Können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jugendliche richtig beurteilen?

      Können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jugendliche richtig beurteilen?

      Können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jugendliche richtig beurteilen? 22
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        NEIN (13) 59%
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        JA (9) 41%
      Angestachelt durch die sicherlich diskussionswürdige Rezi von Dr.Armitage Geldverschwendung TKKG Folge 5 - Das Phantom auf dem Feuerstuhl möchte ich euch die generelle Frage stellen, ob ein erwachsener Hörer ein Hörspiel, dass für ein junges Publikum gemacht wurde, überhaupt angemessen beurteilen kann? Als Erwachsener erlebt man doch seine Welt ganz anders und stellt andere Ansprüche an ein Hörspiel als dies zum Beispiel ein 10 Jähriger macht. Ich sehe es an meiner Tochter, die an ein Hörspiel, aktuell hat es ihr Winni Puh angetan, ganz andere Maßstäbe setzt als ich es tue. Wie seht ihr das? Können sich Erwachsene Hörspielhörer in ein Kind hineinversetzen oder ist das nicht möglich? Oder braucht es dass doch nicht um ein Hörspiel adäquat zu bewerten?

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen #winkewinke#
      also zu der Resi habe ich ja was geschrieben.

      aber nun hierzu.

      also ich denke schon das man als erwachsener kinder/jugend hörspiele beurteielen können.
      es steckt das kind immernoch in uns.

      wir überlegen uns vieleicht eher, kann es sein oder sowas geht doch garnicht weil wir eben auch
      schon viele hörspiele kennen aber auch so manch andere dinge. da könnte es schon sein das man
      realität und fantasy / geschichten miteinander verschmelzen lassen und darum eine andere sichtweise
      eines hörspiels haben.

      aber selbst bei kinder oder jugendlichen ist das doch auch schon. der eine jugendliche der vieleicht schon viel erlebt hat
      sieht es anderst als ein jugendlicher der von der familie verhätschelt wurde.

      es gibt kinder /jugendliche die haben vieleicht noch nie ein hörspiel gehört aber vieleicht viele krimis im tv
      gesehen und berachtet deshalb das hörspiel ganz anderst.

      ich für meinen teil ob nun erwachsener oder jugendlich oder kind denke das man mit seinen gedanken beim hörspielhören
      in die welt des hörspiels eintauchen muss um es zu verstehen.

      wenn ich nur so nebenher ein hörspiel höre und mich garnicht darauf konzentriere, sehe ich auch so einige hörspiel ganz anderst, als wenn
      ich mich voll und ganz darauf konzentriert habe. ich erlebe das hörspiel viel intensiever weil ich mich in eine der rollen
      mehr einbinde und mir vorstelle wie gerade die situation ist.

      als ich klein war also ein kind, war es änlich. ich habe winnetou gehört und stellte mir vor das ich auch in der prärie
      stehe und mit den indianern gegen die bösen cowboys kämpft.

      darum glaube ich das erwachsene es immernoch beurteilen können, sofern sie in die welt des hörspiels eintauchen können.
      nur oberflächlich gesehen als unterhaltung für nebenher, können erwachsene ein hörspiel weniger beurteilen.
      aber das trift nicht nur die erwachsenen sondern auch für kinder und jungendlich zu.
      Sei wer du bist, und sag was du fühlst.
      Denn wer dies stört, zählt nicht.
      Und der zählt, stört es nicht.

      Ich denke, es kommt auf den jeweiligen " Erwachsenen " an. Ich höre mir auch gerne Kinderhörspiele an und meist gefallen diese mir auch sehr gut. Einfach zuhören und gut ist. Dann gibt es aber solche " Erwachsene " die ein Hörspiel bis in die kleinste Kleinigkeit auseinander nehmen müssen und bis zum erbrechen ausdiskutieren müssen. Und ich weiß nicht, ob das immer sein muß.

