FRAKTAL (eine SciFi-Hörspielserie von GIGAPHON) ...

      Ich habe das Hörspiel schon Sonntag gehört gehabt. Mir hat es auch sehr gut gefallen.
      Wie in "Dragonbound" wird im Off wieder aus der Ich-Perpektive berichtet. Diesmal ist der Erzähler ein Reporter.

      Mir gefällt die Idee, dass anstatt der Weltraum mal das Mikrokosmos mit einem Raumschiff erkundet wird. Eine originelle Idee und spannend umgesetzt. Die Reihe werde ich auf alle Fälle weiterkaufen.
      Ich habe mir das Hörspiel jetzt angehört. Ich finde es klasse und hoffe, dass es schnell mehr Folgen geben wird. Was ich ein wenig komisch fand war die Abkürzung des Institut in der Schweiz. Bei der Abkürzung CET hat es mich immer Geschüttelt, wo das Institut doch CERN heißt. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass man das absichtlich gemacht hat um keine Probleme zu bekommen.

      Beim Hören des Hörspiel ist mir ein Gedanke gekommen der mich nicht mehr los lässt. Ich bin kein Physiker, aber irgendwie hat sich in meinem Kopf festgesetzt, dass die Zeit auch anders verlaufen muss, wenn die so klein sind. Ich bin gespannt ob das auch irgendwie mit einfließen wird.

      -- Bevor ich mich ärgere, ist es mir halt egal --

      So, nun hatte ich auch das Vergnügen. Und das meine ich durchaus wörtlich: das Hörspiel hat Spaß gemacht! :) Zumindest beim ersten Hören. Peter Lerfs Bestreben, Hollywood-artige Produktionen zu veröffentlichen, ist einmal mehr von Erfolg gekrönt. Mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen. Mein Fazit nach dem zweiten Hören: Viel Schall und Rauch an der Oberfläche, eher wenig Gehaltvolles darunter. Die umgekehrte Abfolge wäre mir lieber gewesen: ein zu Beginn etwas sperriges Hörspiel entpuppt sich beim Wiederhören und "Richtig-drauf-einlassen" als ungeahnt vielschichtig und clever.

      Dabei habe ich mit der Verkleinerungsidee an und für sich keine Probleme. SF darf solche Behauptungen aufstellen und sich in Spekulationen ergehen. Nur sollte ein Autor nicht die konsequente Umsetzung seines Konzeptes aus den Augen verlieren. Wer sich nicht einmal bemüht, die offensichtlichsten Widersprüche zu vermeiden oder zumindest zu erklären, tut der Geschichte mMn keinen Gefallen.

      Beispiele: Wie soll es möglich sein, dass die Crew während ihres Aufenthalts im fraktalen Raum mit der Kontrollzentrale kommuniziert? Die Skyclad ist dort schließlich auf ein Maß verkleinert, das millionenfach unter der Ausdehnung von Funkwellen liegt. Vergleichbares Problem ergibt sich mit dem Einsatz des Lasers: Selbst ein einziges Photon dürfte um ein X-Faches größer sein als das ganze Schiff. Wobei man hier noch einwenden könnte, dass eben auch die Photonen entsprechend kleiner ausfallen, immerhin werden sie von einer subatomaren Waffe produziert. #gruebel# #wirr2# #wech#

      Die Machart des Hörspiels sowie die Sprecher haben mir gefallen. Konventionell, aber satt produziert und routiniert inszeniert. In technischer Hinsicht missfällt mir eigentlich nur der Klang der Schritte, die doch arg künstlich und zu einheitlich wirken. Tapp, tapp, tapp. Aber das ist bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht anders. Werde ich nie verstehen.
      Inhaltlich bin ich häufiger über unausgereifte Dialoge bzw. Formulierungen gestolpert – da spuckt der fraktale Raum schon mal fußballgroße oder auch zwanzig Meter messende Objekte aus, und der Erzähler stellt u.a. fest, dass etwas "in keinster Weise" so und so ist – habe mich aber trotzdem gut unterhalten gefühlt. Widersprüchlich? Ich weiß. :D

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      Der technische Kram ist mir relativ egal, solange es nicht gar zu abstrus wird.

      Etwas ärgerlich hingegen fand ich, dass bei gewohnter Gigaphon-Überlänge trotzdem nicht mehr rumkommt, als der Titel suggeriert. Verloren im Mikrokosmos. Ende. Eine zweite parallel veröffentlichte Folge hätte Aufschluss geben können, worum es (in) der Serie eigentlich geht.

      Martin L. Schäfer klang für meine Ohren fast wie eine hochgepitchte Version von Michael Lott, zumindest meine Assoziation gleich am Anfang.
      Für mehr Details müsste ichs nochmal hören.

      Markus0815 schrieb:

      Der technische Kram ist mir relativ egal, solange es nicht gar zu abstrus wird.

      So geht es vermutlich den meisten, ist ja auch okay. Allerdings hat diese Sichtweise dazu geführt, dass es seit geraumer Zeit kaum noch ernstzunehmende Hard-SF gibt – was ich persönlich bedauerlich finde. So unterhaltsam die diversen Space Operas und Mischformate aus Fantasy und SF auch sein mögen, viele Autoren machen es sich mMn zu einfach. Und wer bspw. einmal ein Buch von James P. Hogan oder Robert Charles Wilson gelesen hat, weiß, wie atemberaubend spannend auch wissenschaftlich ausgerichtete SF sein kann.

