Die Rolle des Erzählers...

      Für mich ist auch hier die Abwechslung und Vielseitigkeit sehr wichtig. So gibt es HSP, die kommen sehr gut ohne Erzähler aus, bei anderen übernimmt er/sie eine wichtige Funktion. Manchmal ist es sogar vorgekommen, da habe ich gar nicht gemerkt, dass es keinen Erzähler gegeben hat - besonders interessant dort, wo es sonst üblich einen gibt (Serie/Reihe). Ich bin bisher eigentlich immer mit dem ausgekommen und zufrieden gewesen, wie es ist. Die Länge des Erzähltext ist abhängig vom Inhalt und Sinn.






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      Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

      " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "

      Ich fand die Erzählerroller von Peter Pasetti als Alfred Hitchcock etwas ganz besonderes, dass er sich zwischendurch an den Hörer gewandt hat und das hat mich als Kind natürlich beeindruckt. Passt aber natürlich nicht unbedingt in bestimmten Genre. Ich denke aber für Kinder und Jugendhörspiele eine schöne Variante oder auch in Krimihörspielen, wo man den Hörer animiert mit zu raten.
      Man muss die Menschen nehmen wie sie sind,
      es gibt ja keine anderen. ;)
      Es gibt meiner Meinung nach wenig Hörspiele, die komplett ohne Erzähler auskommen. Wenn es passt, ist es zwar in Ordnung, aber ich bevorzuge doch eher Hörspiele, in denen es einen Erzähler gibt. Zu lange Erzählpassagen finde ich allerdings auch wieder etwas abschreckend. Es muss nicht immer alles haarklein vom Erzähler beschrieben werden. Da würde ich mir dann eventuell eine bessere Umsetzung des Dialogbuchs wünschen. #rolleyes#


      Ich fand die Erzählerroller von Peter Pasetti als Alfred Hitchcock etwas ganz besonderes, dass er sich zwischendurch an den Hörer gewandt hat...

      Das gab es zum Beispiel auch bei Bibi Blocksberg. Fand ich als Kind auch ganz toll, wenn einen der Erzähler direkt angesprochen hat und einen am Anfang sozusagen mit in das Hörspiel genommen hat oder zum Schluß noch was Nettes gewünscht hat. ;D
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      Justus: "Was waren das für Vögel?"
      Bob: "Och, das habe ich sie nicht gefragt - aufgeführt haben sie sich wie Adler!"
      Morton: "Das waren Sittiche, wenn mir diese Bemerkung erlaubt ist."

      aus: Die drei ??? - Das Gespensterschloss
      Ansonsten habe ich mir eigentlich nie groß Gedanken darüber gemacht ob das Hörspiel jetzt einen Erzähler hat oder nicht. Extrem aufgefallen ist es mir natürlich bei Captain Future, da finde ich das Ganze eher anstrengend und macht mir den Hörfluss und Hörgenuss doch ein wenig zu nichte, aber gut war halt rechtlich nicht anders zu lösen.

      Aber mal im Ernst, sucht ihr wirklich danach ob ein Hörspiel einen Erzähler hat oder keinen hat? Mir ist das echt schnuppe. Auch wenn ich jetzt keinen Erzähler favorisieren würde, würde ich mir nicht im Vorfeld die Arbeit machen zu schauen ob ein von mir gewünschtes Hörspiel über einen Erzähler verfügt oder nicht. Ich würde es trotzdem kaufen.
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      es gibt ja keine anderen. ;)
      Ich glaube es gibt sehr gute Hörspiele mit viel Erzähltext und sehr gute Hörspiele mit weniger Erzähltext. Aus meiner Sicht sollte der Erzähler nicht aus der Handlung heraus reißen sondern die Handlung zusätzlich unterstützen. Bei Morland, dass mir sehr gut gefallen hat, ist mir aufgefallen, dass der Erzähleranteil sehr, sehr hoch ist. Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen, weil man sehr, sehr viel Information erhält) hat es mich begeistert und gefesselt. Dorian Hunter kommt ohne Erzähler im klassischen Sinne aus, trotzdem übernimmt öfters mal ein Protagonist diese Rolle. Marco Göllner versteht es hier wirklich blendend ohne klassischen Erzähler auszukommen.
      Hört man vom Hörverlag Im Namen der Rose, fällt der Erzähler gar nicht auf, obwohl er das ganze Hörspiel trägt. Einfach herlich umgesetzt. Ebenso Der Hobbit- einfach nur genial, wie der Erzähler eingesetzt wird und das ganze Hörspiel trägt.
      Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt...
      Ich finde ein generelles ja oder nein zu einem Erzähler ist nicht möglich. Solange der Erzähler nicht störend wirkt ist es völlig problemlos. Für denjenigen der das Skript schreibt ist der Einsatz eines Erzählers die Möglichkeit auf etwas in einer bestimmten Szene hinzuweisen was man "nicht sieht" oder zusammenhänge zu erläutern die sonst umständliche Dialoge, oder den massiven Einsatz von Geräuschen erfordert hätten.