      Wie das Beispiel der TKKG Folge zeigt. Dabei handelt es sich um ein Kinderhörspiel, welches im übrigen auch schon vor einigen Jahren produziert wurde und mir als Kind sehr gut gefallen hat ( wie auch heute )

      Und Pia setzt ganz bestimmt andere Maßstäbe bei einem Hörspiel. Ihr gefällt vielleicht eine ganz bestimmte Figur ( oder Stimme / Musik ) sehr gut. Als Kind kann man ein Hörspiel rauf und runter dudeln, ich konnte das jedenfalls :) Und das ist ja das schöne am Kind sein, man braucht nicht groß drüber nachdenken .... :)

      Und wenn bei einem Hörspiel mal nicht alles stimmig ist, na und ? Hauptsache das Gesamtpaket gefällt mir :) Ich als " Erwachsener " erwarte mir keine Superstory von einer Benjamin Blümchen Folge, eben weil sie für Kinder konzepiert ist. Es hindert mich aber nicht am zuhören :)
      Streite dich niemals mit einem Idioten - denn erst zieht er Dich auf sein
      Niveau um dich danach mit seiner Erfahrung zu erschlagen !!
      Ich denke rein objektiv können Erwachsene sehr wohl Kinderhörspiele beurteilen, sei es die technische Qualität, Auswahl der Sprecher, obs Kind-geeignet ist usw. Jedoch rein subjektiv, sprich ob es dem Kind gefällt oder nicht, wird ein Erwachsener und sei er noch so sehr Kind geblieben, aufgrund seiner erlebten Jahre bestimmt nicht beurteilen können, höchstens schätzen.
      „Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.”
      Marcel Mart #winkewinke#
      @ Angelus

      aber ist genau die qualität und die sprecher auswahl für kinder meist egal ?

      also wenn ich heute hörspiele von damals höre sage ich natürlich auch das gewisse sprecher die ich mittlerweile gehört habe
      vieleicht besser für ein hörspiel gewesen wären, aber damals gab es nun diese sprecher nicht sondern andere und man
      kennt das alte hörspiel nun eben so wie damals und man hat dennoch das hörspiel geliebt.

      das ist doch wie pertershaw geschrieben hat, das man als erwachsener ein hörspiel genau untersucht und auseinandernimmt
      was währe besser gewesen usw.
      das währe nur eine bewertung des produkts nicht des hörspieles also der geschichte.

      wenn ihr nun ein hörspiel aus eurer kinheit heutzutage hört was würdet ihr zu dem hörspiel heute sagen im vergleich zu damals falls ihr das noch wisst ?

      ich für meinen teil, finde die geschichte genauso interessant wie heute auch noch, ob nun die qually nun gut oder schlecht ist
      ich setzte mir keine hohen maßstäbe. für mich ist die geschichte das wichtigste und das innere bild was mir im kopf durch die erzählung
      ist. obwohl ich weis das winnetou eine geschichte von karl may ist und er nie im wilden westen war usw. ändert es bei mir nichts.
      ich habe das bild in meinem kopf. ich lasse mich einfach durch die geschichte in eine andere welt führen ohne die realität miteinzubinden.

      man sollte denke ich einfach einmal sich öfters in solche welten entführen lassen um den ganzen altags stress entgehen zu können,
      wer damit probleme hat, da kann in der tat nicht mehr wie ein kind beurteilen, da kinder eigentlich keinen altagsstress haben und
      sie deshalb sich in solche fantastischen welten einfügen können.
      Sei wer du bist, und sag was du fühlst.
      Denn wer dies stört, zählt nicht.
      Und der zählt, stört es nicht.

      Silverfox schrieb:

      @ Angelus
      aber ist genau die qualität und die sprecher auswahl für kinder meist egal ?
      Genau das meine ich mit subjektiv.



      Silverfox schrieb:

      das ist doch wie pertershaw geschrieben hat, das man als erwachsener ein hörspiel genau untersucht und auseinandernimmt
      was währe besser gewesen usw.
      das währe nur eine bewertung des produkts nicht des hörspieles also der geschichte.
      Nichts anderes habe ich geschrieben, dass ein Erwachsener objektiv beurteilt.






      Silverfox schrieb:

      man sollte denke ich einfach einmal sich öfters in solche welten entführen lassen um den ganzen altags stress entgehen zu können,
      wer damit probleme hat, da kann in der tat nicht mehr wie ein kind beurteilen, da kinder eigentlich keinen altagsstress haben und
      sie deshalb sich in solche fantastischen welten einfügen können.
      Genau Deiner Meinung. Und, auch wenn ich mich wiederhole, nichts anderes meinte ich mit subjektiver Beurteilung.
      „Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.”
      Marcel Mart #winkewinke#
      Hallo,

