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Vorherige Beiträge 657

  • Wesley schrieb:

    wirklich gruselig ist die Geschichte auch nicht.
    Da kann man mal sehen. Ich fand sie sehr unheimlich und Gänsehaut hervorrufend.

    Wesley schrieb:

    Da haben mir "der Tempel" und "die Berge" viel besser gefallen.
    Der 'Termpel' kommt bei mir auch noch ein Stück besser weg. 'Die Berge des Wahnsinns' fand ich aber von den bisher gehörten 4 Produktionen am schwächsten.
  • Stollentroll schrieb:

    Der einzige Wermutstropfen ist leider die Auflösung, die arg vorhersehbar und wenig originell ist. Man wird eine gute Stunde lang 'angefüttert' – und dann bleibt der Hauptgang einfach aus.

    Das habe ich auch gedacht. Irgendetwas fehlte hier.

    Dietmar Wunder gelingt es wirklich sehr gut, dass man Thurbers Erzählung gebannt lauscht. Die meiste Zeit gibt ja nur seinen Bericht und seine beiden Dialoge mit seinem Freund Granger und mit Pickman.
    Zu Beginn der Folge habe ich erst gedacht, dass ich den Anfang verpasst habe. Die Albtraumszene ist schon sehr lang, aber dann geht die "richtige" Handlung los und man versteht den Traum.
    Aber richtig viel passiert dann doch nicht und wirklich gruselig ist die Geschichte auch nicht. Die Beschreibungen der Bilder sind zwar sehr düster, aber man wartet die ganze Zeit, dass die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt... und dann ist sie schon vorbei.
    Da haben mir "der Tempel" und "die Berge" viel besser gefallen.
  • Wesley schrieb:

    Da ist mir das mit den umständlichen Dialogen echt gar nicht aufgefallen.
    Kann natürlich auch gut sein, dass ich besonders empfindlich reagiert habe. Aber wenn es richtig spannend wird und mich die Handlung gefangen nimmt, nehme ich so was auch nicht unbedingt wahr.

    H. P. Lovecraft 04: Pickmans Modell

    Gruselkabinett 58 (2011)

    Inhalt (von der Titania-Website):
    "Die Gemälde von Richard Upton Pickman schockieren die Bostoner Kunstwelt. Es sind Darstellungen abscheulicher Wesen in nicht minder grauenerregenden Situationen. Henry Thurber ist mit der Einzige im eher konservativen Kunstverein, der nicht von den Bildern abgestoßen, sondern im Gegenteil sehr fasziniert davon ist... "

    'Pickmans Modell' ist ein miserabel produziertes Hörspiel mit amateurhaft agierenden Sprechern, langweiliger, blechern klingender Musik, völlig unecht klingenden Soundeffekten und unzähligen Anschlussfehlern sowie katastrophaler Abmischung. Man fragt sich über die gesamte Laufzeit, wo hier eigentlich die Regie gewesen ist... :D

    Wie, das glaubt ihr nicht? Okay, damit liegt ihr natürlich richtig, denn wie nicht anders zu erwarten gewesen war ist es in Wahrheit ein 1A produziertes Hörspiel, das extrem gut gemacht ist und handwerklich keine Wünsche offen lässt. Es beginnt mit einer Albtraumsequenz und erzählt die Handlung dann auf zwei verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen hin und her gependelt wird. Die Kombination aus dieser Erzählstruktur mit der hochwertigen Geräuschkulisse und Untermalung vieler Szenen mit orchestraler Musik ergibt ein atmosphärisch sehr starkes Hörspiel, dem man gerne über die 66 Minuten Laufzeit zuhört. Die eine oder andere Wiederholung gibt es zwar, aber überflüssig sind die nicht, sondern tragen zur düsteren Stimmung wesentlich bei. Auch an den Dialogen gibt es diesmal nur wenig zu bemängeln.

    Auch diese Lovecraft-Vertonung weiß erneut mit ausgezeichneten Sprechern zu überzeugen. Das sollte für eine kommerzielle Produktion ja eigentlich auch selbstverständlich sein, aber auf dem Niveau der meisten Gruselkabinette (und auch dieser Folge) bewegen sich bei weitem nicht alle Kaufhörspiele. Besonders muss man hier Dietmar Wunder hervorheben, der für meinen Geschmack eine absolute Galavorstellung abliefert.

    Der einzige Wermutstropfen ist leider die Auflösung, die arg vorhersehbar und wenig originell ist. Man wird eine gute Stunde lang 'angefüttert' – und dann bleibt der Hauptgang einfach aus. Dem Hörspiel kann man das natürlich nicht anlasten, das aus der Vorlage ohne Frage das Beste herausgeholt hat. Hörenswert ist es auf jeden Fall.
  • Stollentroll schrieb:

    Insbesondere in der zweiten Folge ist 'Berge des Wahnsinns' allen sonstigen Vorzügen zum Trotz ein echtes Ärgernis: Es wird dermaßen umständlich und unnatürlich gesprochen, dass zumindest mir der Spaß am Hören vergangen ist.


    Das ist mir gar nicht so aufgefallen und mir hat der zweite Teil sogar besser gefallen als der erste.

    In Teil 1 ging es teilweise etwas zu langatmig zu. Dieses ganze Gespräch vor der Expedition hätte meinetwegen gekürzt werden können. Als es dann mit der Expedition losgeht wird es interessant. Und in Teil 2 wird es dann tatsächlich gruselig als Dr. Lake und Leslie vor der alten Kreatur stehen und diese erwacht. Diese Szene habe ich als sehr spannend empfunden und spätestens ab da war ich ganz gefesselt. Da ist mir das mit den umständlichen Dialogen echt gar nicht aufgefallen.

    Hier bin ich gespannt, wie David Holy die Geschichte in seiner Horrorserie auf einer CD inszenieren wird.
  • Stollentroll schrieb:

    'Der Tempel' ist eine rundum gelungene Produktion. Die klaustrophobische Atmosphäre an Bord der U29 kommt gut rüber, die Bedrohung baut sich langsam und stetig auf. Statt Fragen zu beantworten werden im Handlungsverlauf immer weitere Rätsel offenbar - und das gilt auch für das Ende, das den Hörer zwar nicht ratlos, aber doch mit einigen Fragezeichen zurücklässt. Es ist allerdings gerade diese Unsicherheit und die Verweigerung einer Erklärung, die einen großen Teil der unheimlichen Wirkung ausmachen.


    Nachdem ich heute die Folge gehört habe, kann ich dem nur zustimmen. Eine ruhige Geschichte die immer mehr Spannung aufbaut. Dazu ein kleines Sprecherensemble das ebenfalls komplett überzeugt. Eine richtig gute Folge also :)
  • H. P. Lovecraft 03: Berge des Wahnsinns
    Gruselkabinett 44 & 45 (2010)

    Inhalt (von der Titania-Website):
    "Der Geologe William Dyer, ein Professor an der Miskatonic University, ist der Kopf einer großangelegten Expedition in die Antarktis. Gemeinsam mit seinem Assistenten Larry Danforth, seiner Kollegin Dr. Leni Lake, deren Assistentin Leslie Carroll, dem Ingenieur Prof. Frank H. Pabodie, dem Physiker und Meteorologen Prof. Atwood und diversen Hilfskräften bricht Dyer auf, den unwirtlichen Kontinent der Erde zu erkunden. Ein sehr gefährliches Unterfangen, wie sich herausstellt... "

    Es ist natürlich langweilig, immer wieder zu schreiben, dass es sich um eine großartige Produktion mit tollen Soundeffekten, hervorragender Musik und Top-Sprechern handelt. Aber was soll man machen, wenn auch 'Berge des Wahnsinns' hier keine Ausnahme darstellt? Ehre, wem Ehre gebührt: Die Gruselkabinette klingen einfach allesamt gut. In dieser Doppelfolge ist die Musik über weite Strecken eher sphärisch als orchestral, was gut zur Vorlage passt. Und erstaunlich ist ein Blick auf die Sprecherliste: Man hat eigentlich das Gefühl, einem 'großen Hörspiel', in dessen Mittelpunkt eine Expedition mit vielen Teilnehmern steht, zuzuhören – es sind aber nur 6 Rollen, die man tatsächlich zu Gehör bekommt.

    Was ich nie verstehen werde ist, warum in einem Hörspiel, das einen Erzähler mitbringt, Dialoge so beschreibend angelegt werden, dass das Zuhören zur Qual werden kann. Insbesondere in der zweiten Folge ist 'Berge des Wahnsinns' allen sonstigen Vorzügen zum Trotz ein echtes Ärgernis: Es wird dermaßen umständlich und unnatürlich gesprochen, dass zumindest mir der Spaß am Hören vergangen ist.

    Die Geschichte an sich ist spannend aufgezogen und hat in der Hörspielfassung keine unnötigen Längen. Es ist eine Weile her, dass ich die Erzählung gelesen habe, daher sind mir wahrscheinlich nicht alle Änderungen aufgefallen. Der gesamte Teil, in dem es sich um die Teilnahme von Frauen an der Expedition dreht, ist in der Vorlage jedenfalls nicht vorhanden. Es wurde sogar das Geschlecht einzelner Charaktere geändert: In Lovecrafts Erzählung ist der Biologe Lake ein Mann und keine Frau und er hatte auch keine Assistentin. Sonderlich originell ist dieses für das Hörspiel hinzugefügte Handlungselement zwar nicht, aber es funktioniert recht gut. Die Auflösung schließlich und der Hintergrund mit den Außerirdischen wurde im Hörspiel leicht gestrafft, ist aber erstaunlicher Weise in allen wesentlichen Punkten enthalten. Hier hätte ich eigentlich erwartet, dass man das viel stärker kürzt.

    Insgesamt ein Hörspiel, das mich zwiegespalten zurücklässt: Toll produziert, die Handlung durchaus gelungen und sinnvoll bearbeitet – aber das wirklich schlechte Dialogbuch ruiniert das Hörerlebnis geradezu. Schade drum.
  • Auf das Hören der Folge 138 freu ich mich bereits.
    Jedoch habe ich mir erst die neue 139 angetan.

    Chris2710 gab der Folge 139 "Der Rabe" noch 4 von 10 Punkten.
    Dem kann ich mich nicht anschließen.
    Klar ist die Produktion erneut auf gewohnt hohem Niveu. Das ist aber nichts Neues bei Titania Medien.
    Die Sprecher überzeugen auch erneut. Einige bekannte Sprecher sind wieder dabei.
    Aber dann wäre da besonders das erste Drittel der Folge.
    So ging es mir noch nie beim Gruselkabinett.
    Die Romantik hat mich in anderen Folgen teils gefallen, teils nicht.
    Aber das hier ist eine Qual!
    Dazu Gestöhne und ellenlanges Gedicht.
    Icb musste vorspulen.
    Und das habe ich noch nie in der Serie.
    Auch nach dem ersten Drittel bleibt es eine leichte Qual.
    Für mich eine der schlechtesten oder sogar die schlechteste Folge der Serie.

    Von mir 1 Gnadenpunkt.
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