      Natürlich ist das nicht zuletzt Geschmackssache, klar. Ich würde mir jedenfalls das eine oder andere ausgeklügelte Gedankenexperiment mehr, und den einen oder anderen Alien, Raumkreuzer und Lichtschwertschwinger weniger wünschen. ;)

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      Sowohl die Machart als auch die Story haben mir gefallen. Ein wirkliches Bild wird man sich aber wohl erst nach Folge 2 machen können. Auf die hätte ich vielleicht warten sollen, so muss man wohl Teil 1 vor 2 noch einmal hören.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie - das ist Brutalität
      Ich hatte nun auch die Gelegenheit, mir in aller Ruhe "Fraktal" anhören zu können. Das Hörspiel ist in meinen Augen ein gelungener Einstieg in diese neue Serie. Der Cast macht laune, das Erzähltempo fand ich angemessen und auch die Soundkulisse stimmte. Zudem finde ich es lobenswert, dass hier mal nicht eine Buchvorlage adaptiert, sondern ein originär fürs Hörspiel geschriebener Plot inszeniert wurde.

      Meine sonstigen Eindrücke habe ich in einer Rezension zusammengefasst, die ich hier in meinem Blog veröffentlicht habe.
      Bin nun auch dazu gekommen die erste Folge zu hören.
      Hat mir richtig gut gefallen. Das Thema ist mal etwas ganz Neues. Ein SF-Hörspiel, das im Mikrokosmos spielt gab es meines Wissens noch nicht. Dafür schon einmal ein ganz dickes Plus! :)
      Außerdem hat Gigaphon wieder eine tolle Arbeit abgeliefert. In Sachen Produktion, Musik und Sprecherauswahl, kann das Label mit den Großen mithalten.
      Martin L. Schäfer war mir bisher nicht geläufig. Seine Stimme ist aber für höhere Aufgaben im Synchronbereich geschaffen. Bettina Zech finde ich seit "Dragonbound" sowieso grandios! Gerade von ihr würde ich gerne noch sehr viel mehr hören. Auch im Synchronbereich! Auch alle anderen Sprecher überzeugen Restlos.
      Fazit: Ein tolles Hörspiel, mit einem ganz neuen Thema. Da kommt keine Langeweile auf. Note 1 :thumbsup:
      Hoffentlich läst eine Fortsetzung jetzt nicht zu lange auf sich warten!

      JMB schrieb:

      Markus0815 schrieb:

      Der technische Kram ist mir relativ egal, solange es nicht gar zu abstrus wird.

      So geht es vermutlich den meisten, ist ja auch okay. Allerdings hat diese Sichtweise dazu geführt, dass es seit geraumer Zeit kaum noch ernstzunehmende Hard-SF gibt – was ich persönlich bedauerlich finde. So unterhaltsam die diversen Space Operas und Mischformate aus Fantasy und SF auch sein mögen, viele Autoren machen es sich mMn zu einfach. Und wer bspw. einmal ein Buch von James P. Hogan oder Robert Charles Wilson gelesen hat, weiß, wie atemberaubend spannend auch wissenschaftlich
      ausgerichtete SF sein kann.

      Natürlich ist das nicht zuletzt Geschmackssache, klar. Ich würde mir jedenfalls das eine oder andere ausgeklügelte Gedankenexperiment mehr, und den einen oder anderen Alien, Raumkreuzer und Lichtschwertschwinger weniger wünschen.

      Ich kann mich damit leider auch nicht anfreunden. Verkleinern ist in Ordnung, aber diese absolute physikalische Unmöglichkeit nimmt mir den Spaß. Da hier ein wissenschaftlicher Prozess beschrieben wird, der nicht möglich ist, hätten sie es besser als Zaubertrick verkauft.
      Ich habe da noch eine Erklärung in einem wissenschaflichen Artikel gefunden:

      (...) Auf die Unteilchen gestoßen war Georgi, als er untersuchte, ob man die Standardtheorie der Teilchenphysik so erweitern könnte, dass man so genannte skaleninvariante Teilchen erhält, die eine von Null verschiedene Masse haben. "Skaleninvarianz" bedeutet, dass man grundlegende Messgrößen eines Objektes maßstabsgerecht vergrößern oder verkleinern kann, ohne dadurch seine wichtigsten Eigenschaften zu ändern. Bei masselosen Teilchen wie beispielsweise dem Photon funktioniert das ohne Probleme. Doch bei Teilchen, die wie ein Elektron Masse haben, geht das nicht. Man kann nicht gleichzeitig Größen wie Zeit, Entfernungen, Energie und Impuls vergrößern oder verkleinern, ohne dabei die Masse des Teilchens zu ändern. (...)
      Wann geht es denn mit Folge 2 weiter? Ich fand Folge 1 erfrischend neu und hat mir gut gefallen. Ich bin neugierig wie sich die Geschichte weiter entwickelt und welche Handlungen gesetzt werden. Momentan bin ich ohne Idee was da jetzt noch kommen wird. Aber dass empfinde ich es als sehr motivierend , weil ich nicht weiß was als nächstes kommen wird :thumbsup:


      GIGAPHON Hörspiele
      FRAKTAL geht in die nächste Runde!
      Am 18.10.2014 erscheint Folge 2 "Sternenstaub". Weitere Infos zum Inhalt und natürlich eine Hörprobe folgen in Kürze. Seid gespannt.

      Quelle: facebook.com/gigaphon/photos/a…5/755207971209997/?type=1
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      Das Hörspiel kommt an meinen letzten Urlaubstag raus.
      Ich freue mich jedenfalls auch darauf und bin gespannt wie es weitergeht. Auch wenn ich im Moment den Zusammenhang Mikrokosmos mit Sternenstaub nicht ganz verstehe. Vielleicht ist im Mikrokosmos ein Paralleluniversum vorhanden oder so ähnlich.
      Mal gucken, was sie sich da ausgedacht haben.
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