      ich glaube nicht, dass Erwachsene tatsächlich Kinderhörspiele beurteilen können, denn sie werden immer mit ihren Vorstellungen an die Sache herangehen und nicht mit den Ohren eines Kindes, für das sie gemacht sind.
      Enid Blyton sagte ja sinngemäß, dass sie Kritik von Erwachsenen nicht interessiert.
      Ich habe auch schon auf Bitten Kinderhörspiele rezensiert, fühlte mich dabei aber immer seltsam. Zum einen, weil ich mit dem "kindlichen Zeug" nichts mehr anfangen kann, zum anderen, weil ich nicht die Kinderohren habe und daher nicht beurteilen kann, ob ein Hörspiel einem Fünfjährigen gefällt.

      Auf der anderen Seite sind mir Rezensenten suspekt, die permanent Kinderhörspiele UND Erwachsenenhörspiele rezensieren und bei beiden irgendwie die gleichen Maßstäbe anlegen. Da glaube ich dann, dass vieles davon die Kids gar nicht interessieren wird. Ich frage mich auch, ob solch ein Rezensent dann geeignet ist, um erwachsene Themen zu rezensieren, wenn er an Benjamin und Bibi Gefallen findet. Ich meine - ich mag auch Donald Duck und die Simpsons, aber da ist noch ein Anteil erwachsener, versteckter Zynismus und Ironie dabei. Das geht Kinderhörspielen zum Glück völlig ab.

      Wie auch immer - ich denke, dass es nicht geht. :)
      aber nunmal auf die umfrage selber zu antworten.

      die frage lautet ja:
      " Können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jugendliche richtig beurteilen? "

      normalerweise müsste jeder ja sagen, denn diejenigen wo die geschichten schreiben bzw. die hörspiele machen / gemacht haben
      waren alle erwachsene. und die kinder lieben die geschichten. also können erwachsene doch hörspiele für kinder und jugendliche beurteilen
      denn sonnst könnten sie ja diese hörspiele nicht machen / gemacht haben.
      man muss also wie ein kind denken oder wissen wie ein kind die geschichte sieht. #jaja#

      nunja man weis generell nie was ein anderer denkt. man kann auch nicht sagen das jedem 5 jährigen das hörspiel gefällt oder nicht.
      hat stellenweise auch mit der erziehung zu tun. wenn ich ein fünfjähriges kind vor die glotze setzte wo dann
      diese manga zeichentrick serien laufen und dem fünfjährigen dann ein hörspiel mit benjamin oder biene maja vorsetze
      wird wahrscheinlich dieser fünfjährige auch nichts mit dem hörspiel anfangen können.

      aber was gab es früher für kinder hörspiele. benjamin war da nicht dabei das kam ja später zumindest bei mir ;)

      da gab es märchen von den brüdern grimm / fix und foxi / asterix / karl may / biene maja usw. wenn man jetzt so diese hörspiele von damals betrachtet hatten diese hörspiele
      einen gewissen anteil an geschichtsunterricht und aufklärung (nicht sexuellle ;) ). wenn man benjamin anschaut hat er auch zum teil etwas geschichtsunterricht aber auch dafür andere dinge wie vieleicht das thema freundschaft usw.

      auch im tv ist es heute anderst. wir kannten die sesamstrasse und heute kommt der lila bär oder iwe der sich nennt oder die tele tabbis die ja sprachlich gesehen nunja auf gnaz gnaz kleine kinder im alter von 2-3 wirkung haben. doch da muss ich mich wiederum fragen, wie kann man kinder im alter von 2-3 vor die glotze setzten und nicht richtig reden mit den kindern als diese " dada duudu uiui ohoh". bei den jugentlichen sieht man auch wie es ist. " ey alter, weischt du isch mach disch platt" usw.
      Sei wer du bist, und sag was du fühlst.
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      Und der zählt, stört es nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Silverfox“ ()

      Erstmal muss ich sagen, dass es mich sehr freut, dass meine Rezension nun schon zu eigenen Themen anregt. Finde ich wirklich toll!

      Nun zum Thema: Natürlich können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jungedliche rezensieren. Jeder kann das, sofern er sich dazu berufen fühlt. Der springende Punkt ist viel eher, ob sie das tun sollten. Und auch hier ist die Antwort ein klares: Ja!
      Wir sind als Erwachsene mit dafür verantwortlich, uns mit den Dingen zu befassen, die unsere Kinder beschäftigen. Da können Rezensionen sehr hilfreich sein, wenn man sich mal schnell informieren will und solange diese Rezension ehrlich und konstruktiv gemeint ist. Wenn ich in einem Hörspiel für Kinder z.B. finde, dass ein Hörspiel ein absolut falsches Signal an Kinder senden könnte, dann ist es mir persönlich auch wichtig, das anzusprechen. Um mal bei "Das Pahntom auf dem Feuerstuhl" zu bleiben: Ich halte es für absolut fatal, dass die Kinder einfach so in das Haus eines gehen, der sich so dermaßen seltsam verhält wie Stöter, nur weil dieser Tarzan mal eingeladen hat, ihm seine Werkstatt zu zeigen. Das ist in meinen Augen mit Verlaub sogar die klassische Kinderschändermasche (da hilft es auch nichts, dass die Kids von TKKG zum frühestmöglichen Zeitpunkt abgehauen sind, schließlich wäre das dann in der Realität schon nicht mehr möglich). Natürlich macht das nicht jedes Kind sofort nach, aber das Risiko will ich dennoch nicht eingehen.
      Bei der Rezension selbst ist für mich persönlich daher nicht so wichtig, ob ich noch Verbindung mit dem Kind in mir aufnehmen kann (was bei den drei ???, den Masters of the Universe HSPs und auch Point Whitmark noch hervorragend funktioniert, btw), sondern ob dieses Hörspiel in meinen Augen für Kinder geeignet ist oder nicht. Ob ich es als Kind unterhaltsam gefunden hätte reicht mir da als Kriterium bei weitem nicht aus.
      Meine Hörspiel-, Film- & Buchrezensionen: Alltagshirngespinste
      Ich frage mich gerade, wie man etwas "richtig" bewerten können soll.

      Jede Bewertung ist zwangsläufig subjektiv, wer ernsthaft die Auffassung vertritt, eine objektiv "richtige" Einschätzung treffen zu können, ist meines Erachtens einer Selbsttäuschung aufgesessen.

      Nichtsdestotrotz denke ich, dass auch Erwachsene Kinder- und Jugendhörspiele prüfen und bewerten können dürfen müssen, zumindest dann, wenn sie auch Eltern sind. Dahingehend bin ich mit Dr. Armitage vollkommen einer Meinung. Ebenso wie ich wissen will, was meine Tochter für Filme oder Fernsehsendungen anschaut und ich eine dezidierte Meinung darüber habe, welche Geschichten ich ihr vorlese und was nicht, will ich auch wissen, was sie für Hörspiele hört. Und wenn ich dabei etwas höre, von dem ich glaube, dass es selbst dann, wenn man es gemeinsam hört und darüber spricht, für eine Vierjährige nichts ist, dann wird das auch nicht gehört. Punkt.

      Natürlich bewertet man als Erwachsener anders als als Kind. Natürlich gibt es Hörspiele, die ich als Kind mit Begeisterung gehört habe, bei denen ich mich heute frage, was ich an diesem Ding, das durch seine nostalgische Patina beim Wiederhören möglicherweise ja sogar noch aufgewertet wird, eigentlich jemals gefunden haben mag.

      Aber wenn ich heute PittiPlatsch, Moppi und Schnatterinchen oder die WDR-Neuvertonung von Otfried Preußlers Kleinem Wassermann oder vom Räuber Hotzenplotz oder Monika Häuschen oder den Regenbogenfisch oder Leo Lausemaus oder Winnie Puh (oh ja, Markus, da macht man was mit #lach1#) oder was auch immer höre, dann höre ich gleichermaßen auf etwas, das mir als Kind gefallen hätte und auf etwas, das mir als Vater für mein Kind nicht gefällt.

      Da ist es egal, ob ein Sprecher hölzern oder Geräusche billig oder Musik lieblos klingt, das sind keine Kriterien, die mich interessiert haben, als ich selbst Mitglied der Zielgruppe für Kinder- und Jugend-Hörspiele gehört habe. Ein Hörspiel fällt durch, weil es - wie Dr. Armitage schreibt - falsche Signale sendet, weil es Werte vermittelt, die ich als zweifelhaft ansehe, weil es für mein Kind nicht das "Richtige" ist. Das ist nicht autoritär, das ist Fürsorge.

      Können Erwachsene Hörspiele für Kinder und Jugendliche also beurteilen?