      Es ist halt ein Stilmittel was mit bedacht eingesetzt ein Hörspiel nach vorn bringen, oder eben überladen kann.

      So uns jetzt habe ich mich nicht festgelegt und kandidiere für die nächste Bundestagswahl als hochbezahlter Hinterbänkler für den Bundestag. :D

      -- Bevor ich mich ärgere, ist es mir halt egal --

      Ich finde auch, dass man das im Vorhinein gar nicht beurteilen kann, ob der Einsatz eines Erzählers für das Hörspiel sinnvoll ist oder nicht. Da kann man sich dann wirklich nur auf Rezensionen verlassen oder aus eventuellen Erfahrungen aus vorherigen Folgen.
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      es gibt ja keine anderen. ;)
      Ich stimme da Hoax und Angel 74 zu. Eine Pauschalantwort kann ich da auch nicht geben.

      Peter Pasetti als Hitchcock und Joachim Nottke als Erwin Erzähler fand ich immer toll, beide werden ja auch als Charakter in die Hörspiele eingebaut.
      Bei Lady Bedfort vermisse ich keinen Erzähler, da funktioniert die Handlung auch ohne.
      Die gute junge alte Lady Bedfort kommt auch hervorragend ohne Erzähler aus, Amelie ebenso und wenn man bedenkt, dass Watson u.a. "nur" der Chronist ist, dann kommt Holmes auch sehr gut ohne aus. Wie ich immer sagen : " wenn geht geht, wenn nix dann nix" .... Bei DDF und TKKG wurd auch schon gezeigt, dass man gut ohne auskommen kann ....... Es kommt eben drauf an wie man die Scripte schreibt und ob das so passen will ... Dann isset schitte ob oder ob nicht bzw. mit oder ohne ......





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      Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

      " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "

      Thomas Tippner schrieb:

      Hört man vom Hörverlag Im Namen der Rose, fällt der Erzähler gar nicht auf, obwohl er das ganze Hörspiel trägt. Einfach herlich umgesetzt. Ebenso Der Hobbit- einfach nur genial, wie der Erzähler eingesetzt wird und das ganze Hörspiel trägt.
      Es gibt ja vom Hörverlag auch das Hörbuch. Ich tendiere eher zum Hörspiel. Kennst Du beide Versionen oder weis es jemand aus dem Talk?

      saure Grüße
      Lemon
      Man kann nicht alles mit Worten ausdrücken
      zum Beispiel eine Zitrone!
      Ich hab auch schonmal ein Hörspiel getragen... 3 Spritzen, bis das die Rückenschmerzen wieder weg waren! *daswarwas*

      Es gibt Erzähler, die brauche ich einfach weil sie eine begnadete Stimme haben.

      Da wären z.B.:

      Achim Höpper (viel zu früh von uns gegangen) weil er Dingen wie Kriegerin des Lichts einfach die Magie gegeben hat, die kein Anderer hätte geben können.

      Jürgen Kluckert in Gabriel Burns. Der Flüstererzähler schlechthin, welcher so eindringlich Atmosphäre erzeugen kann, das man sich mal gut und mal richtig scheisse fühlt, je nach gewollter Szenerie.

      Samantha Parker bei The Leviathan Chronicles, nicht nur weil ihre Stimme extrem sexy klingt, sondern weil sie die Härte gewisser Szenen eiskalt und andere wieder mit mächtig viel Emotionen lebendig macht.

      Oder der, wenn auch sehr geschwächt wirkende, Ernst Meinke bei der Grusel-Serie.

      Es gibt auch Hörspiele die komplett ohne Begleiter auskommen: Das Lufer Haus, Der Fluch von Loch Ness...

      Es gibt auch Erzähler auf die ich verzichten kann, wie z.B.:

      Christian Rode, in Vampira mit dem vezweifelten Versuch an Kluckerts Burns heran zu flüstern, einfach nur lachhaft.

      Henry König in Professor Zamorra, der überdrehteste Erzähler der Hörspielgeschichte.

      usw. usw. usw.

