POINT WHITMARK (eine Hörspielserie von Decision Products) ...

      Neben der Atmo in der Dunkelheit und im Blindenheim, mag ich vor allem die Winter-Atmo. Aus meiner Sicht sogar noch besser als die von Folge 6. Die Folge 1-10-Puristen werden mir zwar dafür Ketzerei vorwerfen, aber was soll's. :D

      Die Auflösung war typisch Point Whitmark-strange, aber nicht ganz mein Geschmack. Irgendwie alles zu umständlich, um logisch zu sein. Aber was ist bei PW schon wirklich logisch?

      Irgendwie schwer zu glauben, dass die Folge auch schon wieder zehn Jahre alt ist.

      24 - Am Tag der großen Flut

      Während sich Point Whitmark auf eine Sturmflut vorbereitet, werden Tom und Jay als Geiseln genommen. Zeitgleich versucht Derek seinen beiden Freunden zu helfen, was aber aufgrund des Unwetters gar nicht so einfach ist.

      In dieser Folge geht es weitaus weniger abgedreht zu als man es von der Serie gewohnt ist. Es gibt keine Rätsel und durch die Geiselnahme stehen die Täter auch sofort fest.
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      Allerdings gibt es zum Schluss dann doch noch einen Aha-Moment als Derek den Komplizen "entdeckt".
      Die Handlung spielt komplett an einem Nachmittag und kommt recht kurzweilig daher.

      So ganz ohne typischen PW Momente kommt dann diese Folge aber doch nicht aus: Die Befreiung von Sergeant Gibbons mit dem Bagger. Und auch Belly Sue Walker versprüht bei ihren kurzen Auftritten PW Charme (Zitat: "Genieß es.").

      Schön ist, dass der Leuchtturm hier mal eine zentrale Rolle spielt (und nicht nur Ort des Senders ist). Allerdings kann ich nichts mit der Kröte anfangen. Soll sie als Gegenstück zu Blacky etabliert werden? Dafür ist sie dann aber doch zu langweilig.

      Die Stimmung des Unwetters ist anfangs ganz gut dargestellt worden. Wobei das ganze auf dem Cover doch um einiges bedrohlicher und wilder aussieht als es letztendlich rüber kommt. Beim Finale auf dem Wasser fehlt mir dann aber ein bisschen wildere Umwetter-Atmosphäre.

      Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Folge gut gefallen hat, sie aber nicht an die Highlights herankommt. Dafür fehlt dann doch noch ein bisschen. Aber so ist sie gutes Mittelmaß.
      Das Bestehende ist natürlich gut. Zumal sich die Serie so nicht verschlechtern kann. Aber es tut schon irgendwie weh. Denn ich gehe davon aus, ohne dies belegen zu können, dass PW nicht aufgrund mangelnder Kundschaft, sondern aufgrund Problemen im Produktionsprozess bzw. mit dem Vertrieb gescheitert ist. Wie gesagt, ich habe keinerlei valide Informationen, aber nach allem, was ich mit der Serie erlebt habe, würde ich eher auf so etwas tippen.

      Gleichzeitig lebt die, aus meiner Sicht, viel schlechtere Vorbild-Serie fröhlich weiter.

      25 - Die fiebrigen Tränen

      Ja, das ist wirklich schade, dass es nicht weiter geht. Vor allem kann man dann doch sagen, dass die Serie beendet ist und dass es keine neuen Folgen mehr geben wird. Das wäre dann wenigstens mal eine Aussage und man wüsste, was Sache ist. Aber so wartet und hofft man doch immer noch auf weitere Folgen...

      Ich habe jetzt jedenfalls Folge 25 gehört, finde sie aber eher schwach.

      Sera Goodwinter findet zwei Bernsteinbrocken, die im Besitz ihres Vorfahren Samuel Goodwinter waren. Diese "fiebrigen Tränen" sollen die Kraft haben Tod und Krankheit zu bringen und tatsächlich sind verschiedene Parteien hinter den Tränen her.

      Positiv an der Folge ist, dass man das kleine Jubiläum eingebaut hat und dass mit Sera und Kathy Goodwinter, Billy Boy, Sheriff Baxter und Vater Callahan einige Nebencharaktere auftauchen. Aber das war es dann auch schon.

