseln. Dann reicht mir ein einfaches: Was ist das? Blaues Licht. Was macht das? Es leuchtet blau.
      Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass hier einige von euch gezielt gegen bestimmte Produktionen wettern.
      Und gerade habe ich durch Zufall gesehen, dass sogar Rezi Ratte GK11 richtig gut bewertet hat. Und siehst bei weitem nicht dafür bekannt, dass derartige Hörspiele zu ihrer bevorzugten Kost gehören.

      T-Rex schrieb:

      Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass hier einige von euch gezielt gegen bestimmte Produktionen wettern.


      Diese Äußerung finde ich fragwürdig aber gut es ist deine Meinung. Wenn du das so siehtst dann könnte man das auch umdrehen und mal in den Raum stellen das du "bestimmte Produktionen" einfach immer bejubelst. Egal ist es ist, es ist die Diskussion im Grunde schon nicht wert da wir da so oder so auf keine gemeisamen Nenner kommen würden. Da bleibt einem wohl dann nur übring sich zu "bestimmten Produktionen" einfach nicht mehr zu äußern.
      Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

      Dann wettere ich mal gezielt gegen bestimmte Produktionen 8)

      Jaja, man muss wissen, was einen erwartet. Nichtsdestotrotz ist das Genre Groschengrusel kein Freibrief dafür, derart einfallslos (und aus meiner Sicht auch lieblos) Schema F runterzuspulen. Belanglose und austauschbare Charaktere, eine "Handlung" wie von einer Maschine aus ein paar anderen Groschengruslern recycled. Dafür waren zwei Autoren notwendig? Klang der Klappentext noch vielversprechend, so ist das Ergebnis umso enttäuschender. Kein "religious mystery thriller", aber erst recht kein Krimi, ein wenig denkbar unspannender Krawall mit schmaler Vorgeschichte. Aus der man aber etwas machen hätte, aber warum denn, es wird ja eh als OK (Wow, Sprecher, die ihr Handwerk beherrschen, das muss aber ausgiebig gewürdigt werden und nicht als absolut selbstverständlich angesehen werden) durchgewunken. Dabei ist dieses Hörspiel selbst im reiheninternen Vergleich mit Folge 6 "Erlösung" etliche Klassen schwächer. Auch sprachlich, da waren wieder Sätze drin, da gruselt es einen wirklich, wenngleich aus den falschen Gründen.

      Vor dreieinhalb Jahren hat Sebastian Weber "Mutmaßungen über Mutlosigkeit oder: Angst essen Kuchen auf!" geschrieben, alles wie gehabt.

      Die gute Nachricht: Nach den beiden Enttäuschungen MN 25 und GK 11 wurde ich auch mal wieder positiv überrascht, dazu morgen mehr (wenn es sich zeitgleich ausgeht).
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      Folge 12 'Der gehörnte Abt' ist meines Erachtens insgesamt recht ordenlich geraten. Sounds und Musik sind auf gewohnt gutem Niveau, die Sprecher beherrschen ihr Fach ebenfalls. Gewöhnungsbedürftig ist Alexandra Lange als Erzählerin, die scheinbar leidenschaftslos schildert, dabei eigenwillig betont und Pausen setzt, wo erst mal keine hingehören zu scheinen. Das mag den einen oder anderen stören, mir hat es nach ein wenig 'Einhörzeit' ganz gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich ich bei den Erzählerparts genauer hingehört habe als sonst. Den ein oder anderen unfreiwillig komischen Dialog gibt es auch wieder zu bestaunen ("Was steht da im Wald?" - "Ein kunstvoll geschnitzter barocker Beichtstuhl."), aber das hält sich alles in allem in vertretbaren Grenzen.

      Inhaltlich ist das Hörspiel natürlich nicht die Neuerfindung des Rades, aber doch solide spannend und unterhaltsam. Dabei gelingt es Autor Dennis Hendricks, die Figuren so dreidimensional anzulegen, dass man sich tatsächlich für sie und ihr Schicksal interessiert, was im Bereich Groschengrusel nun wirklich keine Selbstverständlichkeit ist. In den ersten zwei Dritteln des 77 Minuten langen Hörspiels wird zudem mehr Wert auf Atmosphäre und unheimliche, gruselige Momente gelegt als auf Action, Blut und brechende Knochen, was das Hörspiel deutlich aufwertet. Die lange Laufzeit ist vor diesem Hintergrund durchaus gerechtfertigt. Im letzten Drittel geht es dann allerdings wieder sehr 08/15-mäßig zu, wobei der Abschluss durch die langwierigen Erklärungen auch noch ziemlich geschwätzig geraten ist. Da wäre mehr möglich gewesen. Der Schluss lässt eine Tür für eine Fortsetzung offen, da dürfte also noch etwas auf uns zukommen.

      Keine große Kunst, aber doch gut hörbar. Da hat man im Rahmen der Reihe schon deutlich Schlechteres auf die Ohren bekommen.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
      12 - Der gehörnte Abt

      Mir macht die Reihe ja, im Gegensatz zu anderen Hörern, sehr viel Spaß.

