MindNapping 16 - Vier Köpfe

      MindNapping 16 - Vier Köpfe

      MindNapping - Vier Köpfe

      Klappentext:

      Der zwölfjährige Timothy und seine Mutter Alice sind unterwegs zu einer einsamen Villa bei Mount Rushmore, wo die Köpfe der amerikanischen Präsidenten aus dem Fels gehauen wurden. Alice soll dort als Pflegerin für die alte Miss Clawfield arbeiten. Was nach einem einfachen Job klingt, wird für Timothy und Alice schon bald zum Horrortrip. Unheimliche Dinge geschehen in dem alten Herrenhaus, Dinge verschwinden, jemand schleicht nachts herum und das, obwohl die alte Dame das Bett doch angeblich nicht verlassen kann. Am Ende einer furchtbaren Nacht, in der auch Menschen sterben, weiß Timothy nicht mehr, wem er noch glauben kann. Vielleicht nicht einmal sich selbst...

      Idee und Buch: Simon X. Rost

      Sprecher:

      Timothy: Philipp Draeger
      Alice: Kerstin Draeger
      Miss Clawfield: Luise Lunow
      Steve: Uve Teschner
      John: Holger Löwenberg
      Officer Decker: Gordon Piedesack
      Officer Lippers: Thomas Petruo

      Spielzeit: ca. 62 Minuten

      VÖ: 13.06.2014
      Bilder
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      Hey, es geht weiter, klasse! #daumenhoch# Hatte schon Sorge, dass du wirklich die Segel streichen musstest.

      Obwohl "Spukhäuser" sonst gar nicht das Meine sind, werde ich gerne zugreifen. Der Autor wird's schon richten - und auch die Besetzung klingt vielversprechend. Ich habe gerade erst letzte Woche ein Hörbuch mit Uve Teschner beendet und freue mich, ihn bald wiederzuhören.

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      Bei einem Spukhaus-Thema werde ich auf alle Fälle mal ein Ohr riskieren.

      Und ich muss auch mal ein Lob aussprechen. Durch die Hörspiele, die ich bisher gehört habe, hat sich die Reihe sehr positiv entwickelt und ich muss meine Meinung, die ich nach dem Hören der ersten Folge hatte, revidieren. Sie hat sich sehr stark positiv entwickelt. :thumbsup:
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      Justus: "Was waren das für Vögel?"
      Bob: "Och, das habe ich sie nicht gefragt - aufgeführt haben sie sich wie Adler!"
      Morton: "Das waren Sittiche, wenn mir diese Bemerkung erlaubt ist."

      aus: Die drei ??? - Das Gespensterschloss
      Jein. Ich kenne die Reihe doch recht gut, würde ich mal behaupten, deshalb kann ich das durchaus beurteilen und einordnen.

      Aussagen bezüglich eines der Hörspiele des Jahres, die wären Geschmackssache und sicherlich diskutierenswert.

      Also, Hörspiel kaufen und darüber diskutieren. ;)
      Jein. Ich kenne die Reihe doch recht gut, würde ich mal behaupten, deshalb kann ich das durchaus beurteilen und
      einordnen.Aussagen bezüglich eines der Hörspiele des Jahres, die wären Geschmackssache und sicherlich diskutierenswert.
      Also, Hörspiel kaufen und darüber diskutieren.


      Dann lasse ich mich gerne überraschen!
      Mit eiskalten Grüßen
      Starlord
      Meine Meinung:

      Simon X. Rost ist ein Name, den man kennt, obwohl er alles andere als ein Vielschreiber ist. Was man von ihm kennt, das spricht für ihn. In der etwas verunglückten Hörbuchserie "Darkside Park" war seine Story "Augen der Nacht" der positive Ausreißer nach oben und auch sein zweiter Beitrag "Das kalte Licht" gehörte zu den deutlich besseren Kapiteln. Sein erstes Mindnapping-Hörspiel "Flutnacht" bezeichnen viele Fans als die Lieblingsgfolge und die ist auch wirklich gut. Im Rahmen des Audible-Abos ist mir auch "Der Mann, der niemals schlief" reingeschneit, an die 15,5 Stunden habe ich mich aber noch nicht rangewagt. Kurz gesagt, hohe Erwartungen und die werden was die Aufmachung angeht, wie immer bei Mindnapping voll erfüllt, ein Artwork, das Sammlern einfach Freude macht.

      Inhaltlich beginnt die Sache mit einem kleinen Schreck, die Hauptrolle hat ein Kind. Hmm, Hörspiele mit Kindern und sprechenden Tieren (keine Sorge, kommen nicht vor), nicht so meines und immer eine gewaltige Aufgabe an die Regie. Welche glücklicherweise bewältigt wurde, Patrick Holtheuer hat den Balg gut im Griff :thumbup:, keine wirklich altklugen Nervmomente. Bei den anderen Sprechern war das nicht so schwierig, denn Kerstin Draeger spielt absolut genial, eine der besten Sprecherleistungen des Jahres, und auch alle anderen sind bestens aufgelegt, den Fans bereiten da natürlich Uve Teschner und Gordon Piedesack mal wieder besonders viel Freude.

      Die Story selbst weiß schnell zu fesseln. Das Setting mit dem Mount Rushmore funktioniert blendend, man hat die Umgebung ständig bildlich vor Augen. Die titelgebenden "Vier Köpfe" sind allerdings nicht die der Präsidenten, sondern die der vier Hauptfiguren, die in ihrer Undurchschaubarkeit dem Ganzen Züge eines Kammerspiels geben. Sehr schön gelungen vom Autor. Die fünfte Person und neben den beiden Polizisten die einzige Nebenrolle ist der von Holger Löwenberg auf den Punkt genau perfekt gespielte Indianer, der der Handlung einen weiteren mysteriösen Nebenstrang hinzuführt. Nachdem die Eskalation munter voranschreitet, gipfelt alles in einem spektakulären Finale auf dem Berg der Begierden, aber natürlich ahnt der erfahrene Mindnapping-Hörer schon, dass das Ende nicht das Ende ist. It´s time for the final twist und von dem wurde ich auch diesmal wieder kalt erwischt, obwohl er eigentlich die stringenteste Auflösung mitbringt. Ich warte jetzt aber mal auf eine Folge, die als final twist hat, dass es keinen final twist gibt, hehe.

      Kurz gesagt, das Hörspiel wird kaum jemanden finden, den es nicht überzeugt. Ein richtig gutes Hörspielskript mit vielen fiesen Momenten modern und tadellos inszeniert, Sounddesign so wie es die Mindnapping-Freunde goutieren und diesmal auch Sprecher, die durch die Bank überzeugen und nicht polarisieren wie beim letzten Mal (wertfrei gesagt). Natürlich findet mal überall ein Haar in der Suppe und so lässt sich eine vom Autor gelegte falsche Spur entdecken, die keinen Sinn ergibt. Das ist aber natürlich erlaubt und ich wünsche viel Spaß beim selbst rausfinden. Eine dritte Mindnapping-Folge aus dem Hause Rost würde ich jedenfalls sehr goutieren.

      Disclaimer: Ich habe das Hörspiel gekauft und selbst bezahlt und schreibe keine "Rezensionen", sondern ausschließlich als Kunde und so wie mir der Schnabel gewachsen ist.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
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