      Natürlich können Erwachsene das viel besser als diese naiven Bratzen.
      Und natürlich haben Erwachsene überhaupt keine Ahnung, von was sie da überhaupt reden.
      "Richtig"! ;D
      @brudervomweberDem kann ich mich zu 100 Prozent anschließen.

      Außerdem wollte ich noch auf das Enid Blyton Zitat eingehen: Könnte es sein, dass dies daher kommt, dass die Erwachsenen ihr später (nicht ganz zu unrecht) versteckten bis offenen Rassismus vorgeworfen haben und dass sie teilweise in ihren Internatsgeschichten Dinge wie Mobbing und Gruppenzwang zum Teil sogar befürwortet hat? (Kann man hier nachlesen.) Ich will da nichts unterstellen, aber mich würde hier mal der Zusammenhang interessieren.
      Meine Hörspiel-, Film- & Buchrezensionen: Alltagshirngespinste
      Um eines richtig zu stellen - als ausgebildeter Psychologe und Vater ist mir bewusst, dass es unsere Aufgabe ist unsere Kinder nur mit altersadäquaten Filmen, Hörspielen, Spielzeug usw. zu konfrontieren um ihre seelische Gesundheit und psychische Entwicklung nicht zu gefährden. Wir wissen was "gut" für unsere Kinder ist und was "nicht gut" für unsere Kinder ist. Aus dieser sehr "groben" Sichtweise, können wir Hörspiele natürlich bewerten, kategorisieren und beurteilen. Aber was wir mMn verlernt haben, ist Hörspiele mit den Ohren von Kindern zu hören und aus ihrer Sicht festzustellen ob das Hörspiel Kinder sehr gut unterhält oder Kinder überhaupt nicht unterhält. Wir können nur feststellen, dass dieses Hörspiel aus Sicht eines Erwachsenen anderen Erwachsenen aus den und den Kriterien gefallen könnte oder eben auch nicht. Aber eine entsprechende Prognose für Kinder auszugeben, ist für uns Erwachsener viel schwieriger und aus meiner Sicht nicht möglich, weil wir, wie schon geschrieben, ganz andere Kriterien anlegen als dies ein Kind tut. Dieser Umstand wird uns besonders dann bewusst, wenn wir Hörspiele aus unserer Kindheit hören, die uns damals vor den Kassettenrekorder gefesselt haben. Sie gefallen uns in erster Linie deswegen, weil wir plötzlich für kurze Momente wieder ganz klein sind und uns erinnern, wie das "Gefühl" damals war als wir es gehört haben. Wenn jemand das selbe Kinder-Hörspiel als Erwachsener hört und dazu in der Vergangenheit keine Kindheitserinnerungen aufgebaut hat, dann wird er das Hörspiel nur mehr aus der Sicht des Erwachsenen hören und die vielen Dinge, die uns als Kind damals wichtig waren, links liegen lassen oder gar nicht bemerken. Wenn Pia "Ein neuer Freund für Winni Puh" rauf und runter hört und bereits alle Dialoge kennt und sich trotzdem köstlich unterhält, dann kann ich als Erwachsener nicht mehr mit....leider :(

      Markus G. schrieb:

      Wenn Pia "Ein neuer Freund für Winni Puh" rauf und runter hört und bereits alle Dialoge kennt und sich trotzdem köstlich unterhält, dann kann ich als Erwachsener nicht mehr mit....leider :(
      Aber genau das macht es doch aus. Gerade dieses mitlachen, mitspaßhaben, und einfach Freude verbreiten, wenn du das so erlebst, dann kann man auch solche Hörspiele bewerten als Erwachsener. Das nimmt aber immer mehr ab in der heutigen Zeit leider! Erich Kästner hat mal geschrieben "Erwachsen werden heißt vom Gemüt Kind bleiben" aber nicht kindlich das ist der Unterschied. Wenn man das schafft, kann man in Kindergeschichten auf eine völlig andere Art absinken. Sich mit Kindern beschäftigen Zu Fragen was ihnen gefällt mit Ihnen Arbeiten. Viele dieser "Bewerter" von Hörspielen können das leider eben nicht und sie leben in Ihrer Erwachsenenwelt. Und hier entsteht der Konflik. Sie sehen die Welt, nur auf Erwachsenenbasis. Wie funktioniert das, Wie ist das Sounddesign eines Hörspiels. Oh das ist ja von Skriptautor. Deswegen gibt es drei höllische Sterne mehr. Furchtbar. Kinder hören mit dem Herzen (Achtung Metapher) Erwachsene mit dem Kopf. Deswegen muss man aufpassen das nicht zu verlieren. Und ja es gibt ein paar Menschen (sogar ein paar mehr) die das nie verlernt haben. Astrid Lindgren, Enid Blyton ... Sie können beurteilen ob ein Hörspiel bei Kindern ankommt (also hätten gekonnt)
      "Der Anfang des Denkens, ist der Tod der Sinne" - aus dem Programm ≈Weltensegler≈
      @ Markus: Ist diese Entwicklung nicht völlig normal? Schließlich wissen wir zwar heute noch, dass wir als Kinder Angst vor Monstern unter unserem Bett hatten, aber wirklich fühlen wie das damals war, können wir heute nicht mehr, da wir ganz genau wissen, dass es diese Monster nicht gibt. Damals waren wir davon aber felsenfest überzeugt. (Versteht ihr, was ich meine?)
      Meine Hörspiel-, Film- & Buchrezensionen: Alltagshirngespinste

      Weltensegler schrieb:

      Markus G. schrieb:

      Wenn Pia "Ein neuer Freund für Winni Puh" rauf und runter hört und bereits alle Dialoge kennt und sich trotzdem köstlich unterhält, dann kann ich als Erwachsener nicht mehr mit....leider :(
      Aber genau das macht es doch aus. Gerade dieses mitlachen, mitspaßhaben, und einfach Freude verbreiten, wenn du das so erlebst, dann kann man auch solche Hörspiele bewerten als Erwachsener. Das nimmt aber immer mehr ab in der heutigen Zeit leider! Erich Kästner hat mal geschrieben "Erwachsen werden heißt vom Gemüt Kind bleiben" aber nicht kindlich das ist der Unterschied. Wenn man das schafft, kann man in Kindergeschichten auf eine völlig andere Art absinken. Sich mit Kindern beschäftigen Zu Fragen was ihnen gefällt mit Ihnen Arbeiten. Viele dieser "Bewerter" von Hörspielen können das leider eben nicht und sie leben in Ihrer Erwachsenenwelt. Und hier entsteht der Konflik. Sie sehen die Welt, nur auf Erwachsenenbasis. Wie funktioniert das, Wie ist das Sounddesign eines Hörspiels. Oh das ist ja von Skriptautor. Deswegen gibt es drei höllische Sterne mehr. Furchtbar. Kinder hören mit dem Herzen (Achtung Metapher) Erwachsene mit dem Kopf. Deswegen muss man aufpassen das nicht zu verlieren. Und ja es gibt ein paar Menschen (sogar ein paar mehr) die das nie verlernt haben. Astrid Lindgren, Enid Blyton ... Sie können beurteilen ob ein Hörspiel bei Kindern ankommt (also hätten gekonnt)

      Eine Frage: Sollte man bei einer solchen Rezension tatsächlich nur bewerten, ob das Produkt evtl. bei Kinder ankommt? Oder sollte es nicht auch darum gehen, ob es für Kinder auch geeignet ist? Ich kenne viele Dinge, die bei Kinder höllisch gut ankommen würden und die ich ihnen trotzdem nie geben würde.
      Außerdem: Warum sollte ich eigentlich nicht bewerten, ob das Sounddesign gut und die Geschichte logisch aufgebaut ist? Schließlich bemerken auch Kinder oft genug, wenn etwas billig gemacht ist und nur weil ein Hörspiel für Kinder oder Jugendliche gemacht wurde, heißt das noch lange nicht, dass man beim Schreiben des Skriptes faul oder schlampig werden darf (ich kenne leider genug Beispiele, bei denen der Autor/die Autorin offenbar genau das gedacht hat). Damit meine ich nicht, dass man bei Benjamin Blümchen und Co plötzlich hochkomplexe Storykonstrukte entwerfen soll, aber logisch nachvollziehbar sollte der Verlauf der Handlung schon sein, oder?
      Meine Hörspiel-, Film- & Buchrezensionen: Alltagshirngespinste
      @Weltensegler:

      Kinder hören mit dem Herzen (Achtung Metapher) Erwachsene mit dem Kopf. Deswegen muss man aufpassen das nicht zu verlieren.


      das hast Du wirklich schön geschrieben #jaja#


      Damit meine ich nicht, dass man bei Benjamin Blümchen und Co plötzlich hochkomplexe Storykonstrukte entwerfen soll, aber logisch nachvollziehbar sollte der Verlauf der Handlung schon sein, oder?


      Das ist jetzt die "Gretchen-Frage". Für uns Erwachsene muss es einfach logisch und nachvollziehbar sein, weil wir uns einfach zu einem rational und logisch denkenden Individuum hin entwickelt haben. Ich glaube, dass für Kinder, gerade für kleine Kinder, noch "andere" Dinge mehr Bedeutung hat. "Dinge", die für uns Erwachsener wiederum gar nicht so wichtig sind.
      Ich denke auch, dass unbestritten ist, dass Kinder in einer "anderen" Welt leben als wir Erwachsenen. Und scheinbar in einer besseren, sonst würden wir uns ja nicht mitunter dorthin zurücksehnen. :)

      Nun aber daraus den Rückschluss zu ziehen, dass eine erwachsene Bewertung dessen, was an Material für diese Welt "geliefert" wird, eigentlich per se "unqualifiziert" ist, weil man das Gehörte ohnehin nicht adäquat in den kindlichen Wahrnehmungskontext einzuordnen weiß, ist schlichtweg falsch. Immerhin lesen ja auch nicht die Kinder die Rezension, sondern (vermutlich) deren Eltern. Also schreiben eigentlich Erwachsene für Erwachsene, und die Kinder werden wieder mal nicht gefragt. Gemeinheit! :D

      Aber die Gedanken sind ja bekanntermaßen frei - was ein Rezipient mit einem "Text" anfängt, kann man ohnehin nicht kontrollieren, am allerwenigsten derjenige, der ihn produziert hat - was letztlich die Frage aufwirft:

      Können Erwachsene überhaupt Hörspiele für Kinder und Jugendliche "richtig" produzieren?

      Und die Antwort hierauf lautet ebenso wie bei der Frage nach dem Bewerten. Ja und Nein. Sie können es jedenfalls versuchen.

      Es wäre in der Tat interessant zu erfahren, wie ein Hörspiel aussehen würde, das zu wesentlichen Teilen von Kindern "produziert" wurde. #rolleyes#

      Gibt es sowas schon? ?(

      brudervomweber schrieb:

      Es wäre in der Tat interessant zu erfahren, wie ein Hörspiel aussehen würde, das zu wesentlichen Teilen von Kindern "produziert" wurde. #rolleyes#

      Gibt es sowas schon? ?(
      Das wäre wirklich interessant! Also professionell weiß ich nicht - wäre aber sicherlich interessant!
      Aber ich glaube sehr viele Kinder haben ihre eigenen Hörspiele daheim auf den Kassettenrekorder aufgenommen.
      Ich bilde mir ein, das bereits mehrfach hier gelesen zu haben, und ich selbst habe auch mit Freunden zusammen unsere Lieblingshörspiele nach gespielt und selbst aufgenommen, oder auch neue erfunden und aufgenommen.

      Von den Grundsatzdiskussionen her, würde ich es auch sehen, dass hier die Erwachsenen in der Verantwortung stehen, die Hörspiele aufgrund der vermittelten Inhalte selektieren. Natürlich kann ein Erwachsener die Hörspiele für Kinder nicht 100% mit Kinderohren hören. Und klar sind auch, dass hier ein Erwachsener ganz andere Dinge heraus hört, wie ein Kind. Aber ich sehe darinnen auch kein Problem ?( . Und bei bestimmten Dingen sind nunmal Erwachsene in der Pflicht diese Fragwürdigen Inhalte etc den Kindern zu verdeutlichen, warum das nicht "cool" ist, oder ihnen diese falschen Vorbilder nicht zu präsentieren (Sei es nun Rassismus, Mobbing wie es bei Enid Blyton vor kommt, Taktlosigkeit wie bei TKKG - warum braucht wohl ein Kind im Rollstuhl kein Fahrrad mehr, etc etc) . Oder hier zumindest mit den Kindern kritisch zuhören, und ihnen dann vermitteln was daran nicht gut war.
      Wofür wiederum kritische Rezensionen von Erwachsenen notwendig sind.
      Traditionen sind wie Teller


      da um zergebrochen zu werden
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