      Die Folge besticht, im Gegensatz zu manch anderer Folgen der Reihe, eher durch unterschwellige Spannung. Es gibt weniger Splatter-Momente als zuletzt und die Spannung baut sich kontinuierlich aus. Die ganze Stimmung und fehlende Möglichkeit zu flüchten hat mir sehr gut gefallen. Dieses "Wir drehen uns im Kreis und kommen nicht vom Fleck" hat mir schon immer gefallen und das Stilmittel mag ich auch in Filmen gerne. ;) :D

      Die Charaktere haben auch eine sehr schöne Tiefe und die drei Protagonisten haben mir insbesonere im Zusammenspiel sehr gut gefallen. Es war schön Sven Plate, den ja viele als nervig empfinden, mal wieder in einer größeren Rolle zu hören. Ich mag ihn einfach. :)

      Der Schluss hat einiges offen gelassen und es wird sicherlich irgenwann die Fortsetzung geben. :)

      Für mich eine weitere gute Folge der Reihe, die doch hervorsticht und daher auch zuletzt wenig begeisterte Hörer gerne mal ein Ohr riskieren dürfen. ;)
      Ich möchte mich den lobenden Worten anschließen. Auch mir hat der gehörnte Abt viel Spaß gemacht und es ist ein guter Eintrag innerhalb der Reihe. Als besonders gelungen empfand ich die Atmosphäre, die etwas düsteres und ständig bedrohendes hatte. Dazu natürlich die drei Protagonisten mit ihren traurigen Geschichten.
      Heute meiner besseren Hälfte erzählt das die Blutbestie erneut zum Thema wird.

      Kommentar dazu mit bedeutungsschwangerer Stimme in bester Hörspielmanier: "Wir haben die Blutbestie entgültig erledigt.....zumindest bis Folge 13"
      Langeweile ist der Zeitvertreib der Dummen. (Erhard Blanck)

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      Am 23. Juni schlägt die Blutbestie zum dritten Mal zu:


      Folge 13: Das Erbe der Blutbestie

      Klappentext:
      Höchste Geheimdienstkreise arbeiten am „Projekt Dury“, doch die Ergebnisse lösen bei den Verantwortlichen Unbehagen aus. Denn das, was aus der Bestien-DNA erschaffen wurde, scheint nur schwer kontrollierbar zu sein. Als der unsichtbare Killer durch einen Verrat befreit wird, versetzt er die britische Hauptstadt in Angst und Schrecken. Der Profiler Dave Donovan muss sich erneut seinem schlimmsten Alptraum stellen. Zusammen mit Caren Fellows, einer Agentin des MI-6, folgt er der Spur des Blutes, bei der die Jäger bald zu Gejagten werden.


      ​Quelle und Cover: facebook.com/ContendoMedia/pho…972786761/?type=3&theater
      Ich habe die Folge heute "Der gehörnte Abt" gehört, da ich den Inhalt ganz ansprechend fand. Ich war bisher von der neuen Gespenster-Krimi Reihe inhaltlich nicht so sehr überzeugt und viele Folgen haben mir persönlich nicht zugesagt. Von den 12 erschienen Folgen haben mich nur 2 überzeugt, die ich auch immer wieder gerne höre (Mörderbäume/Erlösung). Nun nachdem ich diese Geschichte gehört habe, gibt es nun die dritte Folge, die mich völlig überzeugt hat. Die Geschichte ist, trotz ihrer Länge, unglaublich spannend, die Charaktere sind sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefühlt. Alles gipfelt dann zu einem packenden Ende mit dem Abt. Alles wirkt so düster, bedrohlich und unheimlich ohne dabei auf ein großes Gemetzel zu setzen.

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      Ansonsten bin ich kein Freund davon, dass alle Hauptdarsteller am Ende sterben, aber irgendwie hat es zu der Geschichte gepasst. Auch wenn ich es unglaublich schade finde. Das gebe ich zu. Zumindest Aaron und Lucia hätte ich gerne das Leben geschenkt.


      Ansonsten eine super Folge, die ich tatsächlich zum Hören empfehlen würde! 8)
      Schattenschrei ist eine erstklassige Folge und aus meiner Sicht mit ein Highlight der Reihe. Hier stellt sich beim Hören eine angenehme Gänsehaut ein.

      Es ist die Geschichte der Ärztin Jade, die während einer Operation die Stimme der Patientin hört die ihr berichtet, dass eine jenseitige Präsenz ihr nach dem Leben trachtet und das der unsichtbare Tod sie umgibt. Um Abstand zu gewinnen, fährt sie mit ihrem Mann zum Haus am See zu ihrer Mutter. Doch dort überschlagen sich die Ereignisse...

      60 Minuten Spannung pur - eine klare Empfehlung!!!

      ​Folge 15 der Reihe trägt den Titel "Monster Truck" und ist nach einer Idee von Erik Albrodt. Im Facebook-Auftritt von Contendo könnt ihr auch schon einen Blick auf das Cover werfen.
      Ja, es ist erstaunlich, dass die Serie tatsächlich mal solche Perlen wie "Schattenschrei" hervorbringt (was nach dem dritten Aufguss der blöden Blutbestie auch dringend notwendig war :) ). Es stimmt von vorne bis hinten einfach alles.

      Wenn ich überhaupt eine Kritik hätte, dann dass ich

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      ein offenes Ende eher bevorzugt hätte. Das Skript ist bereits so geschrieben, dass noch ganz bis zum Schluss entweder ein Happy End, ein offenes Ende oder ein Bad End möglich ist. Leider hat man sich für letzteres entschieden.

      Dem Hörspaß tut das natürlich keinen Abbruch.
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