      Da ich bei Gabriel Burns nicht über die erste Folge hinaus gekommen bin konnte ich auch mit den Auftritten der GB Charaktere nichts anfangen.

      Die Geschichte selbst war mir dann auch viel zu abgedreht. Seien es Luzia Weaver und Mr Sorka oder auch der Showdown mit dem Heißluftballon - irgendwie immer eine Spur drüber. Auch die Erklärung:
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      ​alte Sporen in den Bernsteinen klingt dann mehr nach Akte X als nach PW.


      Die Sonnenfinsternis verpufft irgendwie auch so nebenbei, bis auf ein paar Sektenmitglieder kommt wenig Stimmung rüber - aber wie will man auch eine Sonnenfinsternis in einem Hörspiel inszenieren?!?

      Bleibt zu sagen, dass diese Folge für mich zu den schwächsten zählt.
      Ausnahmsweise kann ich Wesleys Meinung mal nicht zustimmen.

      Ich bin kein großer Burns-Fan und die Folge ist eher im mittleren Segment der Gloge-Folgen anzusiedeln, aber ingesamt macht mir die Folge Spaß. Die trockenen Sprüche wie "Willst du mal anfassen?" oder "Das mit dem Mähdrescher!" kommen gut und die Szenen im Restaurant, im Keller und auf dem Markt sind typisch Point Whitmark. Und das die Story abgedreht ist ... hey, das ist doch das Markenzeichen von Point Whitmark im Allgemeinen und von Gloge im Besonderen.

      Habe auch mal wieder die drei einschlägigen HPs zum Thema abgeklappert. Auf der Decision-Seite ist weiterhin die Lichtung (ohne Bagger) zu sehen, auf seiner persönlichen und der PW-Seite herrscht die Leere. Der Funken Hoffnung, dass der Wiedergänger PW auch die mittlerweile über dreijährige Pause übersteht, verglimmt langsam. Und dabei gehöre ich zu den Verrückten, die glatt 30 Euro pro CD zahlen würden, wenn denn noch was Neues käme. Zwar nicht als Crowdfunding, da haben die Kollegen zu viel Erde verbrannt, aber würde morgen amazon die CDs zu solchen Mondpreisen listen, würde ich vorbestellen. Egal, ob danach der Preis noch fällt.

      Aber gut, Herr Sassenberg will und/oder kann nicht. Und ich kann daran leider nichts ändern. Ich habe schon das Ende von Sieben Siegel verkraftet und nach der Lektüre des eBooks auch das von Dodo. Irgendwann werde ich auch PW seelisch ad acta legen und mich einfach am Vorhandene erfreuen.

      26 - Die Diener der Pest

      In Folge 26 begleiten die drei Jungs ihre Mitschülerin Victoria Thornton nach Amberville. Der Ort ist ein Künstler- und Museumsdorf in dem die Einwohner wie im Mittelalter leben. Nachdem ein Gaukler Victoria eine Spielkarte überreicht hat auf der sie mit ihrem verstorben Onkel zu sehen ist, möchte sie herausfinden was es mit dieser Karte auf sich hat und reist nach Amberville. Dort werden Jay und Tom verdächtig einen Anschlag auf den Bischof Molari verübt zu haben und kommen vor ein mittelalterliches Gericht.

      Diese Folge konnte mich nicht überzeugen, in weiten Teilen fand ich sie langweilig. Sie spielt fast ausschließlich "im Mittelalter" und alle Gestalten, die dort auftauchen fand ich nervig, egal ob es der Bischof, Lady Valkyra oder die Gaukler waren. Außerdem kam keine Spannung auf und die Folge trullert so vor sich hin. Vielleicht lag es daran, dass durch die Mittelalteratmosphäre keine "reale" Stimmung aufkam und das Ganze daher mehr wie ein Spiel oder so was in der Art wirkte.

      Die Idee mit dem
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      ​Zeugenschutzprogramm
      war ja ganz gut, aber der Hinweis zu Beginn
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      ​als von dem Prozess
      gesprochen wurde war dann so offensichtlich, dass man sich sowas schon vorstellen konnte.

      Gut gefallen haben mir allerdings zwei Sätze, die wieder den schönen Humor der Serie zeigen, zu Beginn der Chemieunfall in der Highschool und dann das Ende (Da guckst du in Röhre).
      Aber trotzdem zählt diese Folge zu den schlechteren der Serie.
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