      Dr.Lemon schrieb:

      Thomas Tippner schrieb:

      Hört man vom Hörverlag Im Namen der Rose, fällt der Erzähler gar nicht auf, obwohl er das ganze Hörspiel trägt. Einfach herlich umgesetzt. Ebenso Der Hobbit- einfach nur genial, wie der Erzähler eingesetzt wird und das ganze Hörspiel trägt.
      Es gibt ja vom Hörverlag auch das Hörbuch. Ich tendiere eher zum Hörspiel. Kennst Du beide Versionen oder weis es jemand aus dem Talk?

      saure Grüße
      Lemon
      Danke, hat sich erledigt. Ich habe eine Hörprobe gefunden und mich für das Hörspiel entschieden.

      saure Grüße
      Lemon
      Man kann nicht alles mit Worten ausdrücken
      zum Beispiel eine Zitrone!

      Hoax schrieb:

      Für denjenigen der das Skript schreibt ist der Einsatz eines Erzählers die Möglichkeit auf etwas in einer bestimmten Szene hinzuweisen was man "nicht sieht" oder zusammenhänge zu erläutern die sonst umständliche Dialoge, oder den massiven Einsatz von Geräuschen erfordert hätten.


      Hört Euch einmal die erste Minute der Hörprobe von Dragonbound-Episode 14 an:

      gigaphon.de/wp-content/uploads…is-von-Artimus-128-kb.mp3?

      Ein Musterbeispiel für mich, wie man es nicht machen sollte: jede, aber wirklich jede einzelne Information des ersten Erzählereinsatzes hätte man sehr gut (bzw. besser) durch die handelnden Sprecher erzählen können.

      Warum macht man das? Ich fliege bei sowas sofort aus der Story und habe Probleme, danach wieder reinzufinden.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.

      Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, d.h. man darf sie kostenlos nutzen.
      Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
      Ich bin ja ein großer Freund von Hörspielen ohne (allwissendem) Erzähler. Ich finde,

      1. dass man den Hörern auch einiges an Vorstellungskraft und Intelligenz zutrauen kann, einer Handlung auch ohne Erzähler zu folgen.

      2. dass ein Erzähler auch immer ein Stück Tempo und Atmosphäre aus einem Hörspiel nimmt (Ausnahmen bestätigen die Regel)

      3. dass gute Erzählertexte eine Kunst sind, die ich nicht beherrsche.
      Wie schon geschrieben, mag ich "sowohl" als "auch". Ohne Erzähler wirkt alles viel lebendiger und man ist viel intensiver im Hörspiel drinnen. Mit einem Erzähler kann man der Geschichte viel mehr Tiefe geben und erfährt mehr über das Innenleben der Protagonisten. Ich möchte beide "Arten" nicht missen.
      Wenn man eine literarische Vorlage adaptiert, kann es sehr schwer sein, ohne Erzähler zu arbeiten, sondern alles szenisch umzusetzen. Auf jeden Fall ist es für den Autor des Manuskripts wesentlich schwieriger und mehr Arbeit. Und wenn die Vorlage sehr "optisch" orientiert ist, grenzt es wahrscheinlich sogar an Unmöglichkeit. Da kann es teilweise auch lächerlich wirken, wenn die Sprecher anfangen, das, was gerade passiert, ständig in ihren Dialogen oder in Selbstgesprächen wiederzugeben.

      Wenn hingegen eine Geschichte direkt für ein Hörspiel ausgedacht wird, kann es einfacher sein, ohne Erzähler auszukommen, weil man dann die Story von vornherein so konstruieren kann, dass die Szenen selbsterklärend sind.

      Ich glaube, meine ersten Hörspiele ohne Erzähler waren Commander Perkins 1 - 6 in den 70ern, geschrieben von H. G. Francis. Ich fand diese Hörspiele sehr beeindruckend. Auch wenn ich den Unterschied mit/ohne Erzähler damals noch nicht recht wahrgenommen haben dürfte - man wurde viel mehr in die Handlung hineingezogen als dies wahrscheinlich mit einem Erzähler möglich gewesen wäre.
      Francis hatte aber auch das Können, literarische Vorlagen ohne Erzähler umzusetzen, z.B. bei Rätsel um die grüne Hand und Rätsel um den geheimen Hafen.

      Andererseits - was wären die vielen, vielen hervorragenden Europa-Hörspiele der 60er/70er ohne die Erzählerstimme Hans Paetsch gewesen?

      Durch viel Text kann ein Erzähler auch zum heimlichen "Star" eines Hörspiels werden. Ich denke da z.B. an Paul-Edwin Roth in Der Brandstifter von Tarrafal oder in Vorstadtkrokodile.

      Zu viel Erzählertext an den falschen Stellen kann ein Hörspiel aber auch kaputt machen oder ihm viel von seiner Wirkung nehmen. Ich mag es z.B. nicht, wenn Actionszenen ausführlich vom Erzähler geschildert werden (so wie z.B. bei John Sinclair). Das funktioniert in einem Buch, aber in einem Hörspiel kann es